IP/07/1932
Brüssel, den 14. Dezember 2007
„Südkorea steht möglicherweise vor einem der schlimmsten Verschmutzungsfälle in seiner Geschichte. In einer Welt, in der Umwelttragödien globale Folgen haben, ist es ermutigend, wenn verschiedene Nationen zusammenarbeiten und durch die Bündelung von Know-how und Ressourcen die Auswirkungen solcher Katastrophen mildern. Die Entsendung eines gemeinsamen Teams mit den Vereinten Nationen ist ein ausgezeichnetes Beispiel dafür“, erklärte Stavros Dimas, für Umwelt und Katastrophenschutz zuständiges Kommissionsmitglied.
Fachwissen und Ausrüstung
Das Expertenteam soll die Bemühungen der koreanischen Behörden ergänzen und diese beim Katastrophenmanagement, bei der Beseitigung des verbleibenden Öls und bei der Eindämmung seiner Ausbreitung beraten. Des Weiteren wird es sich beratend dazu äußern, wie sich das Ökosystem in dem Gebiet wieder erholen kann.
Das Beobachtungs- und Informationszentrum befasst sich auch mit einem Ersuchen, Maschinen zur Säuberung von Felsen und Sand sowie Personal und andere Geräte bereitzustellen, falls das gemeinsame Evaluierungsteam von VN und EU feststellt, dass diese erforderlich sind. Das Team ist am Vormittag des 14. Dezember nach Korea abgereist.
Das Ersuchen war auch an das Büro des Umweltprogramms der VN (UNEP) und an das Büro für die Koordinierung der humanitären Angelegenheiten (OCHA) gerichtet.
Hintergrund
Bei dem Unfall vom 7. Dezember riss sich ein Lastkahn mit einem Kran von einem Schlepper los. Der Lastkahn rammte die in Hongkong registrierte „Hebei Spirit“, ein Einhüllen-Öltankschiff, und durchbohrte sie an drei Stellen. Keines der beiden Schiffe drohte zu sinken, und niemand kam zu Schaden. Allerdings erreichte am nächsten Tag Öl aus den beschädigten Schiffen die Strände. Die Wellen spülten Rohöl an den Strand, das sich im Gefieder von Möwen festsetzt und Fischfarmen bedroht.
Weitere Informationen über den Katastrophenschutz der EU und die Meeresverschmutzung sind abrufbar unter: