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Die europäischen Bürger unterstützen eine Aufstockung der Mittel für die EU-Forschung

European Commission - IP/05/718   13/06/2005

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IP/05/718

Brüssel, den 13. Juni 2005

Die europäischen Bürger unterstützen eine Aufstockung der Mittel für die EU-Forschung

Nach zwei heute veröffentlichten Eurobarometer-Berichten sind 71% der europäischen Bürger der Meinung, dass die Kooperationsforschung auf EU-Ebene immer wichtiger wird und 59% sind der Ansicht, dass die EU mehr Geld für Forschung ausgeben sollte. 64% der Bürger stimmen der Aussage zu, dass unsere Wirtschaft nur durch den Einsatz der fortschrittlichsten Technologien wettbewerbsfähiger werden kann. Ebenso viele erkennen die Bedeutung von Wissenschaft und Technologie für die industrielle Entwicklung an. Aus den Umfragen geht weiter hervor, dass nach Ansicht der Europäer die Vereinigten Staaten in der Forschung weiter fortgeschritten sind als Europa (nur 12% der Befragten glauben, dass dies umgekehrt ist).

Die Forschung auf EU-Ebene wird allgemein als kreativ und effizient angesehen, und weitaus die meisten Befragten sind der Ansicht, dass die europäischen Länder stärker zusammenarbeiten sollten. Die Bürger erwarten höhere Forschungsinvestitionen, sowohl auf nationaler als auch auf EU-Ebene, eine intensivere Zusammenarbeit zwischen den europäischen Forschern und eine stärkere Koordinierung zwischen den Mitgliedstaaten, wobei die EU eine Schlüsselrolle zu spielen hat. Im Zusammenhang mit der Entscheidungsfindung im Bereich Wissenschaft und Technologie wünschen 73% der Befragten, dass die Politiker stärker den Ratschlägen der Wissenschaftler folgen.

Die Eurobarometer-Berichte enthalten Daten aus zwei öffentlichen Meinungsumfragen, die Anfang des Jahres zum ersten Mal in 32 europäischen Ländern[1] durchgeführt wurden, und entsprechende Analysen. Sie zeigen, dass die Europäer großes Vertrauen in Wissenschaft und Technologie haben. So sagen 87% der Befragten, dass Wissenschaft und Technologie ihre Lebensqualität verbessert haben, 77% erwarten dies auch für die künftigen Generationen.

Unterschiede zwischen den Ländern sind insofern festzustellen, als die allgemeine Tendenz in den neuen Mitgliedstaaten optimistischer ist. Im Vergleich zu früheren Umfragen ist das Interesse an Wissenschaft und Technologie in einigen Ländern zwar zurückgegangen, insgesamt jedoch immer noch hoch (78% der Befragten). Die spektakulärste Entwicklung betrifft die wissenschaftlichen Kenntnisse, die in den meisten EU-Ländern in den letzten Jahren beträchtlich zugenommen haben.

Den Umfragen sind auch einige Kritikpunkte zu entnehmen:

  • In Europa besteht die Tendenz, einige Technologien abzulehnen (so sind 54% der Europäer der Ansicht, dass Lebensmittel aus genetisch veränderten Organismen gefährlich sind (88% bzw. 80% in Zypern und Griechenland).
  • Es ist zwar eine weitaus überwiegende Anerkennung der bisherigen Leistungen von Wissenschaft und Technologie für die Gesellschaft festzustellen, es werden jedoch auch einige negative Folgen genannt, z. B. solche für die Umwelt und die Beschäftigung. Die Mehrheit der Befragten glaubt, dass durch Computertechnologien mehr Arbeitsplätze verloren gehen als geschaffen werden.
  • Zwischen Wissenschaft und Gesellschaft gibt es nach wie vor ein Verständnisproblem. Die Bürger werden ihrer Meinung nach schlecht informiert und beklagen eine mangelnde Beteiligung in wissenschaftlichen und technologischen Fragen. Es sind auch in Zukunft noch Anstrengungen notwendig, um Wissenschaft und Technologie den Menschen näher zu bringen und die Kommunikation zwischen Forschern und Öffentlichkeit zu fördern.
  • Diese Distanz ist auch festzustellen, wenn es um das Image der Wissenschaftler beim Bürger geht. Die positive Rolle der Wissenschaftler in der Gesellschaft wird anerkannt, es wird jedoch zum Teil die Art und Weise kritisiert, in der Forscher ihre Ergebnisse darstellen und die Öffentlichkeit informieren.

Eurobarometer-Berichten:

http://ec.europa.eu/public_opinion


[1] In den 25 EU-Mitgliedstaaten, den Kandidatenländern (Bulgarien, Rumänien, Kroatien und Türkei) und den EFTA-Ländern (Island, Norwegen, Schweiz), was einer Einwohnerzahl von 570 Millionen entspricht. Die Berichte tragen die Titel "Europäer, Wissenschaft und Technologie" und “Werte, Wissenschaft und Technologie”.


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