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Bürger reisen problemlos durch die EU – doch kennen sie ihre Rechte?

European Commission - IP/05/828   01/07/2005

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IP/05/828

Brüssel, den 1. Juli 2005

Bürger reisen problemlos durch die EU – doch kennen sie ihre Rechte?

Die meisten EU-Bürger finden das Reisen durch die EU genauso einfach wie durch ihr Heimatland. Zu diesem Ergebnis gelangt eine heute von der Kommission veröffentlichte Eurobarometer-Umfrage zu den Passagierrechten. Von 24 000 Befragten waren 69 Prozent der Auffassung, dass das Reisen in andere Mitgliedstaaten leicht sei. Außerdem wäre mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer bereit, Dienstleistungen bei Verkehrsunternehmen zu buchen, die in einem anderen Mitgliedstaat niedergelassen sind. Auf die Frage, was sie von Reisen innerhalb der EU abhalte, wurden vor allem fehlende Informationen und hohe Preise genannt.

Jacques Barrot, Vizepräsident der Kommission und für Verkehr zuständiger Kommissar, erklärte: „Behinderte sollten ermuntert werden, häufiger zu reisen. Die heute veröffentlichte Umfrage zeigt, dass ihre Belange nicht immer angemessen berücksichtigt werden. Ich hoffe, dass sich das Parlament und der Rat schnell über die Vorschläge der Kommission verständigen, damit die Rechte Behinderter im internationalen Luft- und Zugverkehr gestärkt werden.“

Markos Kyprianou, für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständiges Kommissionsmitglied, fügte hinzu: „Diese Umfrage ist sehr aufschlussreich und belegt, mit welcher Selbstverständlichkeit sich die europäischen Verbraucher innerhalb der Gemeinschaft bewegen. Ich würde es jedoch begrüßen, wenn mehr Bürger von den soliden Rechtsgrundlagen wüssten, dank deren ihre Passagierrechte geschützt und eingehalten werden.“

Anhand der Eurobarometer-Umfrage sollte festgestellt werden, inwieweit die Verbraucher in der EU ihre Rechte als Reisende kennen und wie sie vor dem Hintergrund der in den letzten Jahrzehnten zunehmenden Reisefreudigkeit den verschiedenen Verkehrsmitteln gegenüberstehen. Herausgefunden werden sollte ferner, wie die Bürger den Reiseverkehr innerhalb der EU seit der Abschaffung der Grenzkontrollen empfinden.

Die Meinung, das Reisen in der EU sei leicht, herrschte vor allem in den Beneluxstaaten vor und wurde am ehesten von den Befragten in den Niederlanden (84 %), Luxemburg (82 %) und Belgien (82 %) bejaht, ähnlich wie in Frankreich (82 %). Die niedrigste Zustimmung zu dieser Frage wurde in Lettland (47 %) und Irland (50 %) registriert. Als größte Reisehindernisse innerhalb der EU wurden neben dem Mangel an Informationen (44 %) und hohen Preisen (30 %) Probleme mit Anschlussverbindungen (26 %), Schwierigkeiten beim Fahrscheinkauf (25 %), unzuverlässige Informationen (20 %) und zu selten angebotene Verbindungen (17 %) genannt.

Die große Mehrheit der Bürger sprach sich für einen einzigen Fahrschein aus, der für kombinierte Auslandsreisen gelten sollte, und mehr als drei Viertel von ihnen würden sich gern an eine Auskunft wenden können, bei der sämtliche Reiseinformationen gebündelt wären. Diese Ergebnisse geben den Bestrebungen der Kommission Auftrieb, Verbundfahrscheine für internationale Zugreisen einzuführen.

Die Bewertungen für die verschiedenen Verkehrsmittel fallen der Umfrage zufolge unterschiedlich aus. Der Flugverkehr bekommt im Allgemeinen gute Noten: 72 % der Befragten zeigten sich insgesamt zufrieden, und die meisten Faktoren im Zusammenhang mit dieser Dienstleistung werden als gut eingeschätzt. Schlusslicht der Tabelle sind die Intercity-Zugverbindungen, mit denen nur 13 % der Bürger „sehr zufrieden“ sind, während 9 % erklären, sie seien „überhaupt nicht zufrieden“.

Hinsichtlich des Wissens um die Passagierrechte sind sich laut Umfrage zwei Drittel der EU-Bürger bewusst, dass sie beim Kauf eines Fahrscheins einen Vertrag mit dem jeweiligen Verkehrsunternehmen eingehen. Allerdings wussten nur 35 % über die mit diesem Vertrag verbundenen Rechte und Pflichten Bescheid, wobei Belgier (76 %), Franzosen (74 %) und Dänen (72 %) am schlechtesten informiert waren. In der Frage ihrer Zufriedenheit mit der Behandlung von Problemen vertrauen die Befragten vor allem den Fluggesellschaften (53 %), angemessen auf außerplanmäßige Ereignisse zu reagieren. Am negativsten (35 %) wurde hierbei der städtische Nahverkehr bewertet.
http://ec.europa.eu/consumers/topics/facts_en.htm#survey


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