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Brüssel, den 27. August 2007

Brände in Griechenland: Kommission bringt erneut ihre Trauer zum Ausdruck und begrüßt europäische Solidarität

Sieben Canadair-Löschflugzeuge aus Frankreich, Italien und Spanien helfen derzeit in Griechenland bei der Bekämpfung der verheerenden Brände, die am Freitag ausgebrochen sind und mindestens 50 Todesopfer gefordert haben. Ein weiteres Canadair-Flugzeug aus Portugal wird heute ankommen und es gehen weiterhin Hilfsangebote ein von den Mitgliedern des Gemeinschaftsverfahrens für den Katastrophenschutz, welches von der Europäischen Kommission koordiniert wird. Außerdem sind neun Hubschrauber zur Brandbekämpfung auf dem Weg nach Griechenland. Dies ist die größte Hilfsaktion für einen Mitgliedstaat seit Einführung des Gemeinschaftsverfahrens im Jahr 2001.

"Ich möchte meine Trauer über die Anzahl der Opfer zum Ausdruck bringen und den betroffenen Familien sowie den griechischen Behörden mein Beileid aussprechen. Außerdem möchte ich den Mitgliedstaaten und anderen europäischen Ländern persönlich dafür danken, dass sie Löschflugzeuge zur Verfügung gestellt haben, um die verheerenden Brände zu bekämpfen. Ich hoffe von ganzem Herzen, dass die Brände schnell unter Kontrolle gebracht werden und keine weiteren Opfer fordern," so Kommissionspräsident José Manuel Barroso.

"Es ist eine Tragödie, dass so viele Menschen sterben mussten. Außerdem handelt es sich hierbei um eine ökologische Katastrophe von bisher ungekanntem Ausmaß mit Zehntausenden Hektar zerstörten Lebensräumen. Für diejenigen, die ihre Lebensgrundlage und ihre Häuser im Feuer verloren haben, wird es wirtschaftliche Not bedeuten," sagte der Europäische Umweltkommissar Stavros Dimas in dessen Aufgabengebiet die Koordination der Europäischen Hilfe fällt.

Er fügt weiter hinzu: "Ich denke an all diejenigen, die unter den Folgen dieser Katastrophe zu leiden haben. Sobald die Brände gelöscht sind muss unverzüglich alles getan werden, um die Lebensräume wiederherzustellen und die zerstörten Gebiete wiederaufzubauen."

Am Samstag sind fünf Canadair-Löschflugzeuge – vier aus Frankreich und eines aus Italien – eingetroffen, um bei der Bekämpfung der Brände zu helfen, die in den südlichen Regionen Griechenlands wüten. Besonders betroffen sind die Peloponnes und die Region Katyvia nahe der Hauptstadt Athen. Frankreich hat zudem auch Feuerwehrtrupps nach Griechenland geschickt.

Zwei weitere Canadair-Flugzeuge aus Spanien kamen am Sonntag in Griechenland an, ein weiteres aus Portugal wird für heute erwartet. Alle beteiligten Länder hatten mit Bränden im eigenen Land zu kämpfen, doch Griechenland ist in diesem Sommer am schwersten betroffen.

Deutschland, die Niederlande, Slowenien und Österreich haben Hubschrauber zur Verfügung gestellt (drei 5000-Liter Löschhubschrauber aus Deutschland, zwei Cougars aus den Niederlanden, ein 1000-Liter Löschhubschrauber aus Slowenien sowie zwei Bell 212-Hubschrauber mit Renzler-Wasserbehältern aus Österreich), die am Montag oder Dienstag in Griechenland ankommen sollen. Österreich stellt außerdem Brandbekämpfungstrupps zur Verfügung.

Griechenland hat sich am Freitag an das Beobachtungs- und Informationszentrum (BIZ) der Europäischen Kommission gewandt mit dem Ersuchen, die europäischen Partner um die Bereitstellung von Löschflugzeugen zur Bekämpfung der Brände zu bitten, die im Land seit Beginn des Sommers wüten und in den letzten 48 Stunden besonders verheerende Ausmaße angenommen haben.

Seit Anfang des Sommers sind beim BIZ 13 Hilfegesuche aus sechs Ländern eingegangen. Das Gemeinschaftsverfahren vereinfacht die Bereitstellung von Katastrophenhilfe innerhalb und außerhalb der Europäischen Union.

In ihrem Bemühen um eine weitere Verbesserung des Katastrophenschutzsystems in Europa arbeitet die Kommission derzeit zusammen mit den Mitgliedstaaten an dem Konzept der sogenannten schnellen Eingreiftrupps. Diese bestehen aus schnell einsetzbaren, spezialisierten Einheiten mit dem entsprechenden Personal und der entsprechenden Ausrüstung. Dabei wurden elf Schlüsselbereiche festgelegt, einer davon ist die Bekämpfung von Waldbränden. Zu Beginn des Herbstes ist mit einer konkreten Initiative in diesem Bereich zu rechnen.


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