Navigation path

Left navigation

Additional tools

Other available languages: EN FR SV PL

IP/06/360

Brüssel, den 22. März 2006

Kommission unterstützt Schweden mit rund 82  Millionen EUR bei der Bewältigung der Sturmkatastrophe von 2005

Die für Regionalpolitik und den Solidaritätsfonds zuständige EU-Kommissarin Danuta Hübner hat eine Vereinbarung unterzeichnet, nach der Schweden 81 724 975 EUR zur Erstattung der Kosten für Dringlichkeitsmaßnahmen nach dem heftigen Sturm vom Januar 2005 erhält. Der Zuschuss wird aus dem Solidaritätsfonds der Europäischen Union gewährt und dient der Erstattung öffentlicher Ausgaben für Dringlichkeitsmaßnahmen, insbesondere für Rettungsdienste, Säuberungsmaßnahmen in den betroffenen Gebieten und die Instandsetzung der grundlegenden Infrastruktur.

Kommissarin Hübner, die für den Solidaritätsfonds zuständig ist, erklärte: „Schweden wurde von der Sturmkatastrophe Anfang letzten Jahres besonders hart getroffen. Dank der heutigen Vereinbarung können wir das Land finanziell unterstützen, indem wir einen Teil der ernormen finanziellen Kosten ausgleichen und dazu beitragen, die Lebensbedingungen der von dieser Naturkatastrophe schwer betroffenen Bevölkerung zu verbessern.”

Am 8. und 9. Januar 2005 tobte in Nordeuropa ein starker Sturm, der beträchtliche Schäden verursachte. Auf Antrag der schwedischen, estnischen, lettischen und litauischen Behörden schlug die Europäische Kommission vor, den Solidaritätsfonds der Europäischen Union für vier Zuschüsse in Höhe von insgesamt knapp 93 Mio. EUR zu mobilisieren, um bei der Bewältigung der Sturmfolgen zu helfen.

Nach Schätzungen der schwedischen Behörden war dies die mit Abstand verheerendste Naturkatastrophe der Gegenwart. Im Süden des Landes waren die Schäden besonders hoch und werden auf rund 2,3 Mrd. EUR geschätzt. Durch den Sturm, der 75 Millionen Kubikmeter Fallholz verursachte sowie die Stromversorgung und die Telekommunikation beeinträchtigte, kamen neun Menschen ums Leben.

Hintergrund

Der im Jahr 2002 errichtete EU-Solidaritätsfonds dient dazu, den Mitgliedstaaten und beitretenden Ländern im Falle einer Katastrophe größeren Ausmaßes Soforthilfe zu gewähren. Seine jährliche Mittelausstattung beträgt 1 Mrd. EUR. Um eine Unterstützung aus dem Solidaritätsfonds erhalten zu können, müssen die Länder eine dokumentierte Schadensschätzung vorlegen, die von der Kommission anhand bestimmter Kriterien geprüft wird, damit sichergestellt ist, dass die EU-Mittel für die dringendsten Bedürfnisse eingesetzt werden.

Die Bedingungen für die Umsetzung der Finanzhilfe durch das Empfängerland werden in einer Vereinbarung zwischen der Kommission und dem betreffenden Land festgelegt.

Am 6. April 2005 hat die Kommission einen Vorschlag für einen neuen, verbesserten EU-Solidaritätsfonds für den Zeitraum 2007-2013 angenommen, der auch andere Katastrophen als Naturkatastrophen abdeckt und verbesserte Förderkriterien und Durchführungsmechanismen umfasst (siehe MEMO/05/111)
Weitere Informationen finden Sie auf der folgenden Website:

http://ec.europa.eu/regional_policy/funds/solidar/solid_de.htm


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website