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IP/06/126

Brüssel, 7. Februar 2006

Tag des sicheren Internets: EU bekräftigt Förderung der sicheren Nutzung des Internet

Am heutigen Tage begehen weltweit 95 Organisationen in 36 Ländern (darunter 24 EU-Länder sowie Russland, Argentinien, Neuseeland und die USA) den Tag des sicheren Internet (Safer Internet Day). Unter der Schirmherrschaft von Viviane Reding, dem für Informationsgesellschaft und Medien zuständigen Kommissionsmitglied, findet ein „Blogathon“ (Blog-Marathon) statt, bei dem zahlreiche Organisationen und Ehrengäste eigene Blog-Beiträge zum Thema der sicheren Nutzung des Internet verfassen und den Kontakt mit Besuchern, Kindern, Schulen und Eltern suchen werden. Geografisch gesehen wird sich der über 24 Stunden erstreckende Blog-Marathon immer weiter nach Westen verlagern und dabei verschiedene Zeitzonen durchwandern und Inhalte in verschiedenen Sprachen behandeln.

In ihrer Ansprache zum Start des „Blogathon“ weist Frau Reding darauf hin, dass es in der Online-Welt ebenso wie in der wirklichen Welt darauf ankommt, einander zu respektieren, und dass der „Blogathon“ eine gute Gelegenheit ist, darüber zu diskutieren.

Die Hälfte aller Eltern in den 25 EU-Mitgliedstaaten geben an, dass ihr Kind Zugang zum Internet hat, jedoch nur 20 % setzen Regeln für dessen Nutzung. Dies ist das wichtigste Ergebnis einer „Eurobarometer“-Umfrage zum Thema sicheres Internet, die im Dezember 2005 stattfand und deren Ergebnisse Anfang März veröffentlicht werden. Die häufigsten Regeln sind demnach „kein Zugang zu bestimmten Webseiten“ (55 %) und „Kontrolle der im Internet verbrachten Zeit“ (53 %), weniger häufig ist das „Verbot der persönlichen Kontaktaufnahme mit einer im Internet kennen gelernten Person“ (35 %) und das „Verbot des Herunterladens von Musikstücken oder Filmen” (19 %).

Dazu Kommissarin Reding: „Eltern müssen ihren Kindern die mit der Nutzung des Internet verbundenen Risiken verdeutlichen und ihnen zeigen, was sie tun können, wenn sie in eine Situation geraten, die ihnen ein ungutes Gefühl gibt. Dies muss Bestandteil des gesunden Menschenverstandes und so selbstverständlich wie das Vertrautmachen kleiner Kinder mit dem Straßenverkehr werden.”

Der Tag des sicheren Internet findet alljährlich statt. In diesem Jahr wird er von mehreren Veranstaltungen begleitet, die unter dem Motto „I teach you“ stehen und bei denen Schüler Erwachsenen den Gebrauch des Internet und von Mobiltelefonen zeigen.

Das Programm „Sichereres Internet“

Das im Jahre 1999 aufgelegte Gemeinschaftsprogramm zur Förderung der sichereren Nutzung des Internet soll Eltern und Lehrern Kenntnisse und Werkzeuge für eine sichere Nutzung des Internet an die Hand geben. Das laufende Vierjahresprogramm (2005–2008) ist mit Mitteln in Höhe von 45 Mio. € ausgestattet und zielt hauptsächlich auf die Bekämpfung illegaler und schädlicher Internetinhalte ab. Es erstreckt sich auch auf andere Medien (z.B. Videofilme) und bezweckt ausdrücklich die Bekämpfung von Rassismus und Spam.

Zu den aktuellen Projekten und Maßnahmen gehören:

  • 21 Telefon-Hotlines zur Meldung illegaler Inhalte. In Spanien konnte die Polizei im Jahr 2005 dank der Hotline „Protegeles“ bei insgesamt 37 Einsätzen über 1.700 Personen ermitteln, die sich mit illegalen Inhalten befassten. Zahlreiche Personen in Spanien wurden festgenommen, und sachdienliche Informationen wurden zur weiteren Ermittlung an Interpol weitergeleitet;
  • 23 Sensibilisierungszentren für eine sichere Nutzung des Internet; die Koordinierung und Schulung erfolgt durch das European Schoolnet, die University of Central Lancashire und die norwegische Medienbehörde;
  • ein Qualitätssiegelsystem für Webseiten;
  • Pilotprojekte zum Thema Selbstkontrolle, die auf die Bekämpfung von Spam bzw. auf die Ausdehnung der Inhaltsbewertung auf Onlinespiele abstellen;
  • Vergleich und Bewertung von Filterprogrammen;
  • das „Safer Internet Forum“, ein Diskussionsforum für Vertreter von Wirtschaftsunternehmen, von Organisationen, die sich mit der Sicherheit von Kindern befassen, und von öffentlichen Einrichtungen. Im Jahr 2005 erörterte das Forum vor allem Sicherheitsfragen im Zusammenhang mit der Nutzung von Mobiltelefonen durch Kinder.

Der Tag des sicheren Internet wird vom europäischen Netz für Internetsicherheit INSAFE organisiert, das vom „European Schoolnet“ koordiniert und im Rahmen des Programms „Sichereres Internet“ von der Europäischen Kommission kofinanziert wird.

Weitere Informationen:

Tag des sicheren Internet, INSAFE-Netz und INSAFE-Newsletter:

http://www.saferinternet.org/

Programm „Sichereres Internet“:

http://europa.eu/saferinternet


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