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IP/07/1198

Brüssel, den 31. Juli 2007

Waldbrände in der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien: EU hilft bei der Bekämpfung

Die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien hat die EU um Unterstützung bei der Bekämpfung der seit Tagen dort wütenden Waldbrände ersucht. Im Bemühen, diese Brände zu löschen, hat der EU-Beitrittskandidat das Katastrophenschutzverfahren der Gemeinschaft eingeschaltet und um Hilfe gebeten. Die Europäische Kommission und die an dem Verfahren beteiligten Länder antworteten mit umfangreicher Unterstützung, die sich auf dem Weg in die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien befindet. Gleichzeitig wurde das Katastrophenschutzverfahren der Gemeinschaft auch für die Waldbrände in Albanien, Bulgarien, Griechenland und Italien aktiviert.

Umweltkommissar Stavros Dimas erklärte: „Diese Geste der Solidarität gegenüber der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien kommt zu einem Zeitpunkt, da es an den südlichen Grenzen Europas brennt und alle unseren verfügbaren Ressourcen aufgebracht werden.“

Am frühen Morgen des 24. Juli 2007 ersuchte die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien ihre europäischen Partner um Katastrophenschutzhilfe. Das Ersuchen wurde vom Beobachtungs- und Informationszentrum (BIZ) der Europäischen Kommission umgehend beantwortet. Das BIZ unterrichtete unverzüglich die Katastrophenschutzbehörden in den insgesamt 30 Ländern, die am Katastrophenschutzverfahren der Gemeinschaft beteiligt sind.

Waldbrände im ganzen Land

Derzeit wüten in den Wäldern etwa 22 Brände, wobei es sporadisch zu neuen Ausbrüchen kommt. Die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien hat ihre gesamten nationalen Ressourcen eingesetzt, doch wurden zur Unterstützung Löschflugzeuge, verschiedene Arten von Schutzausrüstung und Brandbekämpfungsmaterial sowie Waldbrandbekämpfungseinheiten einschließlich Löschfahrzeugen und Personal angefordert.

Mehrere Länder haben der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien über das Katastrophenschutzverfahren Unterstützung angeboten:

  • Slowenien: 1 Hubschrauber
  • Norwegen: Schutzstiefel und –handschuhe, Erste-Hilfe-Sets, Wasserschläuche, Wasserpumpen und andere materielle Unterstützung
  • Dänemark: Atemgeräte und Schutzmasken
  • Polen: Wasserschläuche, Schaumkonzentrat und andere operative Ressourcen
  • Tschechische Republik: Helme
  • Deutschland: Äxte, Wasserpumpen, Sägen, ein aufblasbares Boot und ein Wassertank
  • Österreich und Schweden: 2 Experten für Wildfeuer, die die nationalen Behörden beim Löschen der Brände unterstützen sollen.

Die oben genannte Unterstützung ist in der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien größtenteils bereits eingetroffen oder auf dem Wege dorthin.

Das Gemeinschaftsverfahren für den Katastrophenschutz

Das Gemeinschaftsverfahren[1] hat zum Ziel, die verstärkte Zusammenarbeit bei Katastrophenschutzeinsätzen zu erleichtern. Es unterstützt die Koordinierung der Hilfseinsätze, damit ein Land (innerhalb oder außerhalb der Europäischen Union), das Hilfe braucht, diese Hilfe rasch erhält. Dabei soll insbesondere die bestmögliche Reaktion und Bereitschaft bei schweren Notfällen erreicht werden.

Diese Maßnahmen werden von der Kommission durch Aktivierung ihres in der Generaldirektion Umwelt, Referat Katastrophenschutz, eingerichteten Beobachtungs- und Informationszentrums (BIZ) koordiniert.

An dem Gemeinschaftsverfahren beteiligen sich insgesamt 30 Länder[2]. Damit werden die Mittel, die den betroffenen Ländern weltweit zur Verfügung gestellt werden können, koordiniert.

Das Verfahren ist seit seiner Einrichtung weltweit bereits mehrmals bei Katastrophen zum Einsatz gekommen, so etwa 2003 beim Erdbeben im Iran, 2004 beim Tsunami in Südostasien, 2005 bei den Waldbränden in Portugal, bei Überschwemmungen in Bulgarien und Rumänien, beim Hurrikan Katrina in den USA und beim Erdbeben in Pakistan sowie bei der Krise im Libanon im Jahr 2006. In diesem Jahr wurde das Verfahren im Zusammenhang mit den Überflutungen in Bolivien sowie mit den Waldbränden in Italien, Griechenland und Zypern aktiviert.
Weitere Informationen unter

http://ec.europa.eu/environment/civil/index.htm


[1] Beschluss des Rates vom 23. Oktober 2001 (2001/792/EG, Euratom) (ABl. L 297 vom 15.11.2001, S. 7)

[2] EU 27, Island, Liechtenstein, Norwegen


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