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IP/07/1653

Brüssel, den 6. November 2007

Maßnahmen zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche: für Zypern vereinbart, für das Vereinigte Königreich geändert

Die Mitgliedstaaten haben heute eine Entscheidung der Kommission über Maßnahmen zum Schutz gegen die Maul- und Klauenseuche (MKS) in Zypern unterstützt. Die Entscheidung wurde getroffen, nachdem die zyprischen Behörden gestern einen Ausbruch bestätigt hatten. Diese Bestätigung beruht auf den Ergebnissen von Untersuchungen, die im gemeinschaftlichen Referenzlabor im britischen Pirbright durchgeführt wurden und die einen positiven Befund des O-Typs des Virus ergaben, sowie auf dem Nachweis von klinischen Anzeichen bei einigen Schafen. Die zyprischen Behörden hatten vor einigen Tagen MKS-Verdachtsfälle im Bezirk Larnaca gemeldet und aus diesem Grund bereits die Maßnahmen eingeführt, welche jetzt mit der Entscheidung bestätigt wurden. Die Kommission hat außerdem zwei Sachverständige des gemeinschaftlichen Veterinärnotfallteams nach Zypern entsandt, damit sie vor Ort fachliche Hilfe leisten. Der Ständige Ausschuss befürwortete außerdem einen Vorschlag der Kommission zur Änderung der MKS-Beschränkungen in Großbritannien angesichts der dortigen positiven Lageentwicklung.

Maßnahmen in Zypern verschärft

Als Reaktion auf den Ausbruch der Maul- und Klauenseuche in Dromolaxia stimmte der Ständige Ausschuss heute für eine Entscheidung zur Verschärfung der Vorsorgemaßnahmen in Zypern. Gemäß den EU-Rechtsvorschriften haben die zyprischen Behörden die Schafe der betroffenen Bestände gekeult und eine Schutzzone im Umkreis von 3 km sowie eine Überwachungszone im Umkreis von 10 km um den infizierten Betrieb abgegrenzt. Innerhalb dieser Zonen gelten strenge Verbringungsbeschränkungen, die Überwachung wurde verstärkt und die Biosicherheitsmaßnahmen verschärft. Mit der heute genehmigten Entscheidung wurden diese Maßnahmen bestätigt und Zypern als Hochrisikogebiet eingestuft. Dies bedeutet, dass für den gesamten Viehbestand ein Verbringungsverbot gilt und dass keine lebenden Rinder, Schafe, Ziegen oder Schweine und keine Erzeugnisse dieser Tiere aus Zypern versandt werden dürfen. Auch dürfen keine solchen lebenden Tiere aus anderen Mitgliedstaaten nach Zypern gesandt werden. Gemäß den EU-Rechtsvorschriften erlaubt die Entscheidung bestimmte Ausnahmen, so dass einige unbedenkliche Erzeugnisse (wie Halloumi-Käse, der hitzebehandelt wird, bevor er die Molkerei verlässt) weiterhin ausgeführt werden dürfen. Nur wenn strenge tierseuchenrechtliche Voraussetzungen erfüllt werden, dürfen die genannten Tiere zum Schlachthof gebracht werden. Die Kommission arbeitet eng mit den zyprischen Behörden zusammen, um ihnen bei der Eindämmung und Tilgung des Virus zu helfen, und hat zur Unterstützung eine Reihe von EU-Sachverständigen nach Zypern entsandt.

Maßnahmen für Großbritannien weiter abgeändert

Der Ständige Ausschuss einigte sich heute außerdem darauf, die Versendung von Fleisch und tierischen Erzeugnissen aus dem größten Teil Großbritanniens wieder zuzulassen, da seit Mitte September kein MKS-Ausbruch mehr verzeichnet wurde. Nach der heute erlassenen Entscheidung wird Großbritannien je nach Risiko in drei Zonen unterteilt. Der Bereich im unmittelbaren Umkreis um die Betriebe, in denen die Ausbrüche auftraten, bleibt Hochrisikozone, aus der keine Wiederkäuer oder deren Erzeugnisse versandt werden dürfen und in der weiterhin strenge Verbringungsbeschränkungen gelten. Eine Pufferzone mit mäßigem Risiko wird um die Hochrisikozone herum errichtet. Darin bleiben die Verbringungsbeschränkungen für empfängliche Tiere und unbehandelte Erzeugnisse in Kraft, doch aus dieser Zone stammendes frisches Rind- und Schaffleisch darf ausgeführt werden, sofern strenge tierseuchenrechtliche Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu gehört ein Verbot der Verbringung aus dem Haltungsbetrieb vor der Schlachtung, Tier- bzw. Schlachtkörperuntersuchungen vor und nach der Schlachtung im Schlachthof und eine 24-stündige Fleisch-Quarantäne vor dessen Versendung. Der übrige Teil Großbritanniens wird als Gebiet mit geringem Risiko eingestuft. Dies bedeutet, dass die Verbringungsbeschränkungen aufgehoben werden und dass mit Fleisch und Erzeugnissen empfänglicher Tiere wieder frei gehandelt werden darf. Vorsorglich bleibt jedoch die Ausfuhr von lebenden Tieren, Sperma und Embryos aus allen Teilen Großbritanniens weiterhin verboten.
Weitere Informationen sind von folgender Website abrufbar:

http://ec.europa.eu/food/animal/diseases/controlmeasures/fmd_uk_en.htm#pr


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