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Descartes-Preis: insgesamt 1 Mio. € für 3 herausragende europäische Forschungsprojekte

European Commission - IP/07/302   07/03/2007

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IP/07/302

Brüssel, den 7. März 2007

Descartes-Preis: insgesamt 1 Mio. € für 3 herausragende europäische Forschungsprojekte

Heute erhielten drei von der Europäischen Kommission finanzierte Forschungsprojekte im Rahmen einer Veranstaltung in Brüssel den Descartes-Preis für Forschung, der mit insgesamt 1 Million € dotiert ist. Bei dem Hochenergie-Stereoskopiesystem handelt es sich um ein Teleskopsystem, das die bisherigen Beobachtungsmethoden der Astronomie revolutioniert und unsere Kenntnisse (nicht nur) über die Milchstraße erweitert hat. Im Rahmen des HYDROSOL-Projekts wurde ein Verfahren zur Herstellung von Wasserstoff durch Wasserspaltung entwickelt, bei dem die Solarenergie eingesetzt wird und das der umweltfreundlichen Wasserstofferzeugung für Energiezwecke dienen könnte. Das dritte Projekt, APOPTOSIS, hat uns wesentliche Erkenntnisse über die Apoptose – den programmierten Zelltod – gebracht und wird zu neuen Krebs- und AIDS-Therapien führen. Die Preise wurden anlässlich einer Veranstaltung in Brüssel verliehen, an der die deutsche Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Annette Schavan, und das für Wissenschaft und Forschung zuständige Mitglied der Europäischen Kommission, Dr. Janez Potočnik, zugegen waren. Der Termin der Preisverleihung fällt mit den Feierlichkeiten zu 50 Jahren EU-Forschung und ihrem Beitrag zur Europäischen Union zusammen.

Das Hochenergie-Stereoskopiesystem (HESS) wurde von etwa 100 Wissenschaftlern aus Deutschland, Frankreich, dem Vereinigten Königreich, Irland, Polen, der Tschechischen Republik, Armenien, Südafrika und Namibia entwickelt. Das System wurde mit Unterstützung der EU konzipiert und gebaut, und es wurde eine komplexe Software für die Datensammlung und -analyse entwickelt. Außerdem gab es Fortbildungsveranstaltungen für junge Astronomen und Astrophysiker.

An dem Projekt HYDROSOL sind Wissenschaftler und Unternehmen aus Griechenland, Deutschland, Dänemark und dem Vereinigten Königreich beteiligt. Es erhielt 2005 die internationale Auszeichnung „International Global 100 Eco-tech award” und 2006 einen Preis für technische Entwicklungen der International Partnership for the Hydrogen Economy (IPHE).

Im Rahmen des Projekts APOPTOSIS haben einige auf dem Gebiet der Zellbiologie führende Wissenschaftler aus Österreich, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Italien und Schweden die für den programmierten Zelltod wichtigen Mechanismen untersucht. Seit 2001 wurden die Forschungsarbeiten des Teams über fünfzigtausendmal in anderen Veröffentlichungen zitiert - dies ist ein überwältigender Beweis für den Erfolg des Teams.

Weitere fünf Projekte kamen in die Endauswahl, nämlich: NEMABS (klare Abbildung von Molekülen durch Färbung); QGATES (Einsatz der Quantenmechanik für innovative Informationsverarbeitung); TAMRAM (Thermally Assisted Magnetic Random Access Memory); DYNAQPRIM (Proteindynamik in Zellkernen) und GLOBALIFE (Lebenswege im Globalisierungsprozess).

Mit dem im Jahr 2000 ins Leben gerufenen EU-Descartes-Preis für Forschung werden Wissenschaftlerteams ausgezeichnet, die im Rahmen grenzüberschreitender Forschungsvorhaben auf einem beliebigen Gebiet der Wissenschaft, einschließlich Sozial-, Geistes- und Wirtschaftswissenschaften, herausragende wissenschaftliche oder technologische Ergebnisse erzielt haben.

Die diesjährigen Preisträger wurden aus 13 Kandidaten ausgewählt, ihrerseits die besten von 66 Bewerbungen. Auswahlgremium ist eine Jury unter Vorsitz von Claudie Haigneré, ehemalige französische Europaministerin und ESA-Astronautin. Die Jury setzt sich aus 22 herausragenden Wissenschaftlern aus 11 EU-Ländern sowie aus Brasilien, Marokko, Russland und der Türkei zusammen und repräsentiert ein breites Spektrum wissenschaftlicher Disziplinen.

Einzelheiten zu den erfolgreichen Projekten finden Sie in IP/07/132, MEMO/07/42 zum Descartes-Preis für Forschung und in IP/07/131, MEMO/07/43 zum Descartes-Preis für Wissenschaftskommunikation,

die Rede von Kommissar Potočnik anlässlich der Preisverleihung unter SPEECH/07/127


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