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Treffen von EU-Grippeexperten: eine koordinierte Reaktion auf eine mögliche Pandemie wird erörtert

European Commission - IP/05/804   28/06/2005

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IP/05/804

Brüssel, den 28. Juni 2005

Treffen von EU-Grippeexperten: eine koordinierte Reaktion auf eine mögliche Pandemie wird erörtert

Grippeexperten aus den 25 Mitgliedstaaten und weiteren europäischen Ländern treffen heute in Luxemburg zusammen, um die Bedrohung durch die Geflügelpest und die Influenza des Menschen sowie – als Teil der integrierten Strategie für Zoonosen - mögliche Reaktionen auf eine Pandemie zu erörtern. An dem von der Europäischen Kommission organisierten Workshop nahmen auch Experten von ECDC, EFSA, WHO, FAO und OIE teil. Er findet vor dem Hintergrund der Geflügelpest in Asien und den wachsenden Befürchtungen statt, dass ein mutierter Virus zu einer weltweiten Pandemie beim Menschen führen könnte. Auf der Tagesordnung des Workshops stehen die Fragen, wie die Koordinierung der bestehenden Netze für Vogelgrippe und Influenza des Menschen verbessert werden kann und welche Rolle die verschiedenen Einrichtungen bei der Bekämpfung der Krankheiten spielen.

Markos Kyprianou, für Gesundheit und Verbraucherschutz zuständiges Kommissionsmitglied, sagte dazu: “Die Gefahr einer globalen Influenza-Pandemie mit hohen Verlusten an Menschenleben und großen wirtschaftlichen Verlusten ist eine sehr reale Gefahr, die angegangen werden muss. In unserer globalisierten Welt sind einseitige Reaktionen auf derartige mögliche Katastrophen keine Option mehr. Die EU muss ihr Vorgehen zur Vorbeugung und Eindämmung von Krankheiten wie Influenza koordinieren. Der heutige Workshop ist ein bedeutender Schritt in diese Richtung.“

Die derzeit in Asien herrschende Vogelgrippe-Epidemie ist die erste dieser Art. Auslöser ist ein bestimmter Virusstamm, der bereits zum Tod bzw. zur Tötung und Vernichtung von über 125 Millionen Vögeln, zu beträchtlichen wirtschaftlichen Verlusten für die betroffenen Länder (veranschlagt auf 8-12 Milliarden €) und zum Tod von über 50 Menschen geführt hat. Noch beunruhigender sind die ernsthaften Befürchtungen, dass eine Influenza-Pandemie kurz bevorsteht.

Eine solche könnte entstehen, wenn ein „neuer“, vollkommen an den Menschen angepasster Influenza-Virus entstünde, der sich von Mensch zu Mensch weltweit rasch ausbreiten könnte. Die sozialen und wirtschaftlichen Folgen von Pandemien können verheerend sein. Dies war z. B. der Fall, als 1918-19 die Spanische-Grippe-Pandemie 60 Millionen Menschen das Leben kostete. Internationale Gesundheitsexperten warnen davor, dass der verstärkte weltweite Personen- und Güterverkehr, Veränderungen der Ökosysteme, neue Tierzuchtpraktiken und Epidemien in großem Maßstab wie die Geflügelpest in Asien potenziell die Voraussetzungen dafür schaffen, dass ein neuer Influenza-Virus entsteht und eine Pandemie auslöst.

In der EU gibt es bereits Netze veterinär- und humanmedizinischer Labors, die sich mit der Bedrohung durch Influenza-Viren beschäftigen. Von grundlegender Bedeutung für eine korrektes Vorgehen im Zusammenhang mit Influenza-Viren sind der Austausch von Informationen, Virusstämmen und Laborreagenzien zwischen den verschiedenen Überwachungsnetzen in der EU sowie die Bereitstellung geeigneter technischer Unterstützung für die nationalen Veterinärbehörden und Gesundheitsbehörden.

Die Kommission bemüht sich nun um eine bessere Koordinierung der bestehenden Netze zur Überwachung von Geflügelpest und Influenza des Menschen sowie der für Tiergesundheit und menschliche Gesundheit zuständigen europäischen und internationalen Einrichtungen, um auf eine eventuelle Pandemie besser vorbereitet zu sein.

Dies ist nur eine der zahlreichen Maßnahmen der Kommission im Zusammenhang mit dieser bedeutenden gesundheitlichen Bedrohung.
Weitere Informationen finden Sie unter:

http://ec.europa.eu/food/animal/diseases/controlmeasures/avian/index_en.htm

und http://ec.europa.eu/health/ph_threats/com/Influenza/influenza_en.htm


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