IP/07/1013
Brüssel, den 4. Juli 2007
In Deutschland hat das nationale Referenzlabor nunmehr das Virus der hoch ansteckenden Vogelgrippe bei einem Schwarzhalstaucher (Podiceps nigricollis) in Thüringen, nahe der Grenze zu Sachsen, bestätigt.
Die französischen Behörden haben einen Verdacht auf Vogelgrippe des Typs H5 bei drei im Departement Moselle tot aufgefundenen wilden Schwänen gemeldet und führen weitere Tests im nationalen Referenzlabor durch, um festzustellen, um welchen Virusstamm es sich genau handelt.
Auch im Bezirk Gmunden in Oberösterreich wurde ein Verdachtsfall der hoch pathogenen Vogelgrippe gemeldet, da eine Reihe von Wildvögeln klinische Anzeichen dieser Seuche aufwiesen. Die österreichischen Behörden haben Proben von diesen Vögeln an das nationale Referenzlabor geschickt und erwarten die Ergebnisse zur Art des Virusstamms in den nächsten Tagen.
Deutschland, Frankreich und Österreich haben alle umgehend auf die Verdachtsfälle und die bestätigten Ausbrüche der hoch pathogenen Vogelgrippe bei Wildvögeln reagiert und wenden die Maßnahmen an, welche mit der Kommissionsentscheidung 2006/563/EG mit Maßnahmen zum Schutz gegen die hoch pathogene Aviäre Influenza des Subtyps H5N1 bei Wildvögeln in der Gemeinschaft festgelegt wurden. Die Maßnahmen bestehen in der Abgrenzung von Kontroll- und Beobachtungszonen im Umkreis des diagnostizierten Falls. Diese Abgrenzung berücksichtigt die geografischen, ökologischen und epidemiologischen Gegebenheiten des betroffenen Gebiets. In der Kontrollzone müssen die Biosicherheitsmaßnahmen in den Betrieben verschärft werden, das Jagen von Wildvögeln ist verboten, die Geflügelhalter müssen stärker sensibilisiert werden, Geflügel darf nur direkt zum Schlachthof verbracht werden und es ist verboten, Fleisch aus der Kontrollzone zu verbringen, sofern die Erzeugnisse nicht den im EU-Lebensmittelrecht vorgeschriebenen Kontrollen unterzogen worden sind.
Diese Maßnahmen sollen die Ausbreitung der Vogelgrippe von
Wildvögeln auf in Gefangenschaft gehaltene Vögel sowie die
Kontaminierung von Erzeugnissen vermeiden.
Weitere Informationen sind von
folgender Website abrufbar:
http://ec.europa.eu/dgs/health_consumer/dyna/influenza/index.cfm