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Brüssel, den 10. Oktober 2007
Kommissionspräsident José Manuel Barroso, auf dessen Initiative das neue meerespolitische Konzept zurückgeht, sagte: „Ich bin davon überzeugt, dass ein großer Teil unserer Zukunft im bisher ungenutzten Potenzial der Ozeane liegt. Unser Vorschlag für eine integrierte Meerespolitik soll Wachstum und Arbeitsplätze schaffen und die Nachhaltigkeit fördern. Wir wollen unsere gemeinsamen europäischen Interessen fördern und auf nachhaltige Weise alle Möglichkeiten nutzen, die die Ozeane uns bieten. Dies ist Teil unserer Strategie, Europa zu modernisieren, damit es den Herausforderungen einer globalisierten Welt besser begegnen kann.“
Der für Fischerei und maritime Angelegenheiten zuständige Kommissar Joe Borg fügte hinzu: „Unsere Stakeholder haben sich geäußert und wir haben zugehört. Dies ist ein wichtiger erster Schritt für die Ozeane und Meere Europas. Unser gemeinsames Ziel besteht nunmehr darin, dafür zu sorgen, dass das maritime Europa sein Potenzial voll entfalten und den bestehenden Herausforderungen gerecht werden kann. Auf diese Weise können wir unser maritimes Potenzial optimal nutzen und Europa bei der Bewältigung einiger seiner größten Herausforderungen unterstützen.“
Bisher wurden die verschiedenen meeresbezogenen Aktivitäten und Maßnahmen im Wesentlichen sektorbezogen verwaltet. Die integrierte Meerespolitik wird den Modus der Politikgestaltung und Entscheidungsfindung in den meeresbezogenen Bereichen unter voller Wahrung des Subsidiaritätsprinzips verändern. So werden die zuständigen Behörden in die Lage versetzt, Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Sektoren und Politikbereichen zu analysieren und auf allen Ebenen zu berücksichtigen, damit sie gemeinsame Instrumente zur Nutzung von Synergien und zur Vermeidung von Konflikten entwickeln können.
Die neue Politik wird auf Europas Stärken in den Bereichen Meeresforschung, Technologie und Innovation aufbauen. Sie wird in der Lissabon-Agenda für mehr und bessere Arbeitsplätze und Wachstum ebenso verankert sein wie in dem übergreifenden Engagement der EU, dafür zu sorgen, dass die wirtschaftliche Entwicklung nicht auf Kosten der ökologischen Nachhaltigkeit geht.
In der Mitteilung und dem beigefügten Aktionsplan sind konkrete Maßnahmen aufgelistet, die die amtierende Kommission in dieser Amtszeit einzuleiten gedenkt. Diese Maßnahmen erstrecken sich auf ein breites Spektrum von Themen vom Seeverkehr bis zur Wettbewerbsfähigkeit der im maritimen Bereich tätigen Unternehmen über Fragen der Beschäftigung, der wissenschaftlichen Forschung, der Fischerei und des Schutzes der Meeresumwelt. Es handelt sich unter anderem um folgende Maßnahmen:
Die Umsetzung des Aktionsplans beginnt schon heute, indem Kommissar Špidla eine Überprüfung der für die maritime Wirtschaft geltenden Ausnahmeregelungen zum EU-Arbeitsrecht und Kommissar Piebalgs einen Bericht über die Wechselwirkungen zwischen der EU-Energiepolitik und der neuen integrierten Meerespolitik vorlegt.
Eine integrierte Meerespolitik kann nur dann Erfolg haben, wenn sich alle beteiligten Akteure und Stakeholder fortlaufend engagieren. Die Kommission wird ihre Zusammenarbeit mit den Stakeholdern und den Behörden auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene fortsetzen, damit ihr Zukunftskonzept Wirklichkeit wird.
In den kommenden Wochen werden weitere Initiativen zur Hafenpolitik, zur
Fischerei und zum Schutz der Meeresumwelt folgen.
Das Gesamtpaket sowie
weitere Informationen zur Meerespolitik finden sich unter: