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IP/07/271

Brüssel, den 1. März 2007

EU-Forschung bestätigt Bedeutung der Polargebiete für globales Klima

In einem heute von der Europäischen Kommission herausgegebenen Bericht wird dargestellt, welche neuen Erkenntnisse über die Rolle der Polargebiete für Klimaänderung und Umwelt den Forschungsprogrammen der Europäischen Union zu verdanken sind. Das Projekt EPICA hat gezeigt, dass die Konzentration von Kohlendioxid heute höher ist als in den letzten 650 000 Jahren und dass Sorgen über die Intensität der globalen Erwärmung in Zukunft gerechtfertigt sind. Beim Projekt DAMOCLES wurden die Folgen der Verringerung des Eisschildes in der Arktis für Mensch und Umwelt untersucht. Die gewonnenen Daten werden von unschätzbarem Wert bei der Vorhersage der Auswirkungen des Abschmelzens der Eiskappen sein, auch konnten neue Werkzeuge für den Einsatz unter den extremen Bedingungen in der Arktis entwickelt werden. Der Bericht erscheint zu einem Zeitpunkt, da sich die internationale wissenschaftliche Gemeinschaft auf das Internationale Polarjahr vorbereitet, eine breit angelegte Wissenschaftsinitiative mit mehr als 200 Projekten unter Beteiligung von Wissenschaftlern aus über 60 Ländern, die die Bedeutung der Polarregionen für unser Klima in den internationalen Fokus rücken soll. Der EU-Beitrag zum Internationalen Polarjahr ist ein internationales Symposium zum Thema „Polare Umwelt und Klima: die Herausforderungen“, das unter dem Vorsitz der Europäischen Kommission am 5. und 6. März in Brüssel stattfindet und hochrangige europäische und internationale Wissenschaftler zusammenbringen soll, um Zukunftsperspektiven und Forschungsprioritäten für die Polargebiete zu erörtern.

„Die Polargebiete mögen für uns vielleicht in weiter Ferne liegen, aber Umweltveränderungen dort wirken sich auf der ganzen Erde aus,“ so Janez Potočnik, Kommissionsmitglied und zuständig für Wissenschaft und Forschung, der auf dem Symposium die Begrüßungsrede halten wird. „Seit ihren Anfängen haben die Europäer in der Polarforschung eine Führungsrolle gespielt. Unser neues Forschungsrahmenprogramm wird diese Tradition fortsetzen. Wir stehen kurz vor dem Beginn des Internationalen Polarjahres und stellen Überlegungen über unsere künftigen Aufgaben an – dies ist der ideale Zeitpunkt für eine Bestandsaufnahme unserer zahlreichen bisherigen Erfolge.“

Die Veränderungen der polaren Umwelt betreffen das tägliche Leben von über 4 Millionen Menschen. Die Verringerung von Ausdehnung und Masse des Polareises hat unmittelbare Auswirkungen für die terrestrischen und marinen Ökosysteme in diesen Gebieten. Veränderungen der Schneefallmenge und das Abschmelzen der Gletscher werden direkt Millionen Menschen betreffen, die für ihren täglichen Wasserbedarf in Haushalten und Landwirtschaft auf die Schnee- und Eisressourcen angewiesen sind. Aber darüber hinaus ist den Wissenschaftlern klar, dass die Polargebiete eine wichtige Rolle bei der Kontrolle und Regulierung des Klimas auf dem gesamten Planeten spielen. Es bleiben jedoch noch viele ungelöste Fragen zu den Folgen menschlicher Tätigkeiten und den Problemen, vor denen die Polargebiete jetzt stehen. Das Internationale Polarjahr soll dazu beitragen, diesem Bedarf nach mehr und besseren Kenntnissen zu entsprechen. Die geplanten Projekte betreffen die polare Atmosphäre, Eis, Land, Ozeane und den Raum.

Beim Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union wurden während der letzten zehn Jahre mit Mitteln über 200 Mio. € mehr als 60 Projekte unterstützt, deren Schwerpunkt insbesondere die Polargebiete waren. Der heute veröffentlichte Bericht enthält eine detaillierte Würdigung aller in diesen zehn Jahren finanzierten Projekte in Bereichen wie Klimasystem, Umwelt und Gesundheit, natürliche Risiken und Forschungsinfrastrukturen.

Offiziell vorgestellt wird der Bericht auf dem internationalen Symposium zum Thema „Polare Umwelt und Klima: die Herausforderungen“, das unter dem Vorsitz der Europäischen Kommission vom 5.-6. März in Brüssel stattfindet. Dieses Symposium findet damit ganz zu Anfang des Internationalen Polarjahres statt und soll den in der Polarforschung tätigen Wissenschaftlern einerseits Gelegenheit geben, Gedanken auszutauschen und bisherige Arbeiten zu bewerten, andererseits aber auch die Ausgangsbasis für präzisere Arbeiten in den Bereichen Bewertung, Vorhersage und Empfehlungen für Maßnahmen bilden.

Weitere Informationen sind zu finden unter:

BERICHT: http://ec.europa.eu/research/environment/pdf/Polar_catalogue_final.pdf

DAMOCLES: http://www.damocles-eu.org

EPICA: http://www-lgge.ujf-grenoble.fr/epica-mis

IPY-CARE: http://www.ipy-care.org

Polarsymposium http://cordis.europa.eu/sustdev/environment/ev20061023.htm

RP7: http://www.cordis.lu/fp7

IPY http://www.ipy.org/


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