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Jahresbericht 2007 zur EU-Finanzintegration

Commission Européenne - IP/07/1921   13/12/2007

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IP/07/1921

Brüssel, den 13. Dezember 2007

Jahresbericht 2007 zur EU-Finanzintegration

Die Europäische Kommission hat heute ihren jährlichen Bericht über die Integration der EU-Finanzdienstleistungsmärkte vorgestellt. Der „European Financial Integration Report“, kurz „EFIR“, ist ein neuer Bericht im Rahmen der Überwachung der europäischen Finanzmarktintegration, der die beiden früheren Berichte - den „Financial Integration Monitor” und den „Single Market in Financial Services Progress Report” – fortan zusammenfasst.

Dazu erklärte Binnenmarkt- und Dienstleistungskommissar Charlie McCreevy: „Unsere Finanzdienstleistungsbranche ist weiterhin durch eine uneinheitliche Integration der Groß- und Privatkundenmärkte gekennzeichnet. Während die Kapitalmärkte in den letzten Jahren sehr viel enger zusammengewachsen sind, ist das Potenzial bei Finanzdienstleistungen für Privatkunden noch nicht ausgeschöpft. Unsere Analyse hat auch bestätigt, dass in einigen Marktsegmenten nicht genug Wettbewerb herrscht. Erfreulicherweise ist die EU-Finanzdienstleistungsbranche international aber wettbewerbsfähiger geworden. Die Aktien-, Anleihe- und Investmentfondsmärkte in der EU sind kräftiger gewachsen als in den USA.“

Der Hauptteil des Berichts widmet sich der volkswirtschaftlichen Analyse der EU-Finanzmarktintegration und ihrer Auswirkungen auf Marktstruktur, Wettbewerb, Effizienz, Innovation und Stabilität. Die Anhänge enthalten einen Überblick über die Erfolge der EU-Politik im Jahr 2007 und statistische Angaben.

Integration

Die Integration der Finanzmärkte hat sich fortgesetzt, auch wenn Tempo und Ausmaß nicht in allen Marktsegmenten gleich waren. Ob die Großkundensegmente – insbesondere die Aktienmärkte – weiter zusammenwachsen, wird von den Fortschritten bei der Integration der Wertpapier-Clearing- und Abrechnungssysteme abhängen. Auf den Privatkundenmärkten zeigt sich der Integrationsrückstand an großen Preisunterschieden zwischen den Mitgliedstaten und dem geringen Volumen des direkten grenzübergreifenden Geschäfts. Vorboten einer stärkeren Integration sind hingegen der rückläufige Preistrend bei bestimmten Privatkundendienstleistungen und die vermehrte Nutzung des Fernabsatzes.

Marktstrukturen und Wettbewerb

Die Integration der europäischen Finanzmärkte hat die Marktstruktur, teilweise durch Fusionen und Übernahmen, verändert. Die fortgesetzte Konsolidierung hat den Konzentrationsgrad auf vielen Märkten erhöht. An der Wettbewerbsfront lassen die verfügbaren Daten darauf schließen, dass mehr Wettbewerb auf EU-Ebene für Verbraucher und KMU von Vorteil wäre. Neue Vertriebswege (Internet, Mobilfunk) dürften dazu beitragen, den Wettbewerb auf den Privatkundenmärkten zu erhöhen.

Effizienz und Innovation

Durch die günstigen Konjunkturbedingungen der letzen Zeit haben sich die Effizienzindikatoren der Finanzinstitute und –märkte in der EU verbessert. Allerdings besteht hier noch beträchtliches Verbesserungspotenzial: Zersplitterte Märkte (insbesondere im Privatkundengeschäft) bzw. ein vergleichsweise niedriger Entwicklungsstand (in den neuen Mitgliedstaaten) führen dazu, dass Größen- und Verbundvorteile auf einigen Märkten nicht genutzt werden können. Die Innovation setzte sich in hohem Tempo fort und brachte neue Finanzprodukte und –modelle hervor.

Stabilität des Finanzsystems

Durch die weitere Integration der Finanzmärkte haben die Verflechtungen zwischen den Mitgliedstaaten und den einzelnen Finanzmarktsektoren erheblich zugenommen. Die Vermehrung großer europaweiter Finanzinstitute und -konzerne, die Internationalisierung der Kapitalmärkte und die zunehmenden Eigentumsverflechtungen infolge der Erweiterung der Europäischen Union sind Beispiele für Marktverbindungen, die sich auf die Stabilität des Finanzsystems auswirken könnten. Ob diese Trends zu einer gleichmäßigeren Risikoverteilung führen oder das Ansteckungsrisiko erhöhen, hängt von der Qualität des Risikomanagements, des Rechtsrahmens und der Aufsicht ab und nicht zuletzt davon, wie gut über die Grenzen hinweg zusammengearbeitet wird.
Der Bericht im Internet unter:

http://ec.europa.eu/internal_market/finances/fim/index_de.htm


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