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Weltraumbeobachtung soll das Risikomanagement für Erdrutsche, Lawinen und Überschwemmungen in den Alpenregionen verbessern

European Commission - IP/05/756   20/06/2005

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IP/05/756

Brüssel, den 20. Juni 2005

Weltraumbeobachtung soll das Risikomanagement für Erdrutsche, Lawinen und Überschwemmungen in den Alpenregionen verbessern

Die Kommission wird im Zuge des Tätigkeitsbereichs “Weltweite Überwachung für Umwelt und Sicherheit” (GMES) des 6. Forschungsrahmenprogramms (FP6) ein neues Forschungsprojekt “ASSIST” zur Verbesserung von Risikowarnung und Risikomanagement für Erdrutsche, Lawinen, Schlammlawinen und Überschwemmungen in den Alpenregionen mit 1,1 Mio. € unterstützen. Die Ergebnisse dieses Projekts sind leicht auf andere Gebirgsregionen übertragbar. Unter GMES finanziert die Kommission derzeit 14 Projekte. ASSIST ist das neueste und 15. Projekt.

Der Vizepräsident der Kommission Günter Verheugen: “Mit dem Abschluss der jüngsten Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen für Raumforschungsprojekte hat die Kommission einen wichtigen Schritt zur Förderung des Dialogs zwischen den Betroffenen sowohl auf der Anbieterseite als auch auf der Benutzerseite von Informationen im Bereich Umwelt und Sicherheit gemacht. Das Leben der Bürgerinnen und Bürger wird damit sicherer, und gleichzeitig unterstützen wir die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Industrie durch die Entwicklung eines starken und innovativen Industriekerns sowohl für Informationsdienste als auch für die raumgestützte und terrestrische Infrastruktur.”

Gebirgsmassive oder –ketten machen 30% des EU-Territoriums aus, mit etwa 30 Millionen Bewohnern. Zu den Gebieten gehören die Alpen, die Sierra Nevada, die Insel Kreta, die Pyrenäen, der Apennin, die Sierra de Estrela, das Zentralmassiv, die Hohe Tatra und die Karpaten. Gebirge machen über 50% des Staatsgebiets Italiens, Spaniens, Griechenlands, Österreichs, der Schweiz und Portugals aus. Ziel von ASSIST ist die Umsetzung voroperationeller Dienste und die Einrichtung von weiterentwickelten integrierten Sicherheits- und Informationsdiensten für die Alpen.

Die integrierte Nutzung von Daten aus der Erdbeobachtung mit Hilfe von Satelliten, wobei die Wetterunabhängigkeit von SAR (Radarsystem mit synthetischer Apertur)-Bildern mit hochauflösenden optischen Satellitendaten als Ergänzung zu vorliegenden Luftaufnahmen und meteorologischen Daten kombiniert wird, kann mehrere wichtige Vorteile bringen. Auf technischer Ebene nutzt das Projekt so genannte “Dienstleistungszentren”, die autonom betrieben werden, wie beispielsweise Polizei, Krankenhäuser, Luftrettung, Feuerwehr usw. Die Zentren werden so ausgestattet, dass sie Unterstützung leisten können für a) die Überwachung und Vorhersage von Risikominderungsszenarien auf täglicher Basis und b) den Betrieb während akuter Krisensituationen.

Sieben Partner aus Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz, die in unterschiedlichen Bereichen der Forschung, Satellitenfernerkundung, Kommunikationstechnologie und des alpinen Sicherheitsmanagements tätig sind, arbeiten an der Entwicklung eines Produktangebots für Sicherheits- und Risikoinformationen zur direkten Nutzung in den teilnehmenden alpinen Sicherheitsinformationszentren zusammen.

GMES ist eine gemeinsame Initiative der Kommission und der Europäischen Weltraumorganisation, die auf die Verbesserung von Umwelt- und Sicherheitsinformationen zum besseren Management von Krisensituationen ausgerichtet ist.

Die Aufforderung zur Einreichung von Vorschlägen ist ein wesentlicher Teil des größeren GMES-Aktionsplans, dessen Schwerpunkt auf dem Dialog mit und zwischen den Betroffenen (z.B. durch das GMES-Forum), der Beteiligung der Nutzer (z.B. GMES-Lenkungsausschuss), der Zusammenarbeit und Partnerschaft (Denkfabriken und Netzwerke, z.B. die Europäische Umweltagentur - EEA) sowie dem Informationsaustausch und der Informationsverbreitung liegt. Operationelle GMES-Dienste können von der Industrie auf kommerzieller Basis erbracht werden; dies ist eine Voraussetzung für die Entwicklung eines europäischen Industriekerns.

Weitere Informationen

http://ec.europa.eu/space/programmes/gmes_en.html


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