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IP/05/631

Brüssel, 30. Mai 2005

[Die Graphik finden sie im PDF und WORD PROCESSED Dokument ]

Die Anliegen junger Menschen in Europa aufgreifen: die Kommission nimmt eine Mitteilung zur Jugendpolitik an

Heute hat die europäische Kommission eine Mitteilung zum Thema „Europäische Jugendpolitik“ angenommen. Bei diesem Text handelt es sich um ein Follow-up zum Europäischen Pakt für die Jugend, der im März 2005 vom Europäischen Rat verabschiedet wurde. Dieser Pakt macht die Anliegen junger Menschen zu einer Priorität der erneuerten Lissabonner Partnerschaft für Wachstum und Beschäftigung; in seinem Rahmen werden Aktionen zu Gunsten junger Menschen in den Bereichen Beschäftigung, Integration und sozialer Aufstieg, allgemeine und berufliche Bildung, Mobilität und Vereinbarung von Berufs- und Familienleben vorgeschlagen.

„Die Zukunft Europas hängt zunehmend von seiner Fähigkeit ab, eine jugend- und kinderfreundliche Gesellschaft zu formen,“ bemerkte Ján Figel’, der für Jugendfragen zuständige Kommissar, „und die heute angenommene Mitteilung ist ein eindeutiges Signal dafür, dass die Lissabonner Partnerschaft für Wachstum und Beschäftigung für junge Menschen von größtem Interesse ist, da sie sich mit Fragen auseinander setzt, die sie unmittelbar betreffen“.

In dieser Mitteilung wird hervorgehoben, dass in Europa die Arbeitslosenquote bei jungen Menschen mehr als doppelt so hoch ist wie die Gesamtarbeitslosenquote, wobei junge Menschen als Bevölkerungsgruppe dem Armutsrisiko besonders stark ausgesetzt sind. Und doch kommt angesichts des Schrumpfens der europäischen Bevölkerung auf eine kleinere Anzahl junger Menschen die Bürde zu, die Aufgaben der zahlenmäßig stärkeren vorangehenden Generation zu übernehmen. Jungen Menschen wird eine lebenswichtige Rolle dabei zuteil werden, die Lissabonner Ziele eines stärkeren Wachstums und einer höheren Beschäftigung zu erreichen – als den Arbeitskräften der Zukunft und der zukünftigen Quelle von Ressourcen wie Forschungsfähigkeit, Innovation und Unternehmergeist, die Europa für seinen Erfolg braucht.

Die entsprechenden Zielsetzungen lassen sich aber nur verwirklichen, wenn junge Menschen durch eine hochwertige und realitätsnahe allgemeine und berufliche Bildung mit den erforderlichen Kenntnissen, Fähigkeiten und Kompetenzen ausgestattet werden und wenn es gelingt, Hindernisse zu beseitigen, denen junge Menschen ausgesetzt sind, wie eine Jugend in Armut und sozialer Ausgrenzung.

Aus diesen Gründen hatte der Europäische Rat vom März 2005, als die europäischen Staats- und Regierungschefs den Europäischen Pakt für die Jugend verabschiedeten (das erste Mal, dass ein Rat für Jugendfragen dem Europäischen Rat einen Beitrag zugesandt hatte), ein Anliegen – nämlich angemessene Lebenschancen für Europas junge Menschen sicherzustellen. Dabei ging es eindeutig darum, die Bedingungen für die allgemeine und berufliche Bildung, die Mobilität, die berufliche Eingliederung und die soziale Integration junger Europäer zu verbessern und gleichzeitig die Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben zu erleichtern.

Im Rahmen der wieder belebten Lissabonner Partnerschaft für Wachstum und Beschäftigung, die auf dem Gipfel im März vereinbart wurde, müssen die Mitgliedstaaten für die Sitzung im Herbst 2005 „nationale Reformprogramme“ ausarbeiten, in denen anzugeben ist, mit welchen Aktionen sie die Ziele eines stärkeren Wachstums und einer höheren Beschäftigung erreichen wollen. In der Mitteilung wird skizziert, auf welche Weise die Mitgliedstaaten den Pakt umsetzen können, indem sie auf die Integrierten Leitlinien für Wachstum und Beschäftigung der Kommission zurückgreifen. Die Mitteilung hebt auch Aktionen zu Gunsten junger Menschen auf europäischer Ebene im Rahmen des Pakts hervor.

Der Europäische Rat betonte, dass der Erfolg des Pakts auch von der Mitwirkung aller Beteiligten abhängt, in allererster Linie der Jugendorganisationen und der jungen Menschen selber. In der Mitteilung werden die Mitgliedstaaten aufgefordert, junge Menschen zu konsultieren, was die Entwicklung von Maßnahmen für den Pakt und die Verfolgung seiner Umsetzung anbelangt. Es wird der Konsultationsprozess angekündigt, den die Kommission im Bereich der Jugendpolitik einzuleiten gedenkt; er setzt mit einer Befragung über das Internet in diesem Sommer ein und erreicht seinen Höhepunkt bei der Generalversammlung der Jugend „Etats Généraux – Youth takes the floor“ Ende 2005, bei der junge Menschen, Kommissare, Mitglieder des Europäischen Parlaments und sonstige politische Entscheidungsträger einbezogen werden sollen.

Schließlich wird die von der Mitteilung gebotene umfassende Übersicht über die Jugendpolitik dadurch vervollständigt, dass andere Politikbereiche und EU-Programme angeführt werden, die für die Jugendbelange von besonderer Bedeutung sind.

Weitere Informationen:

http://ec.europa.eu/youth/index_en.html


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