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IP/07/1081
Brüssel, den 12.Juli 2007

Erasmus Mundus II – Referenzprogramm für die internationale Zusammenarbeit im Hochschulbereich

Die Kommission nahm heute einen Vorschlag an, mit dem das künftige Programm Erasmus Mundus für den Zeitraum 2009-2013 aufgelegt werden soll. Erasmus Mundus lief 2004 mit dem Ziel an, die europäische Hochschulbildung als Exzellenzzentrum in der Welt zu fördern. In den drei ersten Studienjahren (2004-2006) nahmen mehr als 2 300 Studierende am Programm teil; über 1 800 Studierende wurden unlängst ausgewählt und können ab September ihr Studium in Europa aufnehmen. Das neue Programm Erasmus Mundus II, das auf dem Vorläuferprogramm aufbaut, soll das Referenzprogramm der EU für die Zusammenarbeit mit Drittstaaten im Hochschulbereich werden. Über einen Zeitraum von fünf Jahren werden rund 950 Millionen EUR für Hochschulen in Europa und Drittstaaten zur Verfügung gestellt; mit diesen Mitteln sollen die Kräfte im Rahmen von gemeinsamen Programmen oder Kooperationspartnerschaften gebündelt und Studierenden aus Europa und aus Drittstaaten Stipendien für einen Auslandsstudienaufenthalt gewährt werden.

„Das derzeitige Programm Erasmus Mundus, das seit seinem Start im Jahr 2004 erfolgreich durchgeführt wird, hat die Einführung von hochwertigen Masterstudiengängen in Europa gefördert und die Attraktivität der europäischen Hochschulen für hochbegabte Studierende aus Drittstaaten erhöht“, so der für allgemeine und berufliche Bildung, Kultur und Jugend zuständige EU-Kommissar, Ján Figel'. „Erasmus Mundus hat entscheidend zur Modernisierung der EU-Hochschulen im Kontext der Globalisierung des Hochschulwesens und des Bologna-Prozesses beigetragen. Nun müssen wir zum einen die vielversprechenden Ergebnisse des aktuellen Programms konsolidieren, und zum anderen ist es erforderlich, einen Schritt weiterzugehen und den Geltungsbereich auszudehnen, damit Erasmus Mundus zum Markenzeichen für die Zusammenarbeit der EU mit Drittstaaten im Hochschulbereich wird.“

Dieser neue Ansatz spiegelt sich in einem breiten Spektrum neuer Programmaktivitäten wider, die gemeinsame Promotionsprogramme, erhöhte finanzielle Unterstützung für europäische Studierende sowie Kooperationspartnerschaften mit bestimmten Weltregionen, die allen Partnern zugute kommen, umfassen.

Benita Ferrero-Waldner, für Außenbeziehungen und Europäische Nachbarschaftspolitik zuständige EU-Kommissarin, meinte: „In den vergangenen Jahren hat Erasmus Mundus vor allem mit den Masterprogrammen sein Potenzial als wirksames Instrument im Bereich der Hochschulbildung unter Beweis gestellt. Mit Erasmus Mundus II wollen wir nun das Potenzial der Zusammenarbeit zwischen europäischen Hochschulen und Hochschulen aus Drittstaaten in der ganzen Welt voll ausschöpfen. Der Geltungsbereich des neuen Programms wird in puncto Teilnehmer, Programmangebote und Stipendien ausgedehnt. Das künftige Programm stellt darauf ab, die Qualität der europäischen Hochschulbildung zu erhöhen, die Ziele der EU-Außenpolitik zu flankieren, die nachhaltige Entwicklung von Drittstaaten im Hochschulbereich zu unterstützen sowie den Dialog und das Verständnis zwischen Völkern und Kulturen zu fördern.“

Der heute angenommene Vorschlag basiert auf den Schlussfolgerungen einer externen Zwischenbewertung des aktuellen Programms, einer Ex-ante-Folgenabschätzung für das neue Programm und einer umfassenden Konsultation der wichtigsten betroffenen Kreise, einschließlich Hochschulen, Lehrkräften und Studierenden. Laut Bewertungsbericht hat das derzeitige Programm seine Zielvorgaben weitgehend erreicht, und eine Fortsetzung des Programms wird nachdrücklich empfohlen. In den drei ersten Studienjahren nahmen 2 325 Studierende aus Drittstaaten aus 100 Ländern und 323 Hochschulen in und außerhalb von Europa mit Erfolg am Programm teil; weitere 1 826 Studierende werden ab September 2007 ein Studium in Europa absolvieren.

Die Kommission hat daher beschlossen, die derzeitigen Aktivitäten zu konsolidieren und auszudehnen sowie dem Programm eine zusätzliche Dimension zu verleihen. Nachstehend die Aktivitäten des neuen Programms:

  • Unterstützung von gemeinsamen Programmen von herausragender akademischer Qualität auf Master- und Promotionsebene, einschließlich Stipendienprogrammen für begabte Studierende und hochkarätige Akademiker aus der Europäischen Union und aus Drittstaaten;
  • Förderung von Partnerschaften zwischen europäischen Hochschulen und Hochschulen aus Drittstaaten in bestimmten Weltregionen als Basis für strukturierte Zusammenarbeit, Übertragung von Know-how, Austausch und Mobilität auf allen Niveaus der Hochschulbildung;
  • Unterstützung von Maßnahmen, die zur Steigerung der weltweiten Attraktivität von Europa als Studienort beitragen.

Die wichtigsten Neuerungen im Programmvorschlag sind folgende:

  • Mehr Möglichkeiten und größere Vielfalt bei den Modalitäten der institutionellen Zusammenarbeit zwischen Hochschulen in Europa und in Drittstaaten sowie bei den individuellen Mobilitätsprogrammen;
  • Ausdehnung von Erasmus Mundus auf die Promotionsstudiengänge und teilweise auf das Grundstudium;
  • intensivere finanzielle Unterstützung von europäischen Studierenden durch ein attraktiveres Stipendienangebot.

Nachdem sie den Vorschlag heute angenommen hat, wird die Kommission ihn dem Rat und dem Europäischen Parlament unterbreiten. Das neue Programm dürfte 2008 verabschiedet werden und im Januar 2009 in Kraft treten, wenn das derzeitige Programm ausläuft. Mit diesem Zeitplan kann eine Unterbrechung der Kooperationsmaßnahmen während des Übergangs vom derzeitigen zum künftigen Programm vermieden werden.

Weitere Informationen:

http://ec.europa.eu/education/programmes/mundus/index_de.html


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