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IP/07/280

Brüssel, den 5. März 2007

Eurobarometer: Europäer unterstützen umfassende EU-Maßnahmen zu Energie und Klimawandel

Nach einer kürzlich durchgeführten Eurobarometer-Meinungsumfrage, die heute veröffentlicht wird, ist die überwältigende Mehrheit der Unionsbürger über den Klimawandel besorgt. Den Europäern ist der Einfluss von Energieproduktion und –verbrauch auf den Klimawandel und die globale Erwärmung sehr wohl bewusst und die überwältigende Mehrheit ist der Ansicht, dass energiebezogene Themen am besten auf EU-Ebene behandelt werden.

„Diese Erhebung zeigt deutlich, dass die EU-Bürger von der EU eine gemeinsame europäische Antwort auf die Herausforderungen der Energiepolitik und des Klimawandels erwarten“, erklärte das für Energie zuständige Kommissionsmitglied Andris Piebalgs. „Die Kommission geht auf die Besorgnis der Bürger mit Initiativen für eine integrierte Energiepolitik für Europa ein, die der Bewältigung des Klimawandels sowie einer nachhaltigen, sicheren und wettbewerbsfähigen Energieversorgung dient.“

Die Hälfte der EU-Bürger ist sehr besorgt über die Auswirkungen des Klimawandels und der globalen Erwärmung, weitere 37 % in gewissem Maße. Die Besorgnis wächst, je weiter wir nach Süden blicken: die Menschen in Spanien, Zypern, Malta und Griechenland sind am meisten beunruhigt.

„Der Klimawandel ist Realität. Die EU-Bürger erwarten, dass die EU bei diesem Thema eine Führungsrolle übernimmt. Die EU muss diesen politischen Impuls nutzen, um Europa und die Welt auf den Weg zu einer versorgungssichereren und kohlenstoffarmen Zukunft zu bringen“, erklärte das für die Umwelt zuständige Kommissionsmitglied Stavros Dimas.

82 % der Europäer ist bewusst, dass die Art des Energieverbrauchs und der Energieproduktion in ihrem Land sich negativ auf das Klima auswirkt. Die EU-Bürger sind überwiegend (62 %) der Ansicht, dass energiebezogene Themen besser „durch Maßnahmen auf EU-Ebene“ als durch „Maßnahmen auf nationaler Ebene“ (für diese Option entscheiden sich 32 %) bewältigt werden können. Auch eine Reihe von EU-Initiativen finden die mehrheitliche Unterstützung der Bevölkerung. 83 % befürworten, dass die EU einen Mindestprozentsatz für die Nutzung erneuerbaren Energien festlegt.

Wie die Umfrage zeigt, sind die europäischen Bürger ziemlich sicher, dass die Energiepreise aufgrund des Klimawandels im kommenden Jahrzehnt deutlich steigen werden. Über 70 % der Europäer sind der Ansicht, dass sie ihre Energieverbrauchsgewohnheiten im kommenden Jahrzehnt ändern (76 %) bzw. energiesparende Heizung, Beleuchtung, Kühl- und sonstige Geräte einbauen müssen (72 %).

Nach Ansicht der Europäer ist die freie Wahl des Strom- und Gasversorgers von grundlegender Bedeutung (85 %) und es sie geben auch wegen der Umweltbelange dem freien Wettbewerb den Vorzug. 80 % der EU-Bürger geben derzeit an, dass die Energieeffizienz ihre Entscheidung beim Kauf von Haushaltsgeräten beeinflusst. Auf die Frage, welche Maßnahmen der Behörden die Bürger im Hinblick auf die Bewältigung künftiger Herausforderungen im Energiebereich am meisten begrüßen würden, wurde am häufigsten die finanzielle Unterstützung bei der Steigerung der Energieeffizienz ihres Wohnraums genannt.

61 % der EU-Gesamtbevölkerung erklärten auf Nachfrage, dass der Anteil der Kernenergie wegen des Problems der Nuklearabfälle und der Unfallgefahr verringert werden sollte. Gleichzeitig unterstützen die Europäer fast einstimmig (92 %) die Einführung gemeinsamer, hoher Sicherheitsanforderungen für alle kerntechnischen Anlagen in der EU.

Fast zwei Drittel vertreten ferner die Auffassung, dass die EU besser geeignet ist, Energieversorgung und –preise für alle Mitgliedstaaten auszuhandeln, während 26% der Meinung sind, dass die einzelnen Regierungen unabhängig handeln sollten. Die Europäer bringen in Energiefragen ein hohes Maß an Solidarität zum Ausdruck: 79 % der EU-Bürger sind dafür, dass sich ein Mitgliedstaat bei einer plötzlichen Öl- und Gasknappheit auf die Energiereserven der anderen EU-Länder stützen kann, nur 17 % sind dagegen.

Der vollständige Bericht wird in Kürze unter http://ec.europa.eu/energy/energy_policy/index_en.htm verfügbar sein.


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