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IP/06/1901

Brüssel, den 28. Dezember 2006

Drei Tage bis zur Einführung des Euro in Slowenien

In drei Tagen wird die Republik Slowenien den Euro einführen, der dann für 316,6 Mio. Bürger in 13 Ländern der Europäischen Union – einschließlich 2 Millionen Slowenen - gemeinsames Zahlungsmittel sein wird. Slowenien trat der EU im Jahr 2004 gemeinsam mit neun anderen Ländern bei und ist das erste dieser Länder, das den Euro einführt.

Kommissionspräsident José-Manuel Barroso äußerte sich hierzu wie folgt: "Die Einführung des Euro ist für Slowenien ein historisches Ereignis. Ich bin zuversichtlich, dass die Umstellung reibungslos vonstatten gehen wird, und bin sicher, dass sie für die Slowenen ein ebenso aufregendes Ereignis darstellt wie für die Bürger der zwölf EU-Länder, die den Euro zuvor eingeführt haben."

Kommissar Joaquín Almunia, zuständig für Wirtschafts- und Währungsfragen, nahm ebenfalls Stellung: "Slowenien führt mit dem Euro eine starke und stabile Währung ein und wird durch diese Maßnahme ein vollgültiges Mitglied der EU. Der Euro schafft durch niedrige Inflationsraten und niedrige Zinssätze die Voraussetzungen für wirtschaftlichen Wohlstand. Seine Einführung erfordert allerdings auch ein fortgesetztes Bemühen um gesunde Staatsfinanzen und Reformen - dann kann Slowenien aus der Währungsunion den vollen Nutzen ziehen.

Der Tolar, die derzeit geltende slowenische Währung – Tolar leitet sich wie "Dollar" von dem Wort "Thaler" ab, das eine in vergangenen Jahrhunderten in ganz Europa verwendete Silbermünze bezeichnete – wird am 1. Januar durch den Euro ersetzt, zu einem Umrechnungskurs von 239,640 Tolar für einen Euro.

Die Banken werden am 29. Dezember zum letzten Mal ihre Geschäfte in Tolar tätigen und dann vom 30. Dezember bis zum 2. Januar geschlossen sein, um ihre Systeme umzustellen und für ihren ersten Arbeitstag "in Euro", den 3. Januar 2007, gerüstet zu sein. In ganz Slowenien werden jedoch insgesamt 42 Bankfilialen geöffnet sein, so dass Kunden, die bereits Tolar in Euro umtauschen wollen, dies tun können.

Die über 1500 Geldautomaten des Landes werden am 31. Dezember um 21 Uhr ebenfalls außer Betrieb genommen, damit die notwendigen technischen Umstellungen für die Ausgabe von Euro vorgenommen werden können. Nach Mitternacht sollen die Automaten nach und nach wieder in Betrieb genommen werden, und um Mitternacht am 1. Januar dürften alle Geldautomaten wieder voll operationell sein. Zu Anfang werden nur 10-Euro- und 20-Euroscheine ausgegeben.

In slowenischen Geschäften gibt es insgesamt etwa 30 000 Kassenterminals. Deren Umstellung wird im Wesentlichen in der Nacht vom 31. Dezember zum 1. Januar (zwischen 23 Uhr und ein Uhr morgens) stattfinden. Während dieser Zeit wird die Benutzung der Terminals eingeschränkt, unterbrochen oder beendet.

Es handelt sich bei der Umstellung zwar um eine komplexe Operation, jedoch alle - Banken, Einzelhandel, Verbraucher - scheinen bereit zu sein, und sie dürfte reibungslos über die Bühne gehen. Slowenien profitiert außerdem von den Erfahrungen und Lehren, die 2002 anlässlich der Einführung der Euro-Münzen und -Banknoten gemacht bzw. gezogen wurden.

Die Geschäftsbanken erhielten bereits in der ersten Dezemberhälfte Euro-Banknoten und Münzen von der slowenischen Zentralbank. Sie versorgten ab Mitte Dezember ihrerseits den Einzelhandel mit Euros und stellten den Verbrauchern Mini-Kits mit Münzen zur Verfügung.

Hintergrund

Die slowenischen Bürger gehören zu denjenigen in den neuen Mitgliedstaaten, die über die Einführung des Euro am erfreutesten sind. Dies liegt vielleicht daran, dass zwei der Nachbarstaaten – Italien und Österreich – bereits Teil der Eurozone sind und die Bevölkerung mit dem Euro (Banknoten und Münzen) bereits vertraut ist. Entsprechend einer kürzlich veröffentlichten Eurobarometer-Umfrage haben über 90% der Bürger Euro-Banknoten und -Münzen bereits gesehen und mindestens 83% haben sie bereits vor der Umstellung benutzt.

Auf folgender Webseite können Sie die "slowenische Seite" der slowenischen Euromünzen ansehen bzw. die Abbildung herunterladen (die Banknoten sind im gesamten Eurogebiet gleich):

http://ec.europa.eu/economy_finance/euro/slovenia/main_en.htm

Die slowenische Regierung hat einen kostenlosen Auskunftsdienst (EVROFON) unter folgender Nummer eingerichtet: 0802002 - E-mail: evrofon@gov.si, Webseite: www.evro.si


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