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IP/07/213

Brüssel, den 21. Februar 2007

Kommission unternimmt wichtigen Schritt zu einem Binnenmarkt für drahtlose Geräte der nächsten Generation

Der Binnenmarkt für die nächste Generation von Massenkonsumgütern im Bereich der Unterhaltungselektronik, die über kurze Entfernungen große Datenmengen drahtlos übertragen können (Laptops, Mobiltelefone, Digitalkameras, Fernsehgeräte etc.), ist einen Schritt näher gerückt. In der heute verabschiedeten Entscheidung der Kommission werden die europaweit geltenden Bedingungen beschrieben, die die Nutzung der Ultrabreitbandtechnik (UWB) in solchen Geräten regeln.

Die für Telekommunikation und Medien zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding erklärte: „Die Ultrabreitbandtechnik ersetzt die Kabelverbindungen zwischen den Elektronikgeräten unseres täglichen Gebrauchs und ermöglicht so eine Ausdehnung der Informationsgesellschaft in vielen Bereichen. Damit die Bürger allerdings davon profitieren können, müssen wir in der Europäischen Union einen funktionierenden Binnenmarkt für diese Geräte schaffen. Mit ihrer heutigen Harmonisierungsentscheidung gibt die Kommission Innovationsträgern die Möglichkeit, diese neue Technologie in der gesamten EU zu verwenden, ohne die Nutzer anderer drahtloser Anwendungen zu beeinträchtigen.“

Ultrabreitbandgeräte können sehr hohe Datenraten übertragen, indem das Signal auf extrem große Frequenzbereiche verteilt wird. Mit Übertragungsraten wie bei per Kabel verbundenen Geräten ist UWB eine interessante Technologie für die immer größere Bandbreiten beanspruchende Unterhaltungselektronikindustrie.

Das Frequenzspektrum ist zwar bereits von vielen Nutzern belegt (z. B. Mobilfunkanbieter, Rundfunksender und die Luftverkehrsbranche), doch werden durch die extrem geringe Sendeleistung der UWB-Signale störende Interferenzen mit diesen Anwendungen vermieden.

Für viele elektronische Geräte, die bislang durch Kabel miteinander verbunden werden, bietet UWB eine drahtlose Alternative bei gleicher Übertragungsrate (bis zu 480 Mbit/s, entsprechend der Kapazität derzeitiger USB-Verbindungen). Geräte, die sich in gegenseitiger Reichweite befinden, können somit reibungslos miteinander kommunizieren. UWB bietet diese Nutzerfreundlichkeit unter Verwendung der derzeitigen Frequenzbereiche, die eine knappe und häufig sehr teuer bezahlte Ressource darstellen.

Mit der Entscheidung wird die Strategie der Kommission zur Flexibilisierung und Optimierung der Frequenznutzung innerhalb der Europäischen Union konkret umgesetzt (vgl. IP/05/1199).

Die technischen Voraussetzungen, die in der Entscheidung beschrieben werden und die innerhalb der nächsten sechs Monate in den 27 EU-Mitgliedstaaten zu schaffen sind, sind das Ergebnis umfassender Kompatibilitätsuntersuchungen, bei denen die Verträglichkeit zwischen UWB und den sonstigen Anwendungen des Frequenzspektrums, die eventuell hätten beeinträchtigt werden können, geprüft wurden. Die Untersuchungen wurden von der Europäischen Konferenz der Verwaltungen für Post und Telekommunikation (CEPT) im Auftrag der Kommission durchgeführt.

Weitere Informationen:

EU-Funkfrequenzpolitik: http://ec.europa.eu/information_society/policy/radio_spectrum/

Texte der UWB-Entscheidung sowie der früheren Entscheidung von 2002 über einen Rechtsrahmen:

http://ec.europa.eu/information_society/policy/radio_spectrum/ref_documents/

MEMO/07/72


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