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Astronomieprojekte gestatten Europa einen Blick in die Zukunft

European Commission - IP/05/868   07/07/2005

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IP/05/868

Brüssel, 7. Juli 2005

Astronomieprojekte gestatten Europa einen Blick in die Zukunft

Eine der fortgeschrittensten astronomischen Einrichtungen der Erde, das gemeinsame Institut für VLBI (Radiointerferometrie auf langen Basislinien) in Europa (JIVE) in Dwingeloo (Niederlande) veranstaltet heute einen Informationstag über die Fortschritte, zu denen die europäischen Forschungsinfrastrukturen in den Bereichen optische Astronomie, Radioastronomie, Planetologie und Astroteilchenphysik geführt haben. Die Teilnehmer werden etwas über EU-finanzierte Projekte erfahren, die führend beim Blick in das junge Universum sind, sie werden prickelnde Spuren des Urknalls entdecken und die Geheimnisse der dunklen Materie sowie von Gravitationswellen und Planeten außerhalb des Sonnensystems. Die europäische Forschungsinfrastruktur verbindet Wissenschaftler und Spitzenforschungseinrichtungen über Grenzen und Wissenschaftsdisziplinen hinweg, um unser Wissen zu erweitern, z. B. durch die Zusammenführung der Signale von Radioteleskopen in mehreren Kontinenten, um so ein gigantisches Radioteleskop zu schaffen, das so groß wie die Erde ist.

Der bei der einleitenden Vorstellung anwesende EU-Kommissar für Wissenschaft und Forschung, Janez Potočnik, äußerte sich wie folgt: „ Forschungsinfrastrukturen spielen eine wesentliche Rolle bei der Gewinnung von Wissen. Sie stellen die richtigen Bedingungen für die Forschung her und helfen dabei, zu einer kritischen Größe zu gelangen. Dies gilt für die Grundlagenforschung, etwa in der Astronomie, genauso wie für technologische und industrielle Innovation. Unser Vorschlag für ein siebtes Rahmenprogramm zielt auf eine Verbesserung eines breiten Spektrums europäischer Infrastrukturen.“

Europäische Forschungsinfrastrukturen sind die wichtigsten Instrumente, Einrichtungen und Anlagen, die Dienste höchster Qualität für die Forschung liefern, um die Arbeit von Wissenschaftlern in einem breiten Spektrum von Bereichen zu unterstützen, die von den Werkstoffwissenschaften bis zur Astronomie, von biomedizinischen Anwendungen bis zum Schutz unseres kulturellen Erbes reichen. Forschungsinfrastrukturen in ihren unterschiedlichen Formen – an einem Standort, verteilt oder virtuell – kombinieren Geräte (wissenschaftliche Ausrüstung), Software (große digitale wissenschaftliche Büchereien oder Datenbanken) und technische Unterstützung, und sie schaffen ein Umfeld, in dem Wissenschaftler aus ganz Europa arbeiten und Ideen austauschen können.

Mit ihren wissenschaftlichen, technologischen und personellen Kapazitäten stehen die europäischen Forschungsinfrastrukturen in vorderster Linie der Gewinnung und Weitergabe von Wissen.

Sie ziehen Forscher aus ganz Europa und darüber hinaus an und vernetzen sie, sie ermöglichen der Wissenschaftlergemeinde, Talente zu bündeln, Ressourcen zu maximieren und eine strategische Sicht der Forschung im europäischen Forschungsraum zu erarbeiten.

Die heute vorgestellten Projekte zeigen, wie die europäischen Forschungsinfrastrukturen dadurch zu neuen Technologien und Verfahren beitragen, die der europäischen Industrie nützen können, dass sie ein besseres Verständnis der grundlegenden Gesetze des Universums ermöglichen.

Einzelheiten der vorgestellten Projekte sind in MEMO/05/240 zu finden.


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