IP/07/282
Brüssel, den 2. März 2007
Kommission plant Soforthilfe von 1 Million
€ für die Opfer der Überschwemmungen in
Bolivien
Die Europäische Kommission beabsichtigt,
Soforthilfe in Höhe von 1 Million € für die von den
jüngsten Auswirkungen des Klimaphänomens El Niño betroffene
Bevölkerung in Bolivien bereitzustellen. Das schwerwiegendste Problem sind
bisher die Überschwemmungen, von denen 350.000 Menschen und acht der neun
Departements des Landes betroffen sind. Ein Soforthilfe-Experte der
Generaldirektion Humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission (ECHO)
hat der betroffenen Region einen Besuch abgestattet, um die
Grundbedürfnisse der Überschwemmungsopfer zu ermitteln und die zu
finanzierenden Rettungsaktionen mit den Hilfsorganisationen vor Ort abzustimmen.
Die Bereitstellung der Soforthilfe erfolgt über ECHO unter der
Zuständigkeit des für Entwicklung und humanitäre Hilfe
zuständigen Kommissionsmitglieds Louis Michel.
Besonders ernst stellt sich die humanitäre Lage zurzeit im Departement
Beni dar. Von den insgesamt 430.000 Einwohnern sollen 130.000 von den Fluten
betroffen sein. Allein in der Hauptstadt sind über 14.000 Menschen in
Notunterkünften untergebracht, und diese Zahl dürfte noch weiter
steigen. Auch dürfte das Vordringen der Überflutungen in das
Departement Pando im Norden des Landes weitere Opfer zur Folge haben. Wegen der
überschwemmten Böden haben auch die Hilfsorganisationen Probleme, in
entfernte Gebiete zu gelangen.
Es besteht Bedarf an Notunterkünften, Nahrungsmitteln und grundlegenden
Haushaltsgegenständen sowie lebenswichtigen Diensten wie Wasserversorgung,
Abwasserentsorgung und Basisgesundheitsversorgung.