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Ernteertragvorhersage der Kommission: Europäische Getreideerzeugung trotz Trockenheit stabil

European Commission - IP/06/994   14/07/2006

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IP/06/994

Brüssel, den 14. Juli 2006

Ernteertragvorhersage der Kommission: Europäische Getreideerzeugung trotz Trockenheit stabil

Detaillierte wissenschaftliche Analysen der Europäischen Kommission mit Hilfe ihres fortgeschrittenen Vorausschätzungssystems für die Ernteerträge zeigen, dass trotz der Trockenheit in den betroffenen Mittelmeergebieten die Gesamtgetreideernte in der EU dem Durchschnitt der letzten fünf Jahre entspricht (-0,5 %). Wieder einmal fällt die Ernte in Südeuropa (Spanien, Portugal, Frankreich, Italien und Griechenland) dürrebedingt niedrig aus. Die heute von der Kommission veröffentlichten Vorausschätzungen enthalten Angaben zu den wichtigsten Kulturpflanzen in der Europäischen Union im Vergleich zur Produktion des Vorjahres und den durchschnittlichen Ernteerträgen in den letzten fünf Jahren. Sie nennen ferner die von der diesjährigen Trockenheit besonders betroffenen Regionen und vergleichen die Situation mit extremen Trockenperioden der Vergangenheit.

Die Ernteerträge in der EU werden in diesem Jahr von ähnlichen Bedingungen wie 2005 beeinträchtigt, wenn auch in etwas abgeschwächter Form. Trockenheit und Hitze haben erneut die Wasserressourcen in den betroffenen Gebieten reduziert. Wenn die Trockenheit andauert, könnte ein noch größeres Gebiet betroffen sein und die Erträge könnten noch weiter sinken. Die daraus resultierenden Folgen für die Bewässerung würden sich außerdem negativ auf Körnermais, Zuckerrüben und Kartoffeln auswirken.

Die Kommission sagt eine potentielle Ertragssteigerung für Weichweizen, Wintergerste und Mais von 4,3 %, 2,3 % bzw. 3,0 % im Vergleich zu den Durchschnittswerten von 2001 bis 2005 voraus, für Hartweizen und Sommergerste jedoch einen Rückgang von 2,3 % bzw. 4,4 %.

Das von der derzeitigen Trockenheit betroffene geographische Gebiet ist kleiner als bei der extremen Dürre von 2003 und 2005. So macht das Gebiet, in dem die Weizenproduktion unter der Trockenheit leidet, 2006 14 % des Gesamtgebietes der EU aus – 2005 waren es dagegen 17 % und 2003 gar 23 %. In einigen der betroffenen Gebiete – Südfrankreich (Languedoc Roussillon, Provence-Côte d’Azur), Katalonien, Sardinien sowie Mittel- und Nordwestitalien – verschlechtert sich jedoch die Situation hinsichtlich der seit Frühling entstandenen Wasserreserven.

Positiv ist zu verzeichnen, dass in den am stärksten betroffenen Regionen die Niederschläge 2006 erst hauptsächlich im Frühling ausblieben, also sehr viel später als 2005 (damals reichte dies bis Herbst 2004 zurück), und dass in den nördlichsten dieser Gebiete die hohen Temperaturen erst später auftraten, so dass für den Feuchtigkeitsgehalt des Boden weniger dramatische Folgen zu verzeichnen waren als im Vorjahr.

Da einige Gebiete sowohl 2005 als auch 2006 von der Trockenheit betroffen waren, besteht Anlass zur Sorge für den Zustand ihrer Wasserreserven. Des Weiteren zeigen Analysen der extremen Dürreperioden der letzten 30 Jahre auf, dass in den letzten 15 Jahren einige betroffene Gebiete (Südostspanien, Nordwestfrankreich und Mittelitalien) immer öfter von Trockenheit heimgesucht wurden.

Detaillierte Voraussagen für Ernte und Länder werden im MEMO/06/284 veröffentlicht.

Weitere Informationen: http://agrifish.jrc.it/marsstat/


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