Navigation path

Left navigation

Additional tools

Straßenverkehrssicherheit: Mehr Anstrengungen erforderlich

European Commission - IP/06/202   22/02/2006

Other available languages: EN FR DA ES NL IT SV PT FI EL CS ET HU LT LV MT PL SK SL

IP/06/202

Brüssel, den 22. Februar 2006

Straßenverkehrssicherheit: Mehr Anstrengungen erforderlich

Die Europäische Kommission hat heute die Bilanz der seit 2001 getroffenen Maßnahmen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr gezogen. Besonders in einigen Mitgliedstaaten wurden erhebliche Fortschritte erzielt. Im Jahr 2005 gab es auf Europas Straßen 8000 Todesopfer weniger als 2001. Ausreichend sind die Fortschritte allerdings noch nicht. Vielmehr müssen die Anstrengungen auf nationaler und europäischer Ebene verstärkt werden, um die Zahl der Verkehrstoten bis 2010 wie geplant zu halbieren.

 Die erzielten Fortschritte müssen für alle Beteiligten ein Ansporn sein, noch mehr zu tun“, erklärte der für Verkehr zuständige Vizepräsident der Kommission, Jacques Barrot.

Seit 2001 hat die Europäische Union - nicht zuletzt mit dem 2003 verabschiedeten Europäischen Aktionsprogramm für die Straßenverkehrssicherheit – dazu beigetragen, dass die Straßenverkehrssicherheit einen Spitzenplatz in der Politik der Mitgliedstaaten einnimmt. So haben mehrere Mitgliedstaaten mittlerweile nationale Pläne zur Straßenverkehrssicherheit ausgearbeitet, in denen das gemeinsame Ziel einer Halbierung die Zahl der Verkehrstoten enthalten ist.

Die Halbzeitbilanz lässt sich im Wesentlich wie folgt zusammenfassen:

  • Gegenüber dem 2001 vorgeschlagenen und nach der Erweiterung 2004 aktualisierten gemeinsamen Ziel, die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr bis 2010 auf 25 000 zu verringern, wurden in den Ländern der heutigen Europäischen Union wurden im Jahr 2001 insgesamt 50 000 Straßenverkehrstote verzeichnet. Im Jahr 2005 waren 41 600 Todesopfer zu beklagen, was einer unzureichenden Verringerung um 17,5% in vier Jahren entspricht. Bei diesem Fortschritt fielen in der Europäischen Union im Jahr 2010 noch 32 500 anstatt höchstens 25 000 Menschen dem Verkehrstod zum Opfer.
  • Zwischen den erfolgreichsten und den weniger erfolgreichen Mitgliedstaaten bestehen weiterhin erhebliche Unterschiede: die Zahl der Verkehrstoten je 1 Million Einwohner liegt zwischen 1 und 3, die Zahl der Verkehrstoten je 1 Million Pkw zwischen 1 und 5.
  • Am niedrigsten (im Vergleich zum europäischen Durchschnitt) ist die jährliche Zahl der Verkehrstoten je 1 Million Einwohner und 1 Million Pkw in Malta, im Vereinigten Königreich, in den Niederlanden, in Schweden, Deutschland und Frankreich. Am problematischsten ist die Lage in Polen, Portugal, Griechenland, Estland, Lettland, Litauen, Ungarn, Zypern und der Tschechischen Republik.
  • Was den Rückgang der Zahl der Verkehrstoten zwischen 2001 und 2004 betrifft, so lagen neun Mitgliedstaaten (Deutschland, Estland, Frankreich, Italien, Luxemburg, Malta, Niederlande, Portugal, Schweden) über dem Durchschnitt der EU-25 (14%); in acht weiteren Mitgliedstaaten (Belgien, Dänemark, Griechenland, Spanien, Irland, Österreich, Finnland, Vereinigtes Königreich) waren begrenzte Fortschritte zu verzeichnen (Rückgang um mindestens 5%, aber gleich dem Durchschnitt oder darunter); in den übrigen acht (Tschechische Republik, Lettland, Ungarn, Polen, Slowenien, Slowakei, Zypern und Litauen) waren nur geringe Fortschritte oder sogar Rückschritte zu verzeichnen. Diese Zahlen sind jedoch mit Vorsicht zu betrachten, vor allem in sehr kleinen Mitgliedstaaten, bei denen eine begrenzte Zahl sehr schwerer Unfälle das nationale Ergebnis erheblich verschlechtert.

Die Bilanz der europäischen Maßnahmen ist eindrucksvoll und erstreckt sich auf unterschiedliche Aspekte der Straßenverkehrssicherheit, beispielsweise vor kurzem die Annahme der Rechtsvorschriften zu den Lenk- und Ruhezeiten der Berufskraftfahrer (IP/06/110), die Maßnahmen zur Fahrzeugsicherheit sowie Erziehungs- und Sensibilisierungskampagnen. Nun muss der Vorschlag zum Führerschein vorangetrieben werden, um den Führerscheinbetrug zu bekämpfen und die Fähigkeiten und damit die Sicherheit der Motorradfahrer zu erhöhen. Absolut betrachtet ist die Zahl der getöteten Motorradfahrer zwischen 2000 und 2003 gestiegen, während die Gesamtzahl der Toten im Straßenverkehr im gleichen Zeitraum sank. Der Vorschlag zum Führerschein (IP/03/1435) sieht einen schrittweisen Zugang zum Führerschein für die leistungsstärksten Krafträder und die allgemeine Einführung des Führerscheins für Mopeds vor. Vizepräsident Jacques Barrot erklärte hierzu : „Ich hoffe, dass die Erörterung der Führerschein-Vorlage im Rat rasch wieder aufgenommen wird. Wir müssen unsere Anstrengungen für einen besseren Schutz der Motorradfahrer verstärken“.

Die Kommission plant neue Initiativen, sobald die für April 2006 vorgesehene Überarbeitung des Weißbuchs „Verkehr“ verabschiedet ist. Der Rat der Verkehrsminister wird die Straßenverkehrssicherheit bei seiner informellen Tagung am 2. und 3. März in Bregenz (Österreich) erörtern.
Der heutigen Mitteilung der Kommission sind mehrere Anlagen beigefügt, die unter anderem statistische Daten und Informationsblätter zu den einzelnen Ländern enthalten:

http://ec.europa.eu/transport/road/roadsafety/index_en.htm
Europäisches Aktionsprogramm für die Straßenverkehrssicherheit:

http://ec.europa.eu/transport/road/roadsafety/rsap/index_en.htm

Annex:
Key data on road safety
[Graphic in PDF & Word format]



Source: CARE database for EU 15 countries except Germany and national data for Germany and new Member States
Belgium data not available for 2003 and 2004




[Graphic in PDF & Word format]


[Graphic in PDF & Word format]

Source: Eurostat, CARE database for EU 15 countries except Germany and national data for Germany and new Member States.
Belgium data not available for 2003 and 2004


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website