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Ausbruch der Maul- und Klauenseuche bei Rindern in der englischen Grafschaft Surrey bestätigt: britische Behörden wenden Gemeinschafts-maßnahmen zu ihrer Bekämpfung an

European Commission - IP/07/1212   06/08/2007

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IP/07/1212

Brüssel, den 3. August 2007

Ausbruch der Maul- und Klauenseuche bei Rindern in der englischen Grafschaft Surrey bestätigt: britische Behörden wenden Gemeinschafts-maßnahmen zu ihrer Bekämpfung an

Die britischen Veterinärbehörden haben der Europäischen Kommission heute mitgeteilt, dass der Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) in einem Rinderhaltungsbetrieb nahe Guildford in der englischen Grafschaft Surrey bestätigt wurde. Alle im EU-Recht vorgesehenen Maßnahmen zur MKS-Bekämpfung werden angewendet; dies schließt auch die Keulung aller Tiere im infizierten Betrieb, die Abgrenzung einer Schutzzone im Umkreis von 3 km und einer Überwachungszone im Umkreis von 10 km um den infizierten Betrieb sowie verschärfte Biosicherheitsmaßnahmen ein. Darüber hinaus wurde ein Verbringungsverbot für alle Wiederkäuer und Schweine über Großbritannien verhängt.

Die Dienststellen der Europäischen Kommission stehen weiterhin in enger Verbindung mit den britischen Behörden. Am Montag wird die Kommission eine Dringlichkeitsentscheidung annehmen, mit der die gemäß den EU-Rechtsvorschriften angewendeten Maßnahmen zur Beschränkung der Verbringung von Tieren und der Versendung von Erzeugnissen aus dem Vereinigten Königreich bestätigt werden. Im gemeinschaftlichen Referenzlabor in Pirbright laufen weitere Tests, um den genauen Virusstamm festzustellen.

Hintergrundinformationen von der Website der GD SANCO:

Die Maul- und Klauenseuche (MKS) ist eine hoch ansteckende, gewöhnlich nicht tödliche Viruserkrankung von frei lebenden und domestizierten Klauentieren, kann jedoch auch andere Tierarten befallen. Sie ist auf der ganzen Welt weit verbreitet. Tiere, welche die Seuche überstanden haben, können lange Zeit Virusträger bleiben. MKS ist für den Menschen ungefährlich, kann aber schwerwiegende wirtschaftliche Schäden durch die Verluste empfänglicher Tiere hervorrufen.

Gemeinschaftsmaßnahmen zur Bekämpfung der Seuche sind in der Richtlinie 2003/85/EG des Rates vom 29. September 2003 zur Aufhebung der früheren Richtlinie 85/511/EWG festgelegt. Die neue Richtlinie sieht Maßnahmen zur Bekämpfung und zur Tilgung der Seuche vor, damit das betroffene Hoheitsgebiet den Status als seuchen- und infektionsfrei wiedererlangen kann. Die Maßnahmen zur Seuchenbekämpfung beruhen auf der Keulung der infizierten Tiere und der Kontaktbestände sowie auf regionalen Beschränkungen der Verbringung empfänglicher Tiere und ihrer Erzeugnisse. Sie enthält auch Vorschriften für die Notimpfung. Zu diesem Zweck unterhält die Gemeinschaft eine der größten Antigenbanken der Welt, damit innerhalb kürzester Zeit Impfstoffe hergestellt werden können.

Die Mitgliedstaaten sind verpflichtet, Krisenpläne bereitzuhalten, und die nationalen Referenzlabors müssen mit dem gemeinschaftlichen Referenzlabor zusammenarbeiten.

http://ec.europa.eu/food/animal/diseases/controlmeasures/fmd_en.htm#desc


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