Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR EL

IP/07/1013

Brüssel, den 4. Juli 2007

Bestätigung der Vogelgrippe bei Wildvögeln in einer weiteren Region in Deutschland und Verdachtsfälle in Frankreich und Österreich

Die französischen und die österreichischen Behörden haben die Kommission über neue Verdachtsfälle der hoch ansteckenden Vogelgrippe bei Wildvögeln auf ihrem Hoheitsgebiet informiert. Deutschland hat zudem das Auftreten der Seuche in Thüringen bestätigt. Alle drei Mitgliedstaaten wenden die Vorsorgemaßnahmen gemäß den EU-Rechtsvorschriften an. Auch arbeiten einzelstaatliche Labors intensiv daran, festzustellen, ob die Ausbrüche vom H5N1-Virus verursacht wurden, und sie stehen in engem Kontakt zum gemeinschaftlichen Referenzlabor im britischen Weybridge. Diese jüngsten Fälle bei Wildvögeln folgen auf die Bestätigung der Vogelgrippe vom Typ H5N1 in zwei Geflügelhaltungsbetrieben und bei einem wilden Schwan in der Tschechischen Republik sowie bei Wildvögeln in Bayern und Sachsen in den letzten zwei Wochen (siehe IP/07/878). Das H5N1-Virus verursachte in der EU mehr als 700 gemeldete Fälle der Vogelgrippe bei Wildvögeln im letzten Jahr.

In Deutschland hat das nationale Referenzlabor nunmehr das Virus der hoch ansteckenden Vogelgrippe bei einem Schwarzhalstaucher (Podiceps nigricollis) in Thüringen, nahe der Grenze zu Sachsen, bestätigt.

Die französischen Behörden haben einen Verdacht auf Vogelgrippe des Typs H5 bei drei im Departement Moselle tot aufgefundenen wilden Schwänen gemeldet und führen weitere Tests im nationalen Referenzlabor durch, um festzustellen, um welchen Virusstamm es sich genau handelt.

Auch im Bezirk Gmunden in Oberösterreich wurde ein Verdachtsfall der hoch pathogenen Vogelgrippe gemeldet, da eine Reihe von Wildvögeln klinische Anzeichen dieser Seuche aufwiesen. Die österreichischen Behörden haben Proben von diesen Vögeln an das nationale Referenzlabor geschickt und erwarten die Ergebnisse zur Art des Virusstamms in den nächsten Tagen.

Deutschland, Frankreich und Österreich haben alle umgehend auf die Verdachtsfälle und die bestätigten Ausbrüche der hoch pathogenen Vogelgrippe bei Wildvögeln reagiert und wenden die Maßnahmen an, welche mit der Kommissionsentscheidung 2006/563/EG mit Maßnahmen zum Schutz gegen die hoch pathogene Aviäre Influenza des Subtyps H5N1 bei Wildvögeln in der Gemeinschaft festgelegt wurden. Die Maßnahmen bestehen in der Abgrenzung von Kontroll- und Beobachtungszonen im Umkreis des diagnostizierten Falls. Diese Abgrenzung berücksichtigt die geografischen, ökologischen und epidemiologischen Gegebenheiten des betroffenen Gebiets. In der Kontrollzone müssen die Biosicherheitsmaßnahmen in den Betrieben verschärft werden, das Jagen von Wildvögeln ist verboten, die Geflügelhalter müssen stärker sensibilisiert werden, Geflügel darf nur direkt zum Schlachthof verbracht werden und es ist verboten, Fleisch aus der Kontrollzone zu verbringen, sofern die Erzeugnisse nicht den im EU-Lebensmittelrecht vorgeschriebenen Kontrollen unterzogen worden sind.

Diese Maßnahmen sollen die Ausbreitung der Vogelgrippe von Wildvögeln auf in Gefangenschaft gehaltene Vögel sowie die Kontaminierung von Erzeugnissen vermeiden.
Weitere Informationen sind von folgender Website abrufbar:

http://ec.europa.eu/dgs/health_consumer/dyna/influenza/index.cfm


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website