IP/07/37
Brüssel, den 12. Januar 2007
Der für Unternehmens- und Industriepolitik zuständige Kommissionsvizepräsident Günter Verheugen erklärte: „Wie versprochen, arbeiten wir an einer Verschlankung und Vereinfachung des EU-Rechts. Wir wollen ein modernes Kosmetikrecht, das die Unmenge bestehender Rechtsakte zusammenfasst, vereinfacht und präzisiert. Hauptziele sind der Bürokratieabbau und eine erhebliche Senkung der Verwaltungskosten, gleichzeitig aber auch eine größere Effizienz, ohne dass die öffentliche Gesundheit und Sicherheit davon beeinträchtigt werden.“
Die Kosmetikrichtlinie ist der rechtliche Rahmen, der sicherstellt, dass in der EU nur unbedenkliche Kosmetika in Verkehr gebracht werden. Im Laufe der vergangenen 30 Jahre wurde sie 48-mal geändert, so dass viele Bestimmungen unverständlich wurden oder auch in einen falschen Zusammenhang gelangt sind.
Zu den Kosmetika gehören nicht nur Luxusartikel, sondern auch Produkte von größter Bedeutung für die Gesundheit allgemein, wie z. B. Sonnenschutzmittel, Zahnpasta oder auch Reinigungsmittel. Die europäischen Unternehmen sind Weltmarktführer in einer Branche, die sowohl in der EU als auch weltweit stetig expandiert.
Damit die europäischen Hersteller ihre Spitzenstellung in dieser Branche verteidigen können, brauchen sie ein moderneres und effizienteres Regelungsumfeld. Aus diesem Grund befragt die Kommission Interessenträger wie Hersteller, Verbraucherverbände und Hochschulen zu folgenden Aspekten:
Weitere Informationen finden Sie im Konsultationspapier: EN, DE, FR
http://ec.europa.eu/enterprise/cosmetics/html/cosm_simpl_dir_en.htm
http://ec.europa.eu/enterprise/cosmetics/html/cosm_simpl_dir_de.htm
http://ec.europa.eu/enterprise/cosmetics/html/cosm_simpl_dir_en.htm
Hintergrund
Auf dem europäischen Markt für Kosmetika werden rund 65 Mrd. EUR umgesetzt. Es gibt in Europa weit über 3 000 Kosmetikhersteller, darunter auch viele kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), die mehr als 350 000 Europäern direkt oder indirekt Beschäftigung bieten. In der EU selbst ist zwar nur mäßiges Wachstum zu verzeichnen, doch es entstehen derzeit wichtige neue Märkte. So betrug 2004/2005 das jährliche Wachstum beispielsweise auf dem chinesischen Markt beinahe 11 % bei gleichbleibender Tendenz.