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Neue Höchstgehalte für Dioxine und PCB in Lebens- und Futtermitteln

European Commission - IP/06/119   03/02/2006

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IP/06/119

Brüssel, den 3. Februar 2006

Neue Höchstgehalte für Dioxine und PCB in Lebens- und Futtermitteln

Die Europäische Kommission hat heute neue Durchführungsmaßnahmen für die Festlegung von Höchstwerten für Dioxine und dioxinähnliche PCB (polychlorierte Biphenyle) in Lebens- und Futtermitteln genehmigt. Bereits seit Juli 2002 gelten Höchstwerte für Dioxine in Lebensmitteln tierischen Ursprungs und in allen Futtermitteln. Weil damals aber nicht genügend wissenschaftliche Informationen vorlagen, wurden für dioxinähnliche PCB keine Höchstwerte festgelegt. Inzwischen liegen neue Daten vor, und mit den heute verabschiedeten Rechtsvorschriften werden Grenzwerte für den kombinierten Gehalt von Dioxinen und dioxinähnlichen PCB festgelegt. Ab November 2006 dürfen Lebens- und Futtermittel in der EU nicht mehr vermarktet werden, wenn der Gehalt dieser Stoffe zusammen genommen die Höchstwerte übersteigt. Die Verringerung solch schwer abbaubarer Chemikalien in der Lebensmittelkette ist ein wichtiges Element des Verbraucherschutzes in der EU. Die toxischen Eigenschaften von Dioxinen und PCB können schwere Gesundheitsschäden verursachen. Die heute verabschiedete Maßnahme fügt sich in die allgemeine Strategie der Kommission zur Verringerung des Gehalts an Dioxinen und PCB in der Umwelt sowie in Lebens- und Futtermitteln ein.

„Mit diesen Höchstwerten geht die Kommission einen weiteren Schritt beim Schutz der Verbraucher in der EU vor den langfristigen Schäden, die durch die Aufnahme von Dioxinen und PCB entstehen“, erklärte der für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständige EU-Kommissar Markos Kyprianou. „Wir werden diese Schadstoffe im Visier behalten und laufend prüfen, wie die Menschen vor ihnen geschützt werden können. Es ist jetzt an den nationalen Behörden, für eine vorschriftsmäßige Überwachung zu sorgen, damit in allen Mitgliedstaaten ein gleichermaßen verlässlicher Schutz gegeben ist.“

Schutz der Verbraucher in der EU

Dioxine und PCB können zu Krebserkrankungen, Hormonstörungen, Fortpflanzungsproblemen, Hautschäden und Störungen des Immunsystems führen. Sie sind nur schwer abbaubar, so dass sie die Umwelt dauerhaft belasten und sich in der Nahrungskette ansammeln. Bereits seit Juli 2002 gelten Höchstwerte für Dioxine in Lebensmitteln tierischen Ursprungs und in allen Futtermitteln, um die konkrete Belastung der Verbraucher zu verringern. Weil damals aber nicht genügend Daten und wissenschaftliche Informationen vorlagen, wurden für dioxinähnliche PCB keine Höchstwerte festgelegt.

Inzwischen liegen neue Daten vor, und mit dem heute verabschiedeten Rechtsakt werden Grenzwerte für den kombinierten Gehalt von Dioxinen und dioxinähnlichen PCB festgelegt, die sich auf die entsprechenden Werte (TEF) der Weltgesundheitsorganisation stützen.

Dass die Höchstgehalte nicht überschritten werden, ist in erster Linie die Verantwortung der Lebens- und Futtermittelunternehmen; die einzelstaatlichen Behörden führen Kontrollen durch und berichten der Kommission über die Ergebnisse. Bis zum 31. Dezember 2008 will die Kommission die Werte nach nochmaliger Prüfung weiter verringern.

Ehrgeizigere Ziele

Die Kommission hat heute auch eine Empfehlung genehmigt, mit der für Dioxine und dioxinähnliche PCB in Lebens- und Futtermitteln Auslösewerte festgelegt und Zielwerte angestrebt werden. Die Auslösewerte sollen dazu dienen, frühzeitig vor unerwünscht hohen Dioxinwerten in Lebens- und Futtermitteln zu warnen. Sie sind niedriger als die Höchstwerte, und wenn sie überschritten werden, empfiehlt es sich, die Ursache der Verunreinigung mit Dioxinen zu ermitteln. Steht die Ursache fest, sollte diese eingegrenzt oder beseitigt werden, um somit die Schadstoffe in den Lebens- und Futtermitteln zu verringern. Anschließend werden Zielwerte festgelegt, die erreicht werden müssen, um die Belastung der Verbraucher unterhalb der empfohlenen konkreten Exposition zu halten. Die Zielwerte werden eine treibende Kraft für weitere Maßnahmen sein.

Mehr dazu in Memo/06/54


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