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Besserer Sonnenschutz durch Maßnahmen der Europäischen Kommission

European Commission - IP/07/1036   09/07/2007

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IP/07/1036

Brüssel, 9. Juli 2007

Besserer Sonnenschutz durch Maßnahmen der Europäischen Kommission

Diesen Sommer wird für die Verbraucher ein neues, klareres Kennzeichnungssystem für Sonnenschutzmittel eingeführt. Die neue Kennzeichnung – darunter ein neues UV-A-Logo oder -Siegel auf den Produkten und ein Verbot irreführender Angaben wie „Sunblocker“ oder „völliger Schutz“ – ist die Reaktion auf eine Empfehlung der Kommission vom September 2006 über Sonnenschutzmittel. Die Kommission erläutert das neue Kennzeichnungssystem für Sonnenschutzmittel und will durch eine Informationskampagne in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten die Bevölkerung darüber aufklären, dass es mehrere Gründe gibt, warum die Anwendung von Sonnenschutzmitteln nur eine von mehreren Maßnahmen ist, die zum Schutz vor der UV-Strahlung der Sonne getroffen werden sollten. Das verbesserte Kennzeichnungssystem wird derzeit eingeführt und in diesem Sommer auf etwa 20 % der Sonnenschutzmittel zu finden sein.

Dazu erklärte die für Verbraucherangelegenheiten zuständige Kommissarin Meglena Kuneva: „Die Verbraucher brauchen klare und genaue Informationen über Sonnenschutzmittel, damit sie eine Wahl in Kenntnis der Sachlage treffen können. Wir müssen die Kernbotschaft, dass die Verwendung von Sonnenschutzmitteln nur eine von mehreren Maßnahmen ist, die für einen wirksamen Sonnenschutz notwendig sind, mit Nachdruck verbreiten.“ Der für Gesundheit zuständige Kommissar Markos Kyprianou sagte: „Sonnenschutzmittel können bei richtigem Gebrauch zum Schutz gegen Hautkrebs beitragen, sie allein reichen jedoch nicht aus. Man sollte sich vernünftigerweise nicht zu lange an der Sonne aufhalten, vor allem nicht in der Mittagszeit, und sich zusätzlich mit Hut und Sonnenbrille schützen.“

Verbesserte Kennzeichnung

In der Kampagne der Kommission werden die Verbesserungen der Kennzeichnung von Sonnenschutzmitteln vorgestellt, die in der Empfehlung der Kommission vom September 2006 über die Wirksamkeit von Sonnenschutzmitteln und diesbezügliche Herstellerangaben gefordert wurden. Im Einzelnen:

  • Angaben wie „Sunblock“ oder „völliger Schutz“ sollten nicht mehr auf dem Produkt erscheinen. Auch wenn häufig die Angabe „Sunblocker“ oder „völliger Schutz“ gemacht wird, ist kein Sonnenschutzmittel in der Lage, einen vollständigen Schutz gegen UV-Strahlung zu bieten.
  • Genormte verbale Bezeichnungen („niedrig“, „mittel“, „hoch“ und „sehr hoch“) sollten neben der traditionellen Angabe des Sonnenschutzfaktors als Anhaltspunkt für die Wahl des geeigneten Sonnenschutzmittels angebracht werden.
  • Der UV-A-Schutz sollte besser gekennzeichnet werden: die UV-B-Strahlung verursacht den so genannten Sonnenbrand, die UV-A-Strahlung dagegen führt zur vorzeitigen Hautalterung und zu Störungen des menschlichen Immunsystems. Beide Strahlungsarten tragen stark zur Entwicklung von Hautkrebs bei. Der so genannte Sonnenschutzfaktor bezieht sich nur auf den entsprechenden Grad an Sonnenbrand (UV-B-Strahlung) und nicht auf ähnliche Auswirkungen durch UV-A-Strahlung. Sonnenschutzmittel, die nur gegen UV-B-Strahlung schützen, könnten ein falsches Sicherheitsgefühl vermitteln, da sie die gefährliche UV-A-Strahlung an die Haut lassen. Die Hersteller beginnen derzeit damit, ein genormtes UV-A-Siegel für ihre Produktetiketten zu entwickeln, das einen quantifizierten Mindest-UV-A-Schutz angibt, der parallel zum Sonnenschutzfaktor steigt und auf einer genormten Testmethode basiert.

