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IP/07/1705

Brüssel, den 15. November 2007

Rechnungslegungsstandards: Kommissar McCreevy begrüßt Verzicht der amerikanischen Wertpapier- und Börsenaufsicht auf Abstimmung mit US-GAAP

Kommissar Charlie McCreevy begrüßt die Entscheidung der US-amerikanischen „Securities and Exchange Commission“ (SEC), ausländische Unternehmen, die die vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) verwenden, von der Abstimmung ihrer Abschlüsse mit den US Generally Accepted Accounting Principles (GAAP) zu befreien.

Der für den Binnenmarkt und Dienstleistungen zuständige EU-Kommissar Charlie McCreevy äußerte sich hocherfreut über diese wichtige Entscheidung der SEC, von der die an US-Börsen notierten EU-Unternehmen profitieren werden:

„Ich freue mich über diesen historischen Schritt der SEC auf dem Weg zu weltweiten Rechnungslegungsstandards. Zu dieser Entscheidung, die den in den USA börsennotierten EU-Unternehmen nützen wird, habe ich dem SEC-Vorsitzenden Cox gratuliert. Sie ergeht kaum zwei Jahre, nachdem der Vorsitzende Cox und ich unsere Absicht bekundet hatten, die kostspieligen Abstimmungen zwischen US- und EU-Rechnungslegungsstandards abzuschaffen. So trägt die Strategie, die wir mit unseren US-Kollegen in den letzten Jahren verfolgt haben, nun ihre Früchte, und wir sind dadurch weltweit anerkannten Rechnungslegungsstandards, denen sich sicherlich viele andere Länder anschließen werden, ein ganzes Stück näher gekommen. Der nächste Schritt dieser Strategie ist nun die genaue Überprüfung des allgemeinen Normungsprozesses im IASB. Aufbauend auf dem Erfolg der IFRS wird die Europäische Kommission weiter mit dem IASB und unseren internationalen Partnern zusammenarbeiten, um die Führung des IASB und seine Verantwortlichkeit gegenüber allen Beteiligten zu verbessern.“

Die EU war der erste große Partner, der die IFRS für seine börsennotierten Unternehmen verbindlich eingeführt hat. Sie hat damit die Grundlage für den heutigen Erfolg der vom IASB herausgegebenen Normen gelegt und ist nach wie vor das größte Rechtsgebiet, in dem die IFRS angewandt werden. Von Anfang an war dies ein Teil der Bemühungen um weltweit einheitliche Rechnungslegungsstandards für börsennotierte Unternehmen. Ein Hauptziel dieser Strategie war es, die SEC davon zu überzeugen, dass sie die von EU-Unternehmen erstellten Abschlüsse ohne Abstimmung mit den US-GAAP anerkennt.

Die Europäische Kommission, die US-SEC, die japanische Financial Services Agency und die IOSCO kündigten kürzlich in einer gemeinsamen Erklärung eine Reform der Gesamtführung des IASB und seines übergeordneten Gremiums, der International Accounting Standards Committee (IASC) Foundation an (siehe MEMO/07/451). Demnach sollen u. a. die Transparenz und der zügige Ablauf des IASB-Normungsprozesses verbessert werden. Diese Anstrengungen sind Teil einer größeren Strategie, mit der erreicht werden soll, dass die IASB-Standards von der EU vollständig übernommen und bestehende Ausnahmen in Bezug auf die Hedging-Vorschriften abgeschafft werden können.
Weitere Informationen unter:

http://ec.europa.eu/internal_market/accounting/index_de.htm


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