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IP/07/1615

Brüssel, den 26. October 2007

Finanzdienstleistungen: Konsultation zu substitutiven Anlageprodukten

Die Europäische Kommission hat eine Konsultation gestartet, um festzustellen, wie sich die Vielzahl von Regelungen für Privatkunden-Anlagen auf den Schutz von Kleinanlegern auswirkt. Die Konsultationsfrist endet am 18. Januar 2008. Die eingehenden Beiträge werden der Kommission Aufschluss darüber geben, ob die bestehenden Regelungen ausreichen, um Kleinanleger zu schützen oder ob weiterer Handlungsbedarf besteht.

Dazu Binnenmarkt- und Dienstleistungskommissar Charlie McCreevy: „Kleinanlegern steht für die langfristige private Vorsorge heute ein breites Spektrum von Anlageprodukten zur Verfügung. Der EU-Rechtsrahmen schreibt je nach rechtlicher Ausgestaltung der Anlage unterschiedliche Informationen über das Produkt und die anfallenden Gebühren sowie unterschiedliche Absatzregeln vor. Vieles spricht für die Prüfung, ob diese unterschiedlichen Regelungen den Anlegern schaden und die Märkte verzerren. Doch wir werden auf keinen Fall überstürzt reagieren. Es geht um ein Thema, das unvoreingenommen und verantwortungsvoll angepackt werden muss. Die Konsultation ist ein wichtiger erster Schritt. Ich erhoffe mir differenzierte, faktengestützte Antworten von den verschiedenen Finanzmarktakteuren, Anlegern und Regulierungsbehörden.“

Ständige Innovationen bei Anlageprodukten für Privatkunden haben dazu geführt, dass Kleinanleger ihren Bedarf mittlerweile mit vielerlei Produkten decken können.

Die geltenden EU-Vorschriften für Institute, die solche Produkte anbieten, beinhalten jedoch unterschiedliche Informationspflichten (wie Risiken, Gebühren und Renditeerwartungen) und Vorgaben dafür, wie sich Finanzintermediäre im Privatkundengeschäft verhalten und etwaige Interessenkonflikte lösen müssen. Regulierungsbehörden, Finanzinstitute und Verbraucher befürchten, dass dies den Schutz der Kleinanleger beeinträchtigen könnte.

Bei der Konsultation soll in erster Linie festgestellt werden, ob diese Vielzahl von Regelungen zu allzu großen Unterschieden bei den Informationspflichten und Wohlverhaltensregeln und so zu einer realen, signifikanten Beeinträchtigung des Anlegerschutzes führt. Alle interessierten Kreise werden gebeten, möglichst anhand konkreter Beispiele dazu Stellung zu nehmen, welche Anlageprodukte berücksichtigt werden sollten, welche Faktoren bei bestimmten Anlageprodukten Absatz und Werbung bestimmen, ob und wie unterschiedliche Informationspflichten oder Vertriebsvorschriften für die Anleger Nachteile mit sich bringen und ob im Falle erheblicher Risiken Abhilfemaßnahmen getroffen werden sollten.

Beiträge können bis spätestens 18. Januar 2008 gerichtet werden an: markt-consult-substiprod@ec.europa.eu

Im März 2008 wird die Kommission eine Stellungnahme zu den eingegangenen Antworten verfassen, auf deren Grundlage dann ein strukturierter Dialog mit allen Interessengruppen geführt werden soll. Dies wird die Kommission in die Lage versetzen, im Herbst 2008 faktengestützte und fundierte Schlussfolgerungen zum Handlungsbedarf in diesem Bereich zu ziehen.
Der Konsultationsaufruf ist abrufbar unter:

http://ec.europa.eu/internal_market/finances/cross-sector/index_de.htm


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