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IP/07/1378

Brüssel, den 21. September 2007

Fusionskontrolle: Kommission genehmigt geplante Übernahme von One durch France Télécom und den Finanzinvestor Mid Europa Partners

Die Europäische Kommission hat nach der EU-Fusionskontrollverordnung genehmigt, dass der französische Telekommunikationsanbieter France Télécom und die private Kapitalbeteiligungsgesellschaft Mid Europa Partners (MEP) mit Sitz im Vereinigten Königreich die gemeinsame Kontrolle über den österreichischen Mobilfunkanbieter One erwerben. Die Kommission kam bei ihrer Untersuchung des Zusammenschlussvorhabens zu dem Ergebnis, dass das Vorhaben den wirksamen Wettbewerb im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder in einem wesentlichen Teil desselben nicht erheblich behindern dürfte.

France Télécom ist ein weltweiter Telekommunikationsanbieter, der in mehreren Segmenten des Marktes für Telekommunikationsdienstleistungen tätig ist. Über seine hundertprozentige Tochtergesellschaft Orange S.A. erbringt France Télécom Dienstleistungen im Bereich der Festnetz- und Mobiltelekommunikation in mehreren europäischen Ländern, allerdings nicht in Österreich. Bei Mid Europa Partners (MEP) handelt es sich um eine im Vereinigten Königreich niedergelassene private Kapitalbeteiligungsgesellschaft, die auf Mittel- und Osteuropa konzentriert ist. Sie besitzt die Kontrolle über den in Lettland und Litauen tätigen Mobilfunkanbieter Bité und den Festnetzanbieter Aster in Polen. One ist der drittgrößte Mobilfunkanbieter in Österreich.

Bei der Untersuchung des Zusammenschlussvorhabens stellte die Kommission fest, dass es zwischen den Aktivitäten der beteiligten Unternehmen weder in Österreich noch in den anderen Ländern, in denen sie tätig sind, zu horizontalen Überschneidungen kommt. Auch im Hinblick auf die Großkundenmärkte für internationale Roamingdienstleistungen und Festnetz- und Mobiltelekommunikation in diesen Ländern wirft das Vorhaben keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken auf.

Was die möglicherweise von France Télécom beabsichtigte Einbeziehung von One in FreeMove (einen internationalen Zusammenschluss zur Erbringung internationaler Roamingdienstleistungen und paneuropäischer Mobiltelekommunikationsdienste) anbetrifft, so wird sich nach den Feststellungen der Kommission die Tatsache, dass unabhängige Mobilnetzanbieter ihren bislang bevorzugten Roaming-Partner in Österreich verlieren könnten, nicht nennenswert auf die Wettbewerbsbedingungen auf dem Großkundenmarkt für internationale Roamingdienstleistungen auswirken. One ist ein vergleichsweise kleiner Akteur im Bereich des internationalen Roaming, wobei das Roaming in Österreich nur einen kleinen Teil des gesamten Roaminggeschäfts der vorgenannten Mobilnetzanbieter ausmacht. In jedem Fall hätten die Anbieter weiterhin die Möglichkeit, über Mitbewerber von One Zugang zu Roamingdienstleistungen zu erhalten.

Weitere Informationen siehe:

http://ec.europa.eu/comm/competition/mergers/cases/index/m96.html#m_4809


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