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IP/07/1221

Brüssel, den 7. August 2007

Fusionskontrolle: Kommission genehmigt geplante Übernahme von Hanson durch HeidelbergCement

Die Europäische Kommission hat die Übernahme des britischen Baustoffunternehmens Hanson PLC durch den deutschen Zementhersteller HeidelbergCement AG gemäß der EU-Fusionskontrollverordnung genehmigt. Nach Prüfung des Falls kam die Kommission zu dem Schluss, dass der wirksame Wettbewerb im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) oder in wesentlichen Teilen desselben durch das Vorhaben nicht erheblich beeinträchtigt wird.

HeidelbergCement ist in fast allen EWR-Ländern auf dem Markt für Zement, Fertigbeton und ähnliche Baustoffe tätig.

Hanson stellt vor allem Zuschlagstoffe und darauf basierende Baustoffe her. In Europa operiert Hanson hauptsächlich im Vereinigten Königreich. Außerdem ist das Unternehmen in Deutschland, den Benelux-Ländern, Tschechien und Spanien tätig. Zement – neben den Zuschlagstoffen der andere Hauptbestandteil von Beton – stellt Hanson hingegen nicht her.

Die Tätigkeitsbereiche der beiden Unternehmen ergänzen sich, insbesondere im Vereinigten Königreich, wo Hanson Zuschlagstoffe und Beton herstellt, während HeidelbergCement ausschließlich Zement produziert.

Die Prüfung des Vorhabens durch die Kommission ergab, dass sich die Tätigkeiten von HeidelbergCement und Hanson nur in begrenztem Maße horizontal überschneiden und dass die Unternehmen nach der Übernahme auf allen betroffenen Märkten weiterhin mit starken Konkurrenzunternehmen im Wettbewerb stehen werden, die über erhebliche Marktanteile verfügen.

Außerdem hat die Kommission die vertikalen Verflechtungen untersucht, die durch die geplante Übernahme etwa zwischen dem Zementgeschäft von HeidelbergCement und den Sparten Beton und Zuschlagstoffe von Hanson entstehen werden. Nach Auffassung der Kommission besteht keine Gefahr, dass Wettbewerber von der Versorgung mit Ausgangsstoffen abgeschnitten werden, da es starke, vertikal integrierte konkurrierende Zementhersteller gibt und die Märkte für Zuschlagstoffe und Beton zersplittert sind.

Ferner untersuchte die Kommission den britischen Markt für Hüttensandmehl („GGBS“), um die nationalen Besonderheiten im Bereich der Zementprodukte zu ermitteln. Hüttensandmehl ist ein Nebenprodukt der Eisen- und Stahlindustrie, das in der Betonherstellung bis zu einem gewissen Grad Zement ersetzen kann. Auch Flugasche, ein Nebenprodukt der Kohleverbrennung in Kraftwerken, kann als Zementersatz dienen. Hanson hat zwar auf dem britischen Markt für Hüttensandmehl keine Monopolstellung, ist aber der einzige einheimische Produzent und verfügt über einen erheblichen Marktanteil. Die Kommission kam jedoch zu dem Schluss, dass der große Marktanteil von Hanson selbst in Verbindung mit dem Zementgeschäft von HeidelbergCement im Vereinigten Königreich nicht zu einer Beeinträchtigung des Wettbewerbs auf den betreffenden Märkten führen wird, vor allem, da Hüttensandmehl in den meisten Einsatzbereichen durch Zement oder Flugasche ersetzt werden kann und die wichtigsten Wettbewerber auf diesen Märkten über eine eigene Hüttensandmehlversorgung verfügen oder Ersatzlieferanten haben.
Weitere Informationen zu dieser Übernahme unter:

http://ec.europa.eu/comm/competition/mergers/cases/index/m94.html#m_4719


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