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Fusion: Kommission genehmigt geplante Übernahme des BSG-Drahtlosgeschäfts durch Syniverse

European Commission - IP/07/1852   04/12/2007

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IP/07/1852

Brüssel, 4. Dezember 2007

Fusion: Kommission genehmigt geplante Übernahme des BSG-Drahtlosgeschäfts durch Syniverse

Die Europäische Kommission hat die geplante Übernahme des Drahtlosgeschäfts des BSG-Konzerns durch den US-amerikanischen Konzern Syniverse gemäß der EU-Fusionskontrollverordnung genehmigt. Der BSG-Konzern erbringt hauptsächlich weltweite Datenclearing- und Finanzclearing-Dienste für Unternehmen im Bereich der drahtlosen Telekommunikation. Die im Juli 2007 eingeleitete eingehende Prüfung durch die Kommission (siehe IP/07/1059) hat ergeben, dass die Übernahme keine Wettbewerbsprobleme auf dem Markt für die Bereitstellung von Datenclearing-Diensten für Mobilfunk-Roaming hervorrufen dürfte. Die Kommission kam daher zu dem Schluss, das die geplante Übernahme den wirksamen Wettbewerb im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder in einem wesentlichen Teil desselben nicht erheblich behindern wird.

Syniverse bietet weltweit Technologiedienstleistungen für Unternehmen im Bereich der Drahtloskommunikation an. Der BSG-Konzer[n] ist ein weltweiter Anbieter von Lösungen für Zahlungsverarbeitung, Datenclearing, Zahlungsabwicklung und Risikomanagement für Diensteanbieter in den Bereichen drahtgebundene und drahtlose Kommunikation. Das geplante Vorhaben betrifft nur den Erwerb des Drahtlosgeschäfts des BSG-Konzerns, und zwar in erster Linie die Bereitstellung von Datenclearing- und Finanzclearing-Diensten für Mobilfunknetzbetreiber („MNO“, mobile network operator). Der BSG-Konzern behält seinen Geschäftsbereich für drahtgebundene Telekommunikation bei, den er in Nordamerika betreibt.

Die Tätigkeit der beiden Unternehmen überschneidet sich ausschließlich auf dem Markt für Datenclearing-Dienste für Mobilfunk-Roaming. Mit diesen Diensten stellen Datenclearing-Unternehmen den Austausch von Roaming-Daten zwischen MNO bereit und ermöglichen so die Fakturierung von Roaming-Diensten für Endbenutzer.

Durch das geplante Rechtsgeschäft würde sich die Anzahl der Wettbewerber, die derzeit in Europa auf diesem Markt für Clearingdienste für Roamingdaten konkurrieren, von drei auf zwei verringern. Die eingehende Prüfung der Kommission hat jedoch gezeigt, dass Syniverse keinen nennenswerten Druck auf die Preise von BSG ausübt und der Wechsel von BSG zu Syniverse (oder umgekehrt) sehr selten vorkommt; zudem haben sowohl BSG als auch Syniverse in dem Marktführer Mach einen starken Konkurrenten. So dürfte zwischen dem fusionierten Geschäftsbereich von Syniverse/BSG und Mach künftig scharfer Wettbewerb herrschen.

Ferner könnten andere noch nicht in Europa tätige Datenclearing-Unternehmen europäischen MNO derlei Dienste bereitstellen, da es keine Kapazitätszwänge gibt und mehrere MNO diese Unternehmen – beispielsweise das US-Unternehmen VeriSign – eindeutig für ernst zu nehmende Bieter halten.

Darüber hinaus könnten durch neue technologische Entwicklungen andere Mitbewerber, insbesondere Softwareanbieter für die Fakturierung von Mobilfunk-Diensten, befähigt und ermuntert werden, in den Markt für Datenclearing-Dienste einzutreten. Die Untersuchung der Kommission hat auch ergeben, dass die MNO stark genug bleiben würden, um die Möglichkeit einseitiger Preiserhöhungen durch das fusionierte Unternehmen zu unterbinden. Beispielsweise könnten in erster Linie den Markteintritt neuer Wettbewerber fördern.

Die eingehende Marktuntersuchung bestätigte außerdem, dass eine Verringerung der Zahl der gegenwärtig in Europa tätigen Anbieter von Datenclearing-Diensten kaum zu einer Koordinierung des Wettbewerbsverhaltens der restlichen Anbieter führen dürfte. Insbesondere würden die Dynamik des Marktes und der Ausschreibungsprozess – über den die Kunden diese Dienste vornehmlich in Anspruch nehmen – die Markttransparenz mindern und somit auch die Möglichkeit schmälern, die Koordinierung von Preisen oder anderen Marktbedingungen zu überwachen. Ferner werden neue Verträge nur sehr unregelmäßig vergeben. Dadurch wäre es viel schwieriger und kaum Erfolg versprechend, Wettbewerber abzustrafen, denen vorgeworfen würde, sich nicht an eine etwaige gemeinsame Absprache gehalten zu haben. Darüber hinaus würden Markteinsteiger sehr wahrscheinlich den Erfolg jedweder Koordinierung des Wettbewerbsverhaltens gefährden.
Weitere Informationen zu dieser Übernahme finden Sie unter:

http://ec.europa.eu/comm/competition/mergers/cases/index/m93.html#m_4662


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