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IP/06/1342

Brüssel, den 10. Oktober 2006

Die Europäische Union und ihre Nachbarn

Einem Eurobarometer-Sonderbericht über die Europäische Nachbarschaftspolitik zufolge glauben die Europäer, dass die Förderung und Unterstützung von Reformen in EU-Nachbarländern diesen Vorteile in den Bereichen wirtschaftliche und soziale Entwicklung sowie verantwortungsvolle Staatsführung bringen. Sie gehen außerdem davon aus, dass die Förderung von Stabilität und wirtschaftlich günstigen Rahmenbedingungen sowie die gegenseitige Öffnung der Märkte zum Wohlstand innerhalb der EU beitragen. Auch die Zusammenarbeit mit den Nachbarländern halten sie insgesamt für vorteilhaft, vor allem die Kooperation bei der Bewältigung gemeinsamer Herausforderungen wie Sicherheit (Bekämpfung von Terrorismus und organisierter Kriminalität), Umweltschutz, Energie und Migration.

Die EU-Bürger tendieren zu einer positiven Wahrnehmung der Beziehungen zu den Nachbarländern (68%) und zu der Überzeugung, dass die Zusammenarbeit mit diesen Ländern beiden Seiten Vorteile bringt. Sie halten die Kooperation mit den Nachbarländern für wichtig: bei der Bekämpfung der organisierten Kriminalität (90%) und des Terrorismus (90%), bei der wirtschaftlichen Entwicklung (88%), in Energiefragen (87%), beim Umweltschutz (87%), in Demokratiefragen (87%), bei der allgemeinen und beruflichen Bildung (83%), in Forschung und Entwicklung (78%) und in Einwanderungsfragen (77%).

Was das hochaktuelle Thema der Migration angeht, so glauben fast zwei Drittel (64%) der Befragten, dass eine enge Zusammenarbeit mit den Nachbarländern die illegale Einwanderung in die EU eindämmen wird.

Die überwiegende Mehrheit ist der Auffassung, dass die Hilfe der EU für Nachbarländer dazu beitragen kann, Frieden (70%) und Demokratie (77%) über die Grenzen der EU hinaus zu verbreiten. 45% haben allerdings Bedenken, dass die Sicherheit und Stabilität ihres eigenen Landes durch die Förderung von Reformen in Nachbarländern gefährdet werden könnte.

Die Mehrheit der Befragten denkt, dass die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit den Nachbarn den beiderseitigen Wohlstand steigert (61%) und neue Märkte für beide Seiten öffnet (75% für die EU und 64% für die Nachbarländer), obwohl viele (81%) Bedenken wegen der möglichen Kosten der Förderung von Reformen in der europäischen Nachbarschaft hegen.

Die meisten Umfrageteilnehmer (52%) glauben, dass die Nachbarländer bereit sind, bei Reformen zusammenzuarbeiten, wobei eine Mehrheit (64%) allerdings auch der Ansicht ist, dass die EU ihre Beziehungen zu einem Land einschränken sollte, das keine Bereitschaft zu Reformfortschritten zeigt.

Die Zusammenfassung dieser Umfrage und der vollständige Bericht können unter folgender Internetadresse abgerufen werden: http://ec.europa.eu/public_opinion/archives/eb_special_en.htm.

Zu weiteren Informationen über die Europäische Nachbarschaftspolitik siehe: http://ec.europa.eu/world/enp/.


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