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Brüssel, den 24. Januar 2006

Türkei-Besuch von Kommissar Kyprianou: Unterstützung bei der Bekämpfung der Vogelgrippe

Der für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständige EU-Kommissar Markos Kyprianou wird vom 25. bis 27. Januar die Türkei besuchen, um die Solidarität der EU mit der Türkei bei ihrem Kampf gegen die Vogelgrippe zu bekräftigen. Der Besuch schließt sich an die konstruktiven Gespräche an, die Kommissar Kyprianou auf der internationalen Geberkonferenz in Peking mit dem türkischen Landwirtschaftsminister Mehmet Mehdi Eker geführt hat. Kyprianou wird während seines Besuchs auch mit dem türkischen Gesundheitsminister Recep Akdag zusammentreffen und die Behörden besuchen, die für die Vogelgrippe-Überwachung vor Ort zuständig sind. Außerdem wird der Kommissar ein Team hochrangiger Veterinärsachverständiger aus der EU vorstellen, das die Türkei bei der Kontrolle und Tilgung der Vogelgrippe unterstützen und beraten wird. Zudem bereiten die Kommissionsmitglieder Rehn und Kyprianou derzeit gemeinsam eine Entscheidung der Kommission vor, mit der kurzfristig Heranführungshilfen für die Türkei in Höhe von etwa 8 Mio. Euro speziell für die Bekämpfung der Vogelgrippe bereitgestellt werden sollen.

Kommissar Kyprianou sagte: „Seit dem ersten Ausbruch der Vogelgrippe in der Türkei war uns klar, dass wir alle Mann an Bord holen müssen, um die Krankheit wirksam zu bekämpfen und ihre weitere Ausbreitung in Europa zu verhindern. Die türkischen Behörden, die EU und unsere internationalen Partner müssen diese ausgesprochen schwierige Situation gemeinsam bewältigen. Insbesondere als Kandidatenland kann sich die Türkei auf ein Höchstmaß an Kooperation und Unterstützung von Seiten der EU verlassen, und ich betrachte diesen Besuch als gute Gelegenheit, die Zusammenarbeit zwischen der EU und der Türkei bei der Bekämpfung – und Tilgung – der Vogelgrippe weiter zu intensivieren.“

Nach seiner Unterredung mit Minister Akdag wird Kommissar Kyprianou das Refik Saydam Hygiene Center (Referenzlabor) und das Vogelgrippe-Krisenzentrum des Gesundheitsministeriums besuchen. Daran schließt sich um 12.00 (A Blok 1.Kat No: 55 Sihhiye-Ankara). Uhr eine Pressekonferenz mit dem Minister im Gesundheitsministerium an. Danach trifft sich Kyprianou mit Landwirtschaftsminister Mehdi Eker, ebenfalls gefolgt von einer gemeinsamen Pressekonferenz um 15.30 (Milli Müdafaa cad. NO: 20 Kizilay) Uhr im Landwirtschaftsministerium. Abschließend besucht Kommissar Kyprianou das Etlik Veterinary Control and Research Institute.

Mittlerweile hat sich bestätigt, dass es sich bei dem Virus, an dem in den letzten Wochen in der Türkei vier Kinder gestorben und zahlreiche Bürger erkrankt sind, um den asiatischen Stamm des Vogelgrippe-Virus handelt. In allen Fällen sind die Erkrankungen auf direkte Kontakte zwischen Menschen und infizierten Tieren zurückzuführen. Die türkischen Behörden haben bereits große Anstrengungen unternommen, um die Ausbreitung des asiatischen Stamms in Geflügel und Wildvögeln im gesamten Land einzudämmen, doch leider ist es noch nicht gelungen, die Krankheit unter Kontrolle zu bringen.

Ein Schwerpunkt des Türkei-Besuchs von Kommissar Kyprianou wird darin liegen, zu prüfen, inwieweit das Land Unterstützung im Veterinärbereich benötigt und welche weiteren Maßnahmen zur Überwachung von Vogelgrippe-Ausbrüchen getroffen werden können. Er wird deutlich machen, dass die Tilgung des Virus bei Vögeln oberste Priorität hat, um die Menschen vor Infektionen mit der Vogelgrippe in ihrer jetzigen Form oder mit einem potenziell gefährlicheren Stamm zu schützen, der sich durch Mutation entwickeln könnte.

Da Kommissar Kyprianou erstmals die Türkei besucht, wird er außerdem die Gelegenheit nutzen, sich von den Fortschritten der Türkei bei der Angleichung an den EU-Besitzstand in den Bereichen Lebensmittelsicherheit und Tiergesundheit im Rahmen des Beitrittsprozesses zu überzeugen.

Hochrangige Experten

Auf Initiative von Kommissar Kyprianou hat die Kommission ein Team hochrangiger Veterinärsachverständiger zusammengestellt, die eine Woche in der Türkei verbringen werden, um die dortigen Behörden bei einem wirksamen Vorgehen gegen die derzeitigen Vogelgrippe-Ausbrüche zu unterstützen. Finanziert wird die Arbeit des Teams im Rahmen von TAIEX, dem EU-Programm für Informationsaustausch und technische Hilfe für Kandidaten- und Beitrittsländer.

Das Team wird eng mit den anderen internationalen Experten zusammenarbeiten, die ebenfalls vor Ort tätig sind. Die EU unterstützt die Türkei und andere betroffene Länder bereits seit einiger Zeit durch EU-Experten, und das Team wird dieses Engagement weiter bekräftigen. Bereits seit Meldung des ersten Infektionsfalls sind EU-Experten in der Türkei tätig.
Nähere Informationen unter:

http://ec.europa.eu/dgs/health_consumer/dyna/influenza/index.cfm


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