UVA

Daten zu den Herstellern von Sonnenschutzmitteln

Nach und nach wird die Kosmetikindustrie dann die genormte Angabe des UVA-Schutzes mit einem neuen Logo einführen, wie dies in einer Empfehlung der Europäischen Kommission neueren Datums festgelegt wurde. Da die Etiketten für 2007 bereits gedruckt sind, werden diese Angaben erst im Sommer 2008 umfassend auf den Produkten zu finden sein. Dies bedeutet jedoch nicht, dass andere Produkte keinen entsprechenden UVA-Schutz bieten. Im Moment wird empfohlen, weiterhin das ganze Etikett zu lesen.

Was die Verbraucher diesen Sommer wissen sollten

Das verbesserte Kennzeichnungssystem wird im Sommer 2007 im Handel „sichtbar“ werden. Gleichzeitig wird den Verbrauchern geraten, Sonnenschutzmittel nur als eine von vielen Sonnenschutzmaßnahmen zu verwenden. Zu diesen Maßnahmen zählen u. a.:

  • Halten Sie sich in der Zeit der stärksten Sonneneinstrahlung, d. h. etwa zwischen 11.00 und 15.00 Uhr, nicht zu lange in der Sonne auf.
  • Wenn es nicht möglich ist, die Sonne zu meiden, schützen Sie Ihre Haut durch Kleidung; Hüte und Sonnenbrillen können zusätzlich schützen.
  • Setzen Sie Babys und Kleinkinder nicht dem direkten Sonnenlicht aus.
  • Verwenden Sie Sonnenschutzmittel, die sowohl gegen UVB- als auch gegen UVA-Strahlung schützen.
  • Tragen Sie Sonnenschutzmittel in ausreichender Menge auf. Die richtige Anwendung des Produkts ist so wichtig wie die Wahl des Produkts selbst. Damit der mit dem Sonnenschutzfaktor angegebene Schutz erreicht wird, müssen 2 mg/cm² an Sonnenschutzmittel auf die Haut aufgetragen werden, d. h. etwa 36 g (6 Teelöffel) Sonnencreme auf den Körper eines Erwachsenen. Derzeit verwenden die Verbraucher normalerweise nur etwa die Hälfte dieser Menge. Nach dem Schwimmen oder Abtrocknen muss wieder so viel Sonnencreme aufgetragen werden, damit der Schutz aufrecht erhalten wird.
  • Folgende Piktogramme werden diese und andere Tatsachen und Zahlen zum Sonnenschutz in der beiliegenden Mitteilung unterstützen. Verbraucherwebsite der Kommission

- [ Die Graphik finden sie im PDF und WORD PROCESSED Dokument ][Image][ Die Graphik finden sie im PDF und WORD PROCESSED Dokument ][Image][ Die Graphik finden sie im PDF und WORD PROCESSED Dokument ][Image][ Die Graphik finden sie im PDF und WORD PROCESSED Dokument ][Image]

Sensibilisierungskampagne

Die Kampagne wird im nächsten Jahr von der Kommission und nationalen Partnern der freiwilligen Vereinbarung in verschiedenen Mitgliedstaaten durchgeführt. Genutzt werden dazu Websites, die Presse, Poster, Partnerschaften mit Reiseveranstaltern und die Werbung.

Daten zu den Herstellern von Sonnenschutzmitteln: Die EU ist ein großer und wachsender Markt für Sonnenschutzmittel. Im Jahr 2005 lag der Einzelhandelswert (Einzelhandelsverkaufspreis) von Sonnenschutzmitteln in Europa bei schätzungsweise über 1,3 Milliarden €. Im Jahr 2006 stieg der Absatz in der EU leicht an. Der Sonnenschutzmittelmarkt in der EU wird beherrscht von europäischen Unternehmen: Unter den zehn größten Lieferanten in der EU sind nur drei nichteuropäische Unternehmen, deren Marktanteil etwa 10 % beträgt.

Helen Kearns : +32 2 29 8 76 38

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