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IP/06/476

Brüssel, den 7. April 2006

„.eu“: Seit heute steht Europas neue Internetdomäne jedermann offen

Ab heute, 11:00 Uhr, haben alle in der Europäischen Union ansässigen Personen die Möglichkeit, einen Namen unter der Domäne „.eu“ registrieren zu lassen. Staatsbürgerschaft eines EU-Mitgliedstaates ist dabei kein Muss. Die Bearbeitung der Anträge erfolgt in der Reihenfolge ihres Eingangs. Zugleich endet heute die Vorabregistrierungsfrist, während der 320 000 Anträge auf „.eu“-Domänennamen von Markeninhabern, öffentlichen Stellen und Inhabern anderer vorrangiger Rechte (z. B. nicht eingetragene Handelsmarken, Geschäftsbezeichnungen, Urheberrechte) eingereicht wurden. Am Europatag, dem 9. Mai 2006, werden auch die Institutionen und Beamten der EU geschlossen auf „.eu“ umstellen.

„Heute wird Europas wettbewerbsfähige Wissensgesellschaft im Internet deutlich sichtbar für die ganze Welt.“ meint dazu Viviane Reding, Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien. „Nun können Europa und seine Bürger – geschützt durch EU-Vorschriften – eine eigene Identität im Internet zeigen. Ich denke, dass in den ersten Stunden der Registrierungsphase tausende von Anträgen eingehen werden und dass man die Domäne „.eu“ bald in einem Atemzug mit „.com“ nennen wird.“

Wer einen „.eu“-Domänennamen registrieren lassen will, sucht sich auf http://list.eurid.eu/registrars/ListRegistrars.htm?lang=de
eine zugelassene Registrierstelle aus. Der „.eu“-Domänenname wird dann binnen weniger Stunden freigeschaltet. Die Kosten für die Registrierung sind nicht überall in der EU gleich. Günstigstenfalls beträgt die Gesamtsumme (die von Registrierstelle und Registern erhoben wird) nur 12 €. Da hunderte von Registrierstellen anbieten, Domänennamen anzumelden, sollten jeder genau vergleichen, wo der attraktivste Preis, die beste Qualität und die gewünschten Leistungen geboten werden.

Die während der allgemeinen Anmeldungsfrist gestellten Anträge werden in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet – das heißt, wenn zwei Antragsteller denselben Domänennamen beantragen, registriert das „.eu“-Register den Antrag, der zuerst eingegangen ist. Im Gegensatz zu Anträgen während der Vorabregistrierung werden die jetzt gestellten Anträge ohne weitere Formalitäten binnen weniger Stunden nach ihrem Eingang registriert.

Der Internetauftritt der EU-Institutionen (der größte in Europa) und die E-Mailadressen der EU-Beamten werden am 9. Mai, dem Europatag, auf die „.eu“-Domäne umgestellt. Für mindestens ein Jahr werden die alten Adressen neben den neuen ihre Gültigkeit behalten. Danach sind ausschließlich die „.eu“-Adressen zu verwenden. Die Kommission wird unter Leitung von Vizepräsident Siim Kallas (auch zuständig für die Einführung der „eCommission“) auf diese Umstellung vorbereitet.

Hintergrund

Seit dem 7. Dezember 2005 nimmt EURid[1] (eine gemeinnützige Organisation, die von der Europäischen Kommission nach einer öffentlichen Ausschreibung mit der Leitung der Registrierung beauftragt wurde) Anträge für Registrierungen von Domänennamen an. Zunächst durften Registrierungsanträge für die „.eu“-Domäne nur von öffentlichen Stellen und von den Inhabern eingetragener Marken gestellt werden (vom 7. Dezember 2005 bis 7. Februar 2006). Diese Möglichkeit wurde dann auf Inhaber anderer „vorrangiger Rechte“ ausgeweitet, z. B. auf Firmennamen oder Geschäftsbezeichnungen (vom 7. Februar bis 7. April 2006). Ab heute, 11:00 Uhr, steht die Registrierung von „.eu“-Domänennamen nun allen Antragstellern aus der Europäischen Union offen.
Weitere Informationen zur Beantragung eines „.eu“-Domänennamens sowie weitere Angaben zur Verwaltung:

EURid:

http://www.eurid.eu/de
Kommission:

http://ec.europa.eu/information_society/policy/doteu/index_en.htm

MEMO/06/159


[1] Arbeitsbezeichnung des gemeinnützigen Konsortiums folgender 3 Registrierstellen: DNS-BE (Belgien), IIT CNR (Italien) und NIC SE (Schweden).


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