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IP/07/1957

Brüssel, den 18. Dezember 2007

Ein Europäischer Konsens zur humanitären Hilfe: Zusammenarbeit bei der Unterstützung notleidender Menschen

Die Präsidenten der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments und des Rates der Europäischen Union unterzeichneten heute im Namen der 27 EU-Mitgliedstaaten einen „Europäischen Konsens zur humanitären Hilfe“. Darin legt die EU eine gemeinsame Vision der EU und einen praktischen Ansatz dar, um Millionen von Menschen, die unter den Folgen von Konflikten und Naturkatastrophen leiden, wirksam zu helfen.

Rund die Hälfte der weltweiten öffentlichen humanitären Hilfe stammt von der EU, die sie entweder über die Kommission oder auf bilateraler Ebene durch die Mitgliedstaaten bereitstellt. In diesem Jahr hat allein die Europäische Kommission bisher mehr als 700 Mio. EUR für humanitäre Soforthilfe bereitgestellt. Diese Mittel werden dazu verwendet, Krisenopfern in aller Welt zu helfen - z.B. durch Verteilung von Nahrungsmitteln und medizinische Versorgung in Dafur oder durch Deckung des dringendsten Bedarfs der Wirbelsturmopfer in Bangladesch an sauberem Trinkwasser und grundlegenden Haushaltsgegenständen.

Durch die Annahme des Europäischen Konsenses - der ersten gemeinsamen politischen Erklärung der EU zur humanitären Hilfe - beweist die EU ihre Entschlossenheit, eng zusammenzuarbeiten, um anderen zu helfen.

Kommissionspräsident José Manuel Barroso, der den Konsens im Namen der Europäischen Kommission unterzeichnete, erklärte hierzu: „Die EU ist zwar der weltweit größte Geber von öffentlicher Entwicklungshilfe, doch wir können unsere Hilfe durch eine zunehmend enge Zusammenarbeit noch wirksamer gestalten. Gemeinsame Ziele und Grundsätze und eine bessere Koordinierung stärken unsere Fähigkeit, notleidenden Menschen zu helfen.“

Das für Entwicklung und humanitäre Hilfe zuständige Kommissionsmitglied Louis Michel erklärte: „Ich freue mich sehr über das Ergebnis dieses vor einem Jahr eingeleiteten Prozesses. Hinter der Annahme des Konsenses über die humanitäre Hilfe steht das gemeinsame Ziel, eine klare europäische Vision und einen praktischen Ansatz im Bereich der humanitären Hilfe zu verfolgen, damit wir notleidenden Menschen noch schneller, wirksamer und effizienter helfen können.“

Der Europäische Konsens, der von der Kommission vorgeschlagen wurde, zielt auf eine verbesserte Koordinierung innerhalb der EU ab und betont den Aspekt der verantwortungsvollen Geberpraxis. Darin werden auch die verschiedenen Rollen der an der humanitären Hilfe beteiligten Akteure deutlich herausgestellt. Die erfolgreiche Bereitstellung von humanitärer Hilfe unter sehr schwierigen Umständen setzt eine enge Partnerschaft und gute Beziehungen mit der internationalen Gemeinschaft – einschließlich der Vereinten Nationen, der Rotkreuz-Bewegung und der humanitären NRO – voraus. Auch lokale Kapazitäten sind entscheidend, wenn es darum geht, Leben zu retten und Not zu lindern.

Mit diesem Konsens bekräftigt die EU zudem ihre Entschlossenheit, gefährdete Bevölkerungsgruppen durch Maßnahmen im Bereich Risikominderung und Katastrophenvorsorge zu unterstützen.
Weitere Informationen:

http://ec.europa.eu/echo/whatsnew/consensus_en.htm


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