Navigation path

Left navigation

Additional tools

Telekom-Sektor in der EU: mehr Investition und Innovation, gute Perspektiven

European Commission - IP/06/188   20/02/2006

Other available languages: EN FR ES IT PL

IP/06/188

Brüssel, den 20. Februar 2006

Telekom-Sektor in der EU: mehr Investition und Innovation, gute Perspektiven

Die europäischen Telekommunikationsbetreiber investieren in innovative Technologien, um Kosten zu senken und die neuen Geschäftsmöglichkeiten wahrzunehmen, die aus der Konvergenz von Kommunikationsnetzen, Medieninhalten und Anlagen erwachsen. Nach dem neuesten, heute vorgelegten Bericht der Europäischen Kommission „Elektronische Kommunikation in Europa – Regulierung und Märkte“ ist der zunehmende Wettbewerb insbesondere im Endkundenmarkt für die Verbraucher vorteilhaft, und die Perspektiven für Innovation und Investitionen in den Mitgliedstaaten und über Grenzen hinweg sind günstig. Die Mitgliedstaaten haben gute Fortschritte bei der Umsetzung der gemeinschaftsrechtlichen Vorschriften für den Telekom-Sektor aus dem Jahr 2002 erzielt, wodurch die Märkte zunehmend für neue Anbieter geöffnet werden. Im vorliegenden Bericht wird besonders die rasche Einführung der sehr leistungsfähigen Breitband-Internetanschlüsse hervorgehoben. Die Mobilfunkverbreitung schreitet vor allem in den neuen Mitgliedstaaten weiter voran, während der Sprachtelefoniemarkt den Anzeichen nach zunehmende Reife erreicht. Obwohl die Umsätze mit herkömmlichen Sprachtelefondiensten schrittweise weiter zurückgehen, bilden sie noch immer die größte Einnahmequelle für die Festnetzbetreiber.

„Das im diesjährigen Bericht enthaltene umfassende Datenmaterial wird der Kommission eine fundierte Analyse der Auswirkungen des Telekommunikationsrechts von 2002 erlauben, die als Grundlage für die Überarbeitung der entsprechenden Vorschriften in diesem Jahr dienen kann“, erklärte die für Informationsgesellschaft und Medien zuständige Kommissarin Viviane Reding. „Von dieser Überarbeitung verspreche ich mir eine Stärkung der Investitionstätigkeit durch infrastrukturgestützten Wettbewerb, die Förderung der Innovation durch Offenheit der Vorschriften für neue Technologien sowie die Vollendung des Binnenmarktes durch einheitliche Anwendung des Gemeinschaftsrechts in den 25 Mitgliedstaaten und durch Förderung grenzüberschreitender Kommunikationsdienste.“

Die diesjährige Erhebung zu den Telekommunikationsmärkten in der EU ist eine Momentaufnahme zur Lage im Sektor der elektronischen Kommunikation vor der Überarbeitung des Rechtsrahmens. Untersucht werden die jüngsten Entwicklungen insbesondere in den Marktsegmenten Breitband, Mobilfunk und Festnetzdienste sowie in Bezug auf das Regulierungsumfeld und das Verbraucherinteresse.

Die Betreiber haben 2005 damit begonnen, vollständige Angebotspakete mit unterschiedlichen Kombinationen aus günstigen Sprachtelefontarifen (einschließlich Mobilfunk), Internetzugang und audiovisuellen Inhalten (d.h. aus drei bzw. sogar vier verschiedenen Diensten, was als „Triple Play“ bzw. „Quadruple Play“ bezeichnet wird) zu vermarkten, um ihre Kunden zu halten und neue Kunden zu gewinnen. Die größere Rechtssicherheit hat grenzübergreifende Investitionen sowie Fusionen und Übernahmen stimuliert. Die Aussicht auf Größenvorteile hat im Laufe des Jahres die Auslandsinvestitionen weiter angekurbelt, und es zeichnen sich erste unionsweite Expansionsstrategien ab.

Kommissarin Viviane Reding begrüßte bei der Vorstellung des Berichts in Brüssel die bei der Öffnung der nationalen Telekommunikationsmärkte erzielten Fortschritte, mahnte aber diesbezüglich weitere Anstrengungen an. Der Bericht zeigt, dass der Wettbewerb den Verbrauchern bereits in erheblichem Maße zugute kommt, insbesondere bei der Breitbandtechnik und den Mobilfunkdiensten. Die Breitbandeinführung ist dank Wettbewerb und Investitionen zügig vorangekommen, die Anzahl der Breitbandanschlüsse hat sich um fast 20 Millionen auf insgesamt etwa 53 Millionen erhöht. Die Verbreitungsrate von Mobiltelefonen hat zwischenzeitlich nahezu 93% erreicht und übersteigt in acht Mitgliedstaaten sogar 100%.

Dem Bericht zufolge haben einige Mitgliedstaaten bereits praktisch alle Gesetzgebungs- und Regulierungsverfahren zur Umsetzung des EU-Rechtsrahmens abgeschlossen, und die übrigen haben dabei wesentliche Fortschritte erzielt. Griechenland hat als letzter Mitgliedstaat die Umsetzung der gemeinschaftsrechtlichen Vorschriften in nationales Recht im Januar 2006 vollzogen.

Im diesjährigen Bericht wird auch besonders die Notwendigkeit hervorgehoben, die bei der Benutzung des Mobiltelefons im Ausland („Auslandsroaming“) anfallenden Kosten zu senken, den Bekanntheitsgrad der einheitlichen europäischen Notrufnummer zu steigern und eine übermäßige Regulierung der aufkommenden internetgestützten Sprachtelefondienste zu vermeiden.
Der Bericht ist einzusehen unter:

http://ec.europa.eu/information_society/policy/ecomm/implementation_enforcement/index_en.htm

Siehe auch MEMO/06/84


Side Bar

My account

Manage your searches and email notifications


Help us improve our website