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IP/06/157

Brüssel, 13. Februar 2006

Vogelgrippe bei Wildschwänen in Italien nachgewiesen: italienische Behörden ergreifen Vorsichtsmaßnahmen

Die italienischen Behörden haben heute die Europäische Kommission darüber unterrichtet, dass bei toten Wildschwänen an der Ostküste Siziliens, in Taranto (Apulien) und in Kalabrien das hochgefährliche Vogelgrippe-Virus H5N1 nachgewiesen wurde. Die Bestätigungstests wurden vom italienischen Nationallabor für Vogelgrippe in Padua (zugelassenes Gemeinschaftslabor und zugleich Referenzlabor der Welternährungsorganisation und des OIE) durchgeführt, nachdem Labors in Palermo, Portici und Foggia vorläufige positive Ergebnisse erbracht hatten.

Die italienischen Behörden haben sich gegenüber der Europäischen Kommission verpflichtet, unverzüglich dieselben Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, die in der Kommissionsentscheidung vom Freitag für Griechenland festgelegt wurden. Die Europäische Kommission wird am Montag eine entsprechende Entscheidung mit vorübergehenden Schutzmaßnahmen für Fälle der hochgefährlichen Vogelgrippe bei Wildvögeln in Italien erlassen.

Zu den Maßnahmen, die Italien ebenso befolgt wie Griechenland, gehört die Einrichtung eines Hochrisikogebiets rund um die Seuchenherde (3 km-Schutzzone) sowie einer 10 km umfassenden Überwachungszone. In der Schutzzone gelten folgende Vorschriften: Geflügel unterliegt der Stallpflicht, der Transport von Geflügel ist mit Ausnahme der direkten Überführung zum Schlachthof verboten und der Versand von Fleisch außerhalb der Zone ist untersagt, es sei denn, die Erzeugnisse wurden gemäß den Vorschriften des EU-Lebensmittelrechts kontrolliert (d. h. Fleisch von gesunden Tieren in registrierten landwirtschaftlichen Betrieben, die einer veterinärärztlichen Schlachttier- und Fleischuntersuchung im Schlachthof unterzogen wurden). Sowohl für die Schutz- als auch die Überwachungszone gelten folgende Vorschriften: die Biosicherheitsmaßnahmen in landwirtschaftlichen Betrieben sind zu verstärken, das Jagen von Wildvögeln ist verboten und die Geflügelhalter und ihre Familien müssen für den Umgang mit der Krankheit sensibilisiert werden.

Der Ständige Ausschuss für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit wird den Stand der Vogelgrippe in Italien und anderen betroffenen Ländern auf seiner Sitzung am 16./17. Februar erörtert.


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