Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR EL

IP/07/1683

Brüssel, den 13. November 2007

Kommission beschließt erhebliche Ausweitung des Netzes „Natura 2000“

Die vier heute von der Kommission getroffenen Entscheidungen führen zu einer erheblichen Ausweitung von Natura 2000 in vier biogeographischen Regionen (BR). Aufgrund des naturgegebenen breiten Spektrums bei der biologischen Vielfalt in der EU wird die Gemeinschaft in der Richtlinie in sogenannte biogeographische Regionen eingeteilt: die atlantische, kontinentale, alpine, mediterrane, boreale, makaronesische und pannonische BR. Mit den heutigen Entscheidungen wird eine erste Liste mit Gebieten von gemeinschaftlichem Interesse in der Tschechischen Republik, Ungarn und der Slowakei angenommen und die vorhandenen Listen in der atlantischen, borealen und kontinentalen BR auf den neuesten Stand gebracht. „Natura 2000“ ist ein EU-weites Netz von Naturschutzgebieten, das im Rahmen der Richtlinie 92/43/EWG (Habitat-Richtlinie) von 1992 ins Leben gerufen wurde. Es ist das Herzstück der Politik der EU zum Schutz der Natur und der biologischen Vielfalt.

Umweltkommissar Stavros Dimas: „Der Schutz der biologischen Vielfalt ist ein wesentliches Ziel der Europäischen Union. Natura 2000 ist der Eckpfeiler der Politik der EU in diesem Bereich und eine entscheidende Waffe im Kampf mit dem Ziel, Schwund der biologischen Vielfalt bis 2010 einzudämmen. Ich freue mich, dass wir auf dem Wege zur Vollendung des Netzes so weit vorangekommen sind, und ich bin besonders froh, dass Gebiete der neueren Mitgliedstaaten erstmals auf die EU-Listen gesetzt wurden.“

Durch die heute getroffenen Kommissionsentscheidungen wird „Natura 2000“ um 4255 zusätzliche Gebiete von gemeinschaftlichem Interesse mit einer Gesamtfläche von etwa 90 000 km² (etwa die Größe Portugals) ausgeweitet.

Die pannonische BR in der Tschechischen Republik, Ungarn und der Slowakei ist ein Neuzugang. In der atlantischen, der borealen und der kontinentalen BR wurde das Netz um Gebiete in den Mitgliedstaaten, die 2004 der EU beigetreten sind, sowie um eine erhebliche Anzahl von Gebieten von gemeinschaftlichem Interesse in einer Reihe alter Mitgliedstaaten erweitert, die ihre nationalen Vorschläge ergänzen (z.B. Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien). Die zusätzliche Ausweisung großer küstenferner Meeresgebieten (mehr als 8000 km² auf Vorschlag Deutschlands) als Gebiete von gemeinschaftlichem Interesse ist eine weitere Neuerung.

Die Kommission wird im späteren Verlauf dieses Jahres auch die Gemeinschaftslisten für die alpine und die makaronesische BR sowie im Januar 2008 diejenige für die mediterrane BR auf den neuesten Stand bringen.

Hintergrund

Natura 2000 ist ein EU-weites Netz von Naturschutzgebieten, das das langfristige Überleben der wertvollsten Lebensräume in Europa und der am meisten gefährdeten Arten sicherstellen soll. Es besteht aus besonderen Schutzgebieten (SAC), ausgewiesen von den Mitgliedsstaaten im Rahmen der Habitat-Richtlinie (92/43/EWG), sowie besonderen Schutzgebieten für wildlebende Vogelarten (SPAs), die die Mitgliedstaaten im Rahmen der Vogelschutzrichtlinie von 1979 (79/409/EWG) eingerichtet haben. Mit dem Aufbau dieses Netzes von Schutzgebieten kommt die Gemeinschaft auch ihren sich aus dem UN-Übereinkommen über die biologische Vielfalt ergebenden Verpflichtungen nach. In den Naturschutzrichtlinien der EU heißt es, die Erhaltungsziele seien unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen, regionalen und freizeitbedingten Erfordernisse zu verfolgen. Die Mitgliedstaaten wenden ihre eigenen Verfahren und Hilfsmittel an, um die Richtlinie umzusetzen.

Weitere Angaben (in englischer Sprache) finden Sie unter:

http://ec.europa.eu/environment/nature/index_en.htm


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website