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IP/07/1715

Brüssel, den 18. November 2007

Ölpest im Schwarzen Meer – Europäische Kommission reagiert

Die Europäische Kommission hat auf ein Hilfeersuchen der Ukraine an das für Zivilschutz und Maßnahmen zur Verhütung der Meeresverschmutzung zuständige EU-Beobachtungs- und Informationszentrum (BIZ) reagiert. Die Ukraine bittet um Unterstützung durch Experten, die ihren Behörden bei der Evaluierung der Umweltauswirkungen der Ölpest in der Straße von Kertsch helfen sollen.

Stavros Dimas, Kommissar für Umwelt- und Zivilschutz, erläuterte: „Dieses tragische Unglück hat Menschenleben gefordert und Umweltschäden verursacht. Ich möchte den betroffenen Familien mein Mitgefühl aussprechen. Wir sind bereit, der Ukraine zu helfen, und werden ihr die erbetenen Fachleute zur Verfügung stellen. Mit unserer Unterstützung der ukrainischen Behörden wollen wir mit dazu beitragen, die in der Straße von Kertsch entstandenen Umweltschäden zu beseitigen."

Die von Dänemark, Lettland, Italien, Frankreich und Portugal für das BIZ bereitgestellten Experten werden das Ausmaß der Umweltauswirkungen feststellen und Ratschläge für unmittelbar erforderliche Maßnahmen erteilen. Das Team soll zusammen mit einem Vertreter der UN OCHA/UNEP heute in Kiew eintreffen, also noch nicht einmal 48 Stunden nach Eingang des Hilferufs der Ukraine.

Das BIZ hat die Ereignisse in der Straße von Kertsch, die das Schwarze Meer mit dem Asowschen Meer verbindet, aufmerksam verfolgt. Heftige Stürme haben zur Verbreitung der Ölverschmutzung beigetragen, die die in der Region lebenden Menschen und die Umwelt gefährdet. Zu der Ölpest kam es, nachdem mehrere Schiffe gesunken waren, die Öl und Schwefel geladen hatten; neben dem Verlust von Menschenleben hat die Katastrophe aber auch Schäden an Flora und Fauna verursacht, was die ökologische Qualität der betroffenen Naturgebiete möglicherweise langfristig beeinträchtigen wird. Das BIZ hat auch Verbindung zu Russland aufgenommen.

In den vergangenen Jahren hat das BIZ bei der Bekämpfung von Tankerunglücken erhebliche Erfahrung gewonnen; so wurde es beispielsweise nach der Havarie des Tankers Prestige vor Spanien und der Ölverschmutzung infolge der Auseinandersetzungen im Libanon um Hilfe ersucht.

Die Europäische Kommission hat im Mai 2005 bzw. im Mai 2007 mit Russland und der Ukraine Verwaltungsvereinbarungen über Zivilschutz unterzeichnet.

Sie hat außerdem aktiv multilaterale Initiativen für den Schutz des Schwarzen Meeres gegen Verschmutzung unterstützt, wie beispielsweise die Arbeiten der Partner des Bukarest-Übereinkommens über den Schutz des Schwarzen Meeres gegen Verschmutzung (Convention on the Protection of the Black Sea Against Pollution) und des damit zusammenhängenden Strategischen Aktionsplans für das Schwarze Meer (Strategic Action Plan for the Rehabilitation and Protection of the Black Sea), die im Rahmen der europäischen Meeresstrategie unter Leitung der Kommission zum Schutz des Schwarzen Meeres gegen Verschmutzung (Schwarzmeerkommission oder SMK) zusammenarbeiten.

Weitere Informationen über den europäischen Zivilschutz und den Schutz der marinen Umwelt:

http://ec.europa.eu/environment/civil/index.htm


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