Chemin de navigation

Left navigation

Additional tools

Blauzungenkrankheit in Belgien und Deutschland bestätigt

Commission Européenne - IP/06/1113   21/08/2006

Autres langues disponibles: FR EN EL

IP/06/1113

Brüssel, den 21. August 2006

Blauzungenkrankheit in Belgien und Deutschland bestätigt

Die Europäische Kommission wurde über bestätigte Ausbrüche der Blauzungenkrankheit in Teilen von Belgien und Deutschland, nahe der niederländischen Grenze, unterrichtet. In Belgien wurde das Virus in 11 Schafhaltungsbetrieben in der Provinz Lüttich bestätigt, während die deutschen Behörden Ausbrüche bei Rindern in 8 Betrieben und bei Schafen in einem Betrieb im Gebiet Aachen/Düren in Nordrhein-Westfalen meldeten. Weitere Untersuchungen und Labortests finden zurzeit im gemeinschaftlichen Referenzlabor in Pirbright (Vereinigtes Königreich) statt, um den betreffenden Virusstamm festzustellen. Beide Länder haben Sperrzonen im Umkreis von 20 km um die betroffenen Betriebe errichtet und die Schutzzone im Umkreis von 100 km sowie die Überwachungszone von 150 km angepasst, die als Reaktion auf den Ausbruch in den Niederlanden am Freitag errichtet worden waren (siehe IP/06/1112). Die Lage wird heute Nachmittag in der Sitzung des Ständigen Ausschusses für die Lebensmittelkette und Tiergesundheit erörtert, und die Kommission wird gemäß der Richtlinie 2000/75/EG zur Bekämpfung und Tilgung der Blauzungenkrankheit darüber entscheiden, welche Maßnahmen zu treffen sind.

Die Blauzungenkrankheit ist eine nicht ansteckende, von Insekten übertragene, virale Tierseuche, die alle Wiederkäuerspezies befallen kann. Sie ist nicht auf den Menschen übertragbar, und es besteht kein Risiko, dass sie sich durch Fleisch oder Milch verbreitet oder überträgt. In Europa tritt sie gewöhnlich nur in den südlichen Mittelmeerländern auf; letzte Woche wurde jedoch von den niederländischen Behörden der erste Ausbruch nördlich des 50. Breitengrads gemeldet. Die Blauzungenfälle in Belgien und Deutschland sind in der Nähe des niederländischen Ausbruchs aufgetreten, und zwar innerhalb der Überwachungszone, die im Umkreis von 150 km um den niederländischen Ausbruch errichtet worden war.

Innerhalb der Sperrzonen von 20 km, die nun um die betroffenen Betriebe errichtet wurden, sind alle Wiederkäuer nachts im Stall zu halten. Ferner ist jegliche Verbringung lebender Tiere von oder zu Betrieben verboten, und es müssen Insektizide zur Tilgung der Gnitzen der Spezies Culicoides, welche die Seuche übertragen, verwendet werden. In den Schutz- und Überwachungszonen sind alle lebenden Tiere streng zu kontrollieren. Außerdem ist es verboten, lebende Wiederkäuer in diese Zonen oder aus ihnen zu verbringen.

Weitere Informationen sind von folgender Website abrufbar: http://ec.europa.eu/food/animal/diseases/controlmeasures/bluetongue_en.htm


Side Bar

Mon compte

Gérez vos recherches et notifications par email


Aidez-nous à améliorer ce site