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IP/05/711

Brüssel, den 10. Juni 2005

Hilfe für europäische Konsumenten: Kommissar Kyprianou eröffnet Europäisches Verbraucherzentrum in Zypern

Markos Kyprianou, Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz, nahm heute an der offiziellen Eröffnung des Europäischen Verbraucherzentrums in Nikosia teil. Das Zentrum gehört zu einem EU-weiten Netz, das Bürgerinnen und Bürger über ihre Rechte als Verbraucher in Europa informieren und ihnen weiterhelfen soll, wenn es bei Einkäufen im Ausland zu Problemen kommt. Zurzeit gibt es 23 solche Zentren in Europa, die neuesten öffneten ihre Türen in Estland, Litauen, Polen und der Tschechischen Republik. Bis 2006 werden auch in den übrigen neuen Mitgliedstaaten Zentren entstehen.

Kommissar Kyprianou erklärte: „Zu den großen Vorteilen eines EU-Bürgers zählt es, Zugang zum Binnenmarkt und Anspruch auf den dazugehörigen Verbraucherschutz zu haben. Die europäischen Verbraucherinnen und Verbraucher werden davon allerdings nur dann wirklich Gebrauch machen, wenn sie diese Rechte kennen und darauf vertrauen können, dass sie geschützt und wirksam durchgesetzt werden. Das Netz der Europäischen Verbraucherzentren sorgt dafür, dass dies der Fall ist. Indem sie gewährleisten, dass bei Bedarf klare Informationen vorliegen und die Rechte der Bürger gewahrt werden, sollen die Zentren zur Stärkung des Verbrauchervertrauens beitragen, was in der Folge zu mehr Wettbewerb führen kann.“

Das europäische Recht garantiert den EU-Verbrauchern ein hohes Schutzniveau. Diese müssen ihre Rechte und Ansprüche aber auch kennen, wenn sie davon profitieren oder Entschädigungsforderungen stellen wollen. Die Europäischen Verbraucherzentren bieten ein Rundum-Leistungspaket an. Sie informieren die Verbraucher über ihre Rechte, unterstützen sie bei ihren Reklamationen und ebnen den Weg zur außergerichtlichen Beilegung von Streitigkeiten. Darüber hinaus liefern die Zentren der Kommission Feedback über Verbraucherfragen und –probleme, stellen vergleichende Daten zu Preisen und Bestimmungen in den Mitgliedstaaten zusammen und kooperieren mit anderen EU-Netzen, beispielsweise dem FIN-NET, SOLVIT und dem Europäischen justiziellen Netz für Zivil- und Handelssachen.

Das Netz der Europäischen Verbraucherzentren (EVZ-Netz) ist im Januar 2005 entstanden und wird gemeinsam von der Europäischen Kommission und den Mitgliedstaaten finanziert. Es ist ein Zusammenschluss aus den älteren „Euroguichets“, die bei grenzübergreifenden Problemen Informationen und Unterstützung anboten, und dem jüngeren Europäischen Netz für die außergerichtliche Streitbeilegung (EEJ), das den Bürgern dabei half, mit alternativen Mitteln zu ihrem Recht zu kommen. Die Schaffung des EVZ-Netzes – und damit einer einzigen Anlaufstelle in jedem Mitgliedstaat – soll es den Verbrauchern erleichtern, Informationen einzuholen und Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Seit Ende März 2005 sind in fünf der neuen Mitgliedstaaten Europäische Verbraucherzentren entstanden: Estland, Litauen, Polen, Tschechische Republik und Zypern. Das lettische Zentrum öffnet noch diesen Sommer. Insgesamt wird es dann 21 Zentren in der EU geben sowie zwei weitere in Island und Norwegen; die restlichen vier Mitgliedstaaten sollen 2006 folgen.
Weitere Informationen über das EVZ-Netz und eine vollständige Liste der Zentren finden Sie hier:

http://ec.europa.eu/consumers/redress/ecc_network/index_en.htm


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