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Kommission setzt ihr Vereinfachungsprogramm im Bereich Kosmetika fort

European Commission - IP/07/37   12/01/2007

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IP/07/37

Brüssel, den 12. Januar 2007

Kommission setzt ihr Vereinfachungsprogramm im Bereich Kosmetika fort

Die Europäische Kommission hat heute eine Konsultationsrunde der Interessenträger im Bereich Kosmetika eingeleitet, um einen einfacheren, modernen Rechtsrahmen zu erstellen, der der Industrie keine unnötigen Kosten verursacht. Dieses neue Regelwerk soll die bestehende EU-Kosmetikrichtlinie aus dem Jahr 1976 ablösen, die im Laufe der Jahre zu einem Flickenteppich aus annähernd 50 Änderungen ohne einheitliche Terminologie geworden war. Zudem stehen viele Bestimmungen in einem falschen Zusammenhang und es hat sich gezeigt, dass die detaillierte Regelung von in Kosmetika verwendeten Einzelstoffen höchst kompliziert, kostenintensiv und schwer zu verwalten ist. Für die europäische Industrie, die die Kosmetikbranche weltweit anführt, wurde die Einhaltung der Richtlinie dadurch aufwändiger und kostspieliger als nötig. Die Konsultationsrunde wird im März diesen Jahres abgeschlossen und soll spätestens 2010 einen neuen Rechtsrahmen zum Ergebnis haben. Die bestehenden Vorschriften über das Verbot und die schrittweise Einstellung von Tierversuchen für Kosmetika bis 2009/2013 sind von diesem Vorhaben ausgenommen.

Der für Unternehmens- und Industriepolitik zuständige Kommissionsvizepräsident Günter Verheugen erklärte: „Wie versprochen, arbeiten wir an einer Verschlankung und Vereinfachung des EU-Rechts. Wir wollen ein modernes Kosmetikrecht, das die Unmenge bestehender Rechtsakte zusammenfasst, vereinfacht und präzisiert. Hauptziele sind der Bürokratieabbau und eine erhebliche Senkung der Verwaltungskosten, gleichzeitig aber auch eine größere Effizienz, ohne dass die öffentliche Gesundheit und Sicherheit davon beeinträchtigt werden.“

Die Kosmetikrichtlinie ist der rechtliche Rahmen, der sicherstellt, dass in der EU nur unbedenkliche Kosmetika in Verkehr gebracht werden. Im Laufe der vergangenen 30 Jahre wurde sie 48-mal geändert, so dass viele Bestimmungen unverständlich wurden oder auch in einen falschen Zusammenhang gelangt sind.

Zu den Kosmetika gehören nicht nur Luxusartikel, sondern auch Produkte von größter Bedeutung für die Gesundheit allgemein, wie z. B. Sonnenschutzmittel, Zahnpasta oder auch Reinigungsmittel. Die europäischen Unternehmen sind Weltmarktführer in einer Branche, die sowohl in der EU als auch weltweit stetig expandiert.

Damit die europäischen Hersteller ihre Spitzenstellung in dieser Branche verteidigen können, brauchen sie ein moderneres und effizienteres Regelungsumfeld. Aus diesem Grund befragt die Kommission Interessenträger wie Hersteller, Verbraucherverbände und Hochschulen zu folgenden Aspekten:

  • Wie lassen sich die Verwaltungskosten senken?
  • Wie können Aspekte wie Selbstbewertung und Eigenverantwortung der Hersteller ausgebaut werden?
  • Wie kann das hohe Sicherheitsniveau bei kosmetischen Mitteln ohne unnötige Bürokratie aufrecht erhalten werden?

Weitere Informationen finden Sie im Konsultationspapier: EN, DE, FR

http://ec.europa.eu/enterprise/cosmetics/html/cosm_simpl_dir_en.htm

http://ec.europa.eu/enterprise/cosmetics/html/cosm_simpl_dir_de.htm

http://ec.europa.eu/enterprise/cosmetics/html/cosm_simpl_dir_en.htm

Hintergrund

Auf dem europäischen Markt für Kosmetika werden rund 65 Mrd. EUR umgesetzt. Es gibt in Europa weit über 3 000 Kosmetikhersteller, darunter auch viele kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), die mehr als 350 000 Europäern direkt oder indirekt Beschäftigung bieten. In der EU selbst ist zwar nur mäßiges Wachstum zu verzeichnen, doch es entstehen derzeit wichtige neue Märkte. So betrug 2004/2005 das jährliche Wachstum beispielsweise auf dem chinesischen Markt beinahe 11 % bei gleichbleibender Tendenz.


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