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Kommission begrüßt Annahme der Richtlinie über Eigenkapitalanforderungen

European Commission - IP/06/797   19/06/2006

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IP/06/797

Brüssel, den 19. Juni 2006

Kommission begrüßt Annahme der Richtlinie über Eigenkapitalanforderungen

Die Europäische Kommission hat die Annahme der Richtlinie über die Eigenkapitalanforderungen für Kreditinstitute und Wertpapierfirmen durch den Rat und das Europäische Parlament begrüßt. Mit dieser Richtlinie wird ein aktualisierter Aufsichtsrahmen für diese Institute in der EU eingeführt, der den Basel II-Vorschriften über Eigenkapitalanforderungen Rechnung trägt, die auf G10-Ebene vereinbart wurden. Die Mitgliedstaaten können sich nun auf die Umsetzung und die Durchführung dieser Richtlinie bis Ende dieses Jahres konzentrieren.

Das für Binnenmarkt und Dienstleistungen zuständige Kommissionsmitglied Charlie McCreevy meinte dazu: “Dies ist der letzte Schritt eines langen Prozesses, denn die Diskussionen in Basel zur Aktualisierung der Regeln auf G10-Ebene begannen bereits 1998. Die Umsetzung dieser Richtlinie wird sowohl der EU-Wirtschaft als auch der Finanzstabilität zu Gute kommen und Vorteile für die Unternehmen und die Verbraucher bringen. Der nächste wichtige Schritt wird sein, diese Rechtsvorschriften nun kohärent in der gesamten Europäischen Union umzusetzen."

Die hervorragende Zusammenarbeit zwischen dem Europäischen Parlament, dem Rat und der Kommission führte im Oktober 2005 zu einer politischen Einigung auf diese wichtige Maßnahme. Die Richtlinie, die Bestandteil des Aktionsplans für Finanzdienstleistungen war, aktualisiert den derzeitigen Eigenkapitalrahmen, um ihn umfassender und risikosensitiver zu gestalten, indem ein verstärktes Risikomanagement der Finanzinstitute unterstützt wird. Damit wird die Wirksamkeit dieses Rahmens maximal ausgeschöpft, indem die Finanzstabilität weiterhin gewährleistet und das Vertrauen in die Finanzinstitute und der Verbraucherschutz auch in Zukunft sichergestellt werden. Eine verbesserte Risikosensitivät bei den Eigenkapitalanforderungen wird zu einer effizienteren Allokation der Ressourcen führen und somit die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Wirtschaft weiterhin stärken.

Ein wesentlicher Aspekt dieses neuen Rahmens ist seine Flexibilität. So erhalten die Institute Gelegenheit, den für ihren spezifischen Fall und den Grad der Ausreifung ihres Risikomanagements am Besten geeigneten Ansatz zu wählen.

Mit der neuen Regelung wird auch sichergestellt, dass die Eigenkapitalanforderungen für die Kreditvergabe an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) angemessen und verhältnismäßig sind, womit dem Stellenwert der KMU für die EU-Wirtschaft Rechnung getragen wird.

Die Mitgliedstaaten haben die Richtlinie ab Anfang 2007 anzuwenden. Die ausgereifteren Risikoansätze werden allerdings erst ab 2008 verfügbar sein. Dieser Zeitplan entspricht dem der globalen Einführung der Basel II-Vorschriften.

Weitere Einzelheiten zur EU-Politik auf dem Gebiet der Eigenkapitalanforderungen sind auf der folgenden Webseite abrufbar: http://ec.europa.eu/internal_market/bank/regcapital/index_de.htm


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