IP/07/1411
Brüssel, den 27. September 2007
Die Kommission fasste bereits am 20. Juli 2005 einen Beschluss über die Benennung einer ersten Gruppe von sechs Europäischen Koordinatoren, um die koordinierte Durchführung bestimmter prioritärer Vorhaben zu erleichtern. Die Europäischen Koordinatoren sind zu Integrationsfaktoren geworden, deren Tätigkeit sich positiv auf die Projekte ausgewirkt hat.
Angesichts dieser Erfahrungen hat Vizepräsident Barrot der Kommission die Benennung von zwei neuen Koordinatoren vorgeschlagen: Karla Peijs für die Binnenschifffahrt und Luis Valente de Oliveira für die Hochgeschwindigkeits-Seewege.
Karla Peijs war von 2003 bis 2006 Verkehrsministerin der Niederlande und zuvor von 1989 bis 2003 Abgeordnete im Europäischen Parlament. Sie wird insbesondere für die vorrangigen Vorhaben Nr. 18 („Rhein/Maas-Main-Donau) und Nr. 30 (Kanal Seine-Schelde) zuständig sein. Diese beiden Vorhaben sind von grundlegender Bedeutung für die Stärkung der Kohärenz des europäischen Binnenschifffahrtsnetzes und die Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit dieses Verkehrsträgers. Das erste Vorhaben betrifft die Beseitigung mehrerer Verkehrsengpässe, die den Nutzeffekt der Rhein-Main-Donau-Achse stark beeinträchtigen, sich aber gleichzeitig in sensiblen natürlichen Lebensräumen befinden. Beim zweiten Vorhaben geht es um ein wichtiges „fehlendes Glied“ des Netzes, das die Nordseehäfen mit dem Pariser Becken verbinden soll.
Luis Valente de Oliveira hat in den vergangenen Jahren verschiedene Funktionen in der portugiesischen Regierung ausgeübt und war unter anderem von 1985 bis 1995 Minister für Raumordnung sowie von 2002 bis 2003 Minister für öffentliche Arbeiten, Verkehr und Wohnungsbau. Durch die Weiterentwicklung der Hochgeschwindigkeitsseewege, für die er zuständig sein wird, soll die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf den Seeverkehr erleichtert werden. Dazu werden hochwertige Linienschifffahrtsstrecken aufgebaut, die die Unionshäfen als perfekt integrierte multimodale Kette miteinander verbinden.
Auf diese Weise sollen sowohl die Verkehrsengpässe auf der Straße umgangen als auch die weit abgelegenen Regionen und die Inseln der Europäischen Union besser angebunden werden.
Weitere Informationen zu den transeuropäischen Verkehrsnetzen
unter:
http://ec.europa.eu/ten/transport/index_en.htm