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IP/06/319

Brüssel, den 17. März 2006

Erasmus: Hochschulaustausch in den neuen Mitgliedstaaten immer beliebter

Das Vorzeigeprojekt der Europäischen Kommission im Bildungsbereich, das Hochschulaustauschprogramm ERASMUS, legte auch im Studienjahr 2004/2005 weiter zu. Insgesamt nahmen 6 % mehr Studierende und fast 13 % mehr Hochschullehrer als im Vorjahr an einem Austausch im Rahmen von ERASMUS teil. Am deutlichsten machte sich diese Entwicklung in den mittel- und osteuropäischen Ländern bemerkbar. Die Austauschzahlen stiegen dort bei den Studierenden um beeindruckende 36 % und bei den Lehrkräften sogar um durchschnittlich knapp 77 %.

Ján Figel’, der europäische Kommissar für allgemeine und berufliche Bildung und für Mehrsprachigkeit, sagte hierzu: „Diese Zahlen belegen, dass die neuen Mitgliedstaaten voll von ihrer EU-Mitgliedschaft profitieren. Ihre rasche Einbeziehung in das ERASMUS-Programm trägt zu dessen anhaltendem Erfolg bei, womit gewährleistet ist, dass auch künftige Generationen aufgeweckter junger Menschen die Möglichkeit zu einem akademischen, kulturellen und sprachlichen Austausch bekommen werden. Dies ist umso bemerkenswerter, als wir nächstes Jahr das 20-jährige Bestehen des Programms feiern. Heute immatrikulieren sich bereits die erwachsenen Kinder ehemaliger ERASMUS-Studenten an europäischen Hochschulen. Die vielen Hunderttausend Studierenden, die seit 1987 an dem Programm teilgenommen haben, bilden eine wachsende Gruppe hoch qualifizierter Europäer mit vielfältigen interkulturellen und fremdsprachlichen Erfahrungen, wie sie für die dynamische und wissensgestützte Europäische Union der Zukunft benötigt werden.“

Im Studienjahr 2004/2005 beteiligten sich 144 037 Studierende und 20 877 Hochschullehrer an einem ERASMUS-Austausch, d. h. 6,3 % bzw. 12,9 % mehr als im Vorjahr. Die meisten der 31 teilnehmenden Länder verzeichneten einen Zuwachs bei den aufgenommenen Studierenden und Lehrkräften, während die Zahl der ausgesandten Personen stärker schwankte. Mit in diesem Jahr 25 511 aufgenommenen Studierenden blieb Spanien das beliebteste Ziel, gefolgt von Frankreich (20 519), Deutschland (17 273) und dem Vereinigten Königreich (16 266). Die meisten Lehrkräfte zog es erneut nach Deutschland (2 623), Frankreich (2 261) und Italien (1 897).

Die größten Zuwächse bei der Mobilität gab es in den neuen Mitgliedstaaten. Die Zahl der mobilen Studierenden stieg 2004/2005, dem ersten vollen Studienjahr seit dem EU-Beitritt, um durchschnittlich 36,3 %, die der mobilen Lehrkräfte gar um durchschnittlich 76,7 %.

Erstmals beteiligten sich im Studienjahr 2004/2005 auch türkische Hochschulen am ERASMUS-Programm: Den 1 142 türkischen Studierenden, die aufgenommen wurden, standen 342 Studierende aus anderen Teilnehmerländern gegenüber, die ein paar Monate an türkischen Universitäten verbrachten.

Der Kommissar erläuterte: „Während vor der EU-Vollmitgliedschaft ein Austausch von Studierenden zwischen den mittel- und osteuropäischen Ländern im Rahmen des ERASMUS-Programms nicht zulässig war, können ERASMUS-Austausche jetzt auch zwischen den zehn neuen Mitgliedstaaten stattfinden.“

Die beliebtesten Fächer der Studierenden waren Betriebswirtschaft, gefolgt von Sprachen/Philologie und Sozialwissenschaften. Die Verteilung bei den Lehrern war nicht ganz dieselbe; dort standen Sprachen/Philologie an erster Stelle, gefolgt von Ingenieur- und Technikwissenschaften und Betriebswirtschaft.

ERASMUS bietet Hochschulstudierenden ab dem 2. Studienjahr und die Gelegenheit, drei bis zwölf Monate an einer Hochschuleinrichtung in einem anderen Teilnehmerland zu studieren. Daneben unterstützt das Programm Hochschullehrer, die im Rahmen des offiziellen Vorlesungsplans – meist kurze – Lehraufträge an einer Partnerhochschule in einem anderen europäischen Land übernehmen.
Weitere Informationen unter:

http://ec.europa.eu/education/programmes/socrates/erasmus/erasmus_de.html

Actual Number of outgoing ERASMUS Students (by Country of Home institutions) 2002/03-2004/05

 

Country of home institution
Year
2002/03
 
2003/04
 
2004/05
 
Austria
3325
3721
3809
Belgium
4620
4789
4833
Cyprus
91
64
93
Czech Rep.
3002
3589
4178
Denmark
1845
1686
1793
Estonia
304
305
444
France
19365
20981
21561
Finland
3402
3951
3932
Germany
18482
20688
22427
Greece
2115
2385
2491
Hungary
1830
2058
2316
Ireland
1627
1705
1572
Italy
15225
16829
16440
Latvia
232
308
607
Lithuania
1002
1194
1473
Luxembourg
119
138
116
Malta
72
119
130
Netherlands
4241
4388
4743
Poland
5419
6276
8390
Portugal
3172
3782
3845
Slovakia
653
682
979
Slovenia
422
546
742
Spain
18258
20034
20819
Sweden
2656
2667
2698
UK
7973
7539
7214
Iceland
163
221
199
Lichtenstein
7
19
26
Norway
1010
1156
1279
Bulgaria
612
751
779
Romania
2701
3005
2962
EUI[1]
12
10
5
Turkey
-
-
1142
Total
123957
135586
144037

 

Actual Number of incoming ERASMUS Students (by Host Country) 2002/03-2004/05

Host country 
Year
2002/03
2003/04
2004/05
Austria
2836
3161
3536
Belgium
4053
4504
4728
Cyprus
63
62
95
Czech Rep.
971
1298
1946
Denmark
2,887
3393
3880
Estonia
170
166
275
Finland
4433
4929
5351
France
18833
20260
20519
Germany
16106
16863
17273
Greece
1545
1593
1658
Hungary
856
951
1297
Ireland
3473
3584
3649
Italy
10982
12713
13370
Latvia
45
65
150
Lithuania
132
216
388
Luxembourg
13
14
16
Malta
202
250
310
Netherlands
6355
6724
6842
Poland
996
1456
2332
Portugal
3280
3766
4166
Slovakia
131
181
284
Slovenia
129
201
378
Spain
21302
24049
25511
Sweden
5326
6080
6,626
UK
16994
16621
16266
Iceland
171
199
253
Lichtenstein
7
11
17
Norway
1244
1518
1841
Bulgaria
67
89
179
Romania
355
536
602
Turkey
 -
 -
299
Total
123957
135453
144037


[1] EUI : European University Institute Florence
Data source : National Agency final reports


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