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Fusionskontrolle: Kommission genehmigt Übernahme von Kemira GroHow durch Yara unter Auflagen

European Commission - IP/07/1377   21/09/2007

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IP/07/1377

Brüssel, den 21. September 2007

Fusionskontrolle: Kommission genehmigt Übernahme von Kemira GroHow durch Yara unter Auflagen

Die Europäische Kommission hat gemäß der EU-Fusionskontrollverordnung die geplante Übernahme des finnischen Düngemittelherstellers Kemira GrowHow durch das norwegische Unternehmen Yara, das ebenfalls Düngemittel produziert, unter Auflagen genehmigt. Angesichts der Abhilfemaßnahmen, die die beteiligten Unternehmen vorschlugen, kam die Kommission zu dem Schluss, dass der geplante Zusammenschluss den wirksamen Wettbewerb im EWR oder in einem wesentlichen Teil desselben nicht erheblich behindern dürfte.

Yara International ASA ist in der Herstellung von mineralischen Düngemitteln sowie in der Produktion und Lieferung bestimmter Chemikalien auf Nitrogenbasis tätig. Bis 2004 gehörte das Unternehmen zu Norsk Hydro.

Kemira GrowHow ist ebenfalls in der Produktion und dem Verkauf von Mineraldüngern sowie von Chemikalien, die als Nebenprodukte bei der Düngerherstellung anfallen, tätig.

Die Kommission legte bei ihrer Untersuchung den Schwerpunkt auf die EWR-Märkte für mineralische Felddünger und wasserlösliche Düngemittel sowie den Vertrieb dieser Produkte auf den nationalen Märkten. Außerdem berücksichtigte sie die Märkte für chemische Nebenerzeugnisse.

Bei der Untersuchung stellte die Kommission ernste wettbewerbsrechtliche Bedenken hinsichtlich der Vertriebsmärkte für Düngemittel in Dänemark und Lettland, der Märkte für flüssiges Kohlendioxid im Vereinigten Königreich, der Märkte für schwache Salpetersäure, Ammoniumnitratlösungen und wäßrige Ammoniaklösungen in Nordwesteuropa und den skandinavischen Ländern sowie der Märkte für konzentrierte Salpetersäure in Westeuropa fest.

Durch die Zusagen der Erwerberin Yara, die eine geringere Marktpräsenz und alternative Bezugsquellen für die Abnehmer gewährleisten, wurden die Bedenken der Kommission jedoch ausgeräumt. Zugesagt wurde u.a., die Joint-Ventures für Mineraldünger aus dem Vertrieb auszuklammern, die CO2-Verflüssigungsanlage im Vereinigten Königreich zu veräußern, bestimmte Produktionsanlagen des Kemira-GrowHow-Werks in Tertre (Belgien) sowie des Yara-Werks in Köping (Schweden) zu verkaufen und Zugang zu den erforderlichen Prozesschemikalien zu gewähren, damit die abgestoßenen Anlagen ihren Output aufrechterhalten bzw. erhöhen können.
Weitere Informationen zu dieser Sache finden Sie unter:

http://ec.europa.eu/comm/competition/mergers/cases/index/m94.html#m_4730


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