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Ein sichereres Internet für Kinder: Europa ruft am „Tag des sicheren Internet“ zu entschlossenem Handeln auf

European Commission - IP/07/140   06/02/2007

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IP/07/140

Brüssel, den 6. Februar 2007

Ein sichereres Internet für Kinder: Europa ruft am „Tag des sicheren Internet“ zu entschlossenem Handeln auf

Weltweit begehen heute mehr als 100 Organisationen aus über 40 Ländern den „Safer Internet Day“, den Tag des sicheren Internet. In der EU zeigen die in allen 27 Mitgliedstaaten stattfindenden Konferenzen und Kampagnen, dass der private wie auch der öffentliche Sektor bereits viel unternehmen, um das Internet sicherer zu machen, von Filtertechniken bis hin zu Programmen zur Förderung der Medienkompetenz. Dadurch soll – vor allem an den Schulen sowie unter Eltern und Lehrern – das Problembewusstsein und die Einsicht gesteigert werden, wie in einem Online-Umfeld, das in unserem Alltag immer mehr Raum einnimmt, Kinder und Jugendliche wirksam geschützt werden können. Der Tag des sicheren Internet wird unter der Schirmherrschaft der EU-Kommissarin für die Informationsgesellschaft und Medien, Viviane Reding, veranstaltet.

„Das Internet bietet uns allen gewaltige Chancen. Aber viele Menschen sind sich noch immer nicht seiner dunklen Seiten bewusst, die von der Kinderpornografie bis zur sexuell motivierten Online-Kontaktaufnahme durch Pädophile reichen,“ sagte Kommissarin Reding. „Ich rufe alle Entscheidungsträger im privaten und im öffentlichen Sektor auf, ihren Beitrag dazu zu leisten, dass das Internet zu einem sicheren Ort für die Schwächsten in unserer Gesellschaft wird. Im heutigen digitalen Zeitalter gehört das Lernen, wie man Online-Fallen umgeht, zu den wichtigen Lebensfähigkeiten, die alle jungen Menschen haben sollten. Um das zu erreichen, müssen wir die Botschaft vom sicheren Internet überall unter den Lehrern und Eltern und unter den Kindern selbst verbreiten.“

Zum Tag des sicheren Internet, der in diesem Jahr zum vierten Mal stattfindet, veröffentlicht die Kommission heute die Ergebnisse einer Bewertung der gegenwärtig vorhandenen Filterprogramme und -dienste. Daraus geht hervor, dass die Märkte bereits gute Hilfsmittel zum Herausfiltern pornografischer Inhalte in den weit verbreiteten Sprachen hervorgebracht haben. Bei anderen Arten schädlicher Inhalte besteht jedoch großer Verbesserungsbedarf. So wurde beispielsweise festgestellt, dass die heutigen Werkzeuge kaum geeignet sind, um schädliche Inhalte in anderen Sprachen zu bewältigen, obwohl diese nicht weniger schädlich sind. Ausnahmslos alle getesteten Produkte irrten sich in mindestens einem Viertel der Fälle.

Die EU und ihre Mitgliedstaaten haben in diesem Jahr u. a. folgende Veranstaltungen für ein sichereres Internet organisiert:

  • in Deutschland kann das Publikum seine Kenntnisse zum Thema Internetsicherheit in einem Internet-Quiz testen; außerdem werden Videoclips von 10 Fernsehsendern und in über 250 Kinos gezeigt;
  • in den Niederlanden tritt Prinzessin Maxima als besonderer Gast bei einer Veranstaltung mit Theater, Musik und erzählten Geschichten auf;
  • in Portugal wird ein nationaler Schülerwettbewerb zur sicheren Internetnutzung organisiert; außerdem finden landesweit Aufklärungsveranstaltungen an den Schulen statt;
  • in Luxemburg wird im Einkaufszentrum Belle Étoile eine einwöchige Ausstellung über die sichere Internetnutzung veranstaltet;
  • in Bulgarien werden die Ergebnisse eines landesweiten Schülerwettbewerbs zum Thema „Sicheres Internet“ mit Beteiligung von etwa 1000 Kindern vorgestellt;
  • in Slowenien präsentieren junge Leute ihre Kunstprojekte und das staatliche slowenische Fernsehen zeigt Spots zur Internetsicherheit;
  • im Vereinigten Königreich werden auf der Konferenz „Crossing Borders and Dissolving Boundaries“ die Risiken und Chancen im Zusammenhang mit der modernen Technik und der sozialen Vernetzung der Kinder und Jugendlichen diskutiert.

Einer der weltweiten Höhepunkte des Tages des sicheren Internet ist die Veröffentlichung der Ergebnisse eines Wettbewerbs, bei dem es um den Entwurf von Aufklärungsmaterial für die Internetsicherheit geht und der als Teil eines weltweiten „Blogathons“ organisiert wurde. Daran beteiligten sich mehr als 200 Schulen aus 29 Ländern, die sich zusammenfanden, um in den vergangenen drei Monaten Informationsunterlagen zum Thema Internetsicherheit zu erstellen. Dabei mussten die Teilnehmer eines von drei Themen behandeln: „Datenschutz“, „Netiquette“ und „Macht des Bildes“.
Den vollständigen Veranstaltungskalender finden Sie unter:

http://www.saferinternet.org.

Der „Tag des sicheren Internet“ ist ein jährlich stattfindendes Ereignis (siehe IP/06/126, IP/05/148, IP/04/171), das von INSAFE, dem europäischen Netz für die Sicherheit im Internet organisiert und von der Kommission aus Mitteln des Programms „Sichereres Internet“ mitfinanziert wird (siehe IP/06/1512 und MEMO/07/44).

Weitere Informationen:

http://europa.eu.int/saferinternet

Näheres zum „Blogathon“ und den nationalen Aufklärungskampagnen:

http://www.saferinternet.org

Bewertung der Inhaltsfilterungssysteme: http://www.sip-bench.eu/

Pressemappe zum Thema „Sicheres Internet“: http://ec.europa.eu/information_society/newsroom/cf/itemlongdetail.cfm?item_id=3153


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