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Europäische Kommission startet 5-Jahres-Strategie zur Ankurbelung der digitalen Wirtschaft

European Commission - IP/05/643   01/06/2005

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IP/05/643

Brüssel, den 1. Juni 2005

[Die Graphik finden sie im PDF und WORD PROCESSED Dokument ]

Europäische Kommission startet 5-Jahres-Strategie zur Ankurbelung der digitalen Wirtschaft

Die Kommission verabschiedete heute die Initiative „i2010: Europäische Informationsgesellschaft 2010", um Wachstum und Beschäftigung in der Informationsgesellschaft und der Medienindustrie zu fördern. "i2010 ist eine umfassende Strategie, mit der sämtliche politischen Instrumente der Gemeinschaft modernisiert und eingesetzt werden sollen, um den weiteren Ausbau der digitalen Wirtschaft voranzubringen: Rechtsvorschriften, Forschung und Partnerschaften mit der Industrie. Die Kommission wird insbesondere Breitbandnetze unterstützen, die Sicherheit und Schnelligkeit sowie reichhaltige und vielfältige Inhalte in Europa bieten.

„Seit vielen Jahren war die digitale Konvergenz von Kommunikationsnetzen, Medieninhalten und Geräten Gegenstand von Expertengesprächen“, meinte Viviane Reding, die Kommissarin für die Informationsgesellschaft und die Medien. „Heute ist die digitale Konvergenz Wirklichkeit. Sprachübertragung über das Internet, Web-TV, Online-Musik, Filme über Handys – all dies ist Realität geworden. Zur Erhöhung der Investitionen in diesem viel versprechenden Wirtschaftssektor müssen wir einen abgestimmten Rechtsrahmen für die digitale Wirtschaft Europas schaffen, der marktorientiert, flexibel und zukunftsfähig ist. Auch müssen sich die Forschungsausgaben auf die wichtigsten Informations- und Kommunikationstechnologien, wie die Nanotechnologie, konzentrieren.

In ihrer i2010-Initiative nennt die Kommission drei politische Schwerpunkte:

  • Schaffung eines offenen und wettbewerbsfähigen EU-Binnenmarkts für die Dienste der Informationsgesellschaft und der Medien. Zur Förderung der Konvergenz zwischen Technologie und Politik wird die Kommission eine Strategie für eine effiziente Frequenzverwaltung in Europa (2005) vorschlagen: eine Modernisierung der Vorschriften für die audiovisuellen Mediendienste (Ende 2005), eine Aktualisierung des Rechtsrahmens für elektronische Kommunikation (2006), eine Strategie für eine sichere Informationsgesellschaft (2006) und ein umfassendes Konzept für die effektive und interoperable Verwaltung digitaler Rechte (2006/2007).
  • Erhöhung der EU-Investitionen in die Forschung auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) auf 80 %. Europa investiert pro Kopf nur €80 in die IKT-Forschung und liegt damit hinter Japan (€350) und den USA (€400) zurück. In der Strategie i2010 werden Schritte aufgezeigt, wie die Investitionen in die IKT-Forschung und deren praktischer Nutzen erhöht werden können, etwa durch Demonstrationsprojekte, mit denen viel versprechende Forschungsergebnisse gestestet werden, sowie durch die stärkere Einbeziehung kleiner und mittlerer Unternehmen in europäische Forschungsprojekte.
  • Förderung einer Informationsgesellschaft, die alle Menschen einbezieht. Um die Lücke zu schließen zwischen denen, die die Informationsgesellschaft nutzen können und denen, die noch keinen Zugang haben, wird die Kommission einen Aktionsplan für elektronische, bürgernahe Behördendienste vorschlagen. Drei IKT-Vorreiterinitiativen auf dem Gebiet „Lebensqualität“ - Technologien für eine alternde Bevölkerung, intelligentere, sicherere, und sauberere Fahrzeuge, sowie digitale Bibliotheken, über die alle Zugang zu Multimedia und zur multilingualen europäischen Kultur haben - (2007), sowie Maßnahmen zur Überwindung der geographischen und gesellschaftlichen Unterschiede, die in eine europäische Initiative für die digitale Integration münden werden (2008).

i2010 ist die erste Initiative der Kommission, die im Rahmen der erneuerten Lissabonner Strategie der EU verabschiedet wird. Es geht um den viel versprechendsten Wirtschaftssektor der EU: IKT hat einen Anteil von 40 % am Produktivitätswachstum und 25 % am BIP-Wachstum in Europa. Die Mitgliedstaaten sind aufgefordert, in ihren nationalen Reformprogrammen bis Mitte Oktober 2005 Prioritäten im Bereich der Informationsgesellschaft festzulegen, um so zu den Zielen der i2010-Strategie beizutragen.
Weitere Informationen zur i2010 können unter folgender Webseite abgerufen werden.

http://europa.eu/i2010

MEMO/05/184


